Resolution zur sofortigen Stilllegung des Atomkraftwerks Grohnde

Immer mehr Gemeinden stellen sich gegen das Atomkraftwerk in Niedersachsen bei Hameln.

Nun tritt die GRÜNE JUGEND Niedersachsen mit einem harten Appell gegen den niedersächsischen Umweltminister als zuständiger Leiter der Atomaufsicht und an das Bundesumweltministerium als entsprechend weisungsbefugte Behörde an, um die sofortige und unwiderrufliche Stilllegung des Atomkraftwerks Grohnde zu fordern.

Es läuft bereits eine Klage, die von den Behörden und dem zuständigen Gericht scheinbar ausgesessen werden soll, statt dass man endlich handelt und Fakten schafft: SOFORTIGE STILLLEGUNG!


Das Atomkraftwerk Grohnde ist mit aktuell 247 meldepflichtigen Ereignissen seit Betriebsbeginn eines der störanfälligsten in Deutschland. Insbesondere in den vergangenen zwei Jahren waren Anzahl und Ausmaß der aufgetretenen Defekte besorgniserregend groß. So erhöhten beispielsweise ein ausgefallener Generator, undichte Rohrverbindungen, eine beschädigte Nachkühlpumpe und Fremdkörper im Primärkreislauf das Risiko einer Atomkatastrophe unkalkulierbaren Ausmaßes.
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40 Jahre Schlacht um Grohnde

Erinnerungen + Erfahrungen + Diskussion

Am 19. März 1977 kam es am Bauplatz des Atomkraftwerkes Grohnde zu teils heftigen Aus­ein­an­der­set­zun­gen zwischen 15.000 Demon­stran­ten, die z.T. versuchten den Bau­platz zu beset­zen und der Po­li­zei; betrof­fen waren auch Anwohner, Spaziergänger und Schau­lustige. Das ist Geschich­te. Damals ging es um die Durchsetzung der Atomenergie oder deren Verhinderung. Heute ist der Aus­stieg beschlos­sene Sache, auch wenn die „Abwick­lung“ der Atomenergie bedeutend län­ger dauern wird als ihre Nutzung.

Mit meh­reren Veranstaltungen wollen wir im März 2017 den langen Bogen vom Beginn der Ausein­an­der­set­zung vor dem Bau des AKW bis heute schlagen, nach Erinnerungen fra­gen und heutiger Rele­vanz.

Wir wollen wissen, was Menschen damals bewegte und wie sie heute darüber denken. Welche Bedeu­tung haben die damaligen Ereignisse im eigenen Leben und für die gesell­schaftliche Ent­wick­lung ge­habt?

Im Dezember 2016 und Januar 2017 haben mehrere Projekttreffen mit bis zu 30 Zeitzeugen stattgefunden. Der Hamelner Historiker Bernhard Gelderblom stellt eine Wander-Ausstellung aus 35 RollUps zusammen, die sich auf die Zeit der 70er - 90er Jahre konzentriert. Die Ausstellung besteht aus RollUps, einer Technik, die es ermöglicht, sie später auch unkomplziert an anderen Orten zu zeigen.

Mit Veranstaltungen vom 17. - 19. März in Hameln und der Ausstellung im Hamelner Münster bis zum 7. April findet die öffentliche Diskussion statt.

Reges Interesse an der Ausstellung!
Mehr als 100 Gäste kamen zur Eröffnung der Ausstellung 40 Jahre "Schlacht um Grohnde". Ein zentraler Baustein der Ausstellung sind Zeitzeugenberichte, aus unterschiedlicher Sicht, aber alle mit großer Intensität, erläuterte der Historiker und Ausstellungsmacher Bernhard Gelderblom. 36 Tafeln sind es geworden, konzentriert auf die Zeit vom Beginn der Auseinandersetzung 1973 bis zur Inbetriebnahme des Reaktors 1985.

Spenden für die Ausstellung und die Möglichkeit, diese an mehreren Orten zu zeigen, sind herzlich willkommen! Gern auch das Interesse für weitere Ausstellungsorte.
Spenden mit Stichwort „Geschichtsprojekt“ bitte auf das von der AG Schacht KONRAD treuhänderich geführte Konto der Regionalkonferenz:
GLS Bank, IBAN: DE49 4306 0967 4067 8836 01
Dafür gibt es dann auch eine steuerwirksame Spendenquittung.

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Atomkraft jetzt den Saft abdrehen – Uranfabriken schließen

Mit der Anti-Atom-Demonstration in Lingen am 29. Oktober wollen wir ein klares Zeichen setzen, dass der Atomausstieg in Deutschland nicht auf die lange Bank verschoben werden darf. In Zeiten der Energiewende benötigt niemand mehr hochriskante Atomenergie. Es ist völlig inakzeptabel, wenn die Bundesregierung sowie die Länder Niedersachsen und NRW die Brennelementfabrik Weiterlesen

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Wartungsarbeiten mit Drosselung der Stromproduktion

Den Bürgern der Region ist seit dem Wiederanfahren des AKW Grohnde aufgefallen, dass es bei der Stromproduktion erhebliche Schwankungen gab. Das löst nach so einem langen Ausfall der Anlage auf Grund von Problemen große Sorge auf. Ist die Atomanlage wirklich noch voll funktionsfähig? Und was ist bei einer Störung, kann die Belegschaft mit der bestehenden Technik wirklich noch für den Schutz der Bürger sorgen?

Mit einem Blick auf die Internetseite der European Energy Exchange AG zeigt sich, dass auch nach dem Wiederanfahren der Atomanlage weiterhin Wartungsarbeiten notwendig sind. Dabei ist eine Drosselung der Stromproduktion um 140 MW für die Dauer von 2 Wochen bis
einschließlich dem 13. Juli erforderlich. Weiterlesen

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Kurzzeitige Leistungsreduzierung im AKW Grohnde – Reparatur einer Leckage

Greenepeace_DSC6068Kaum läuft der Wahnsinn „Atomkraft“ wieder nach katastrophalen Problemen – das AKW wurde am 16. Juni wieder ans Netz genommen. Da gibt schon wieder Probleme. Immer wieder neue Horror-Meldungen aus dem Schrott-Reaktor in Grohnde. „Wie lange dauert es, bis wir den Super GAU vor der Haustür von Hameln haben?“ fragt der Atomkraftgegner Andreas Rohrmann und führt weiter aus: „Es ist ein Skandal, dass das grüne Umweltministerium in Hannover diese tickende Zeitbombe von EON anfahren lässt!“.

Das Umweltministerium informierte am 17.06.2016 wie folgt

Der Betreiber des Atomkraftwerkes Grohnde (KWG) hat das Niedersächsische Umweltministerium als Aufsichtsbehörde in der Nacht über eine geringfügige Undichtigkeit an einer Verschraubung eines nuklearen Hilfssystems informiert. Das Ereignis wurde als nicht meldepflichtig eingestuft. Zur Abdichtung der Stelle wurde die Leistung des AKW kurzfristig reduziert. Der vom Umweltministerium hinzugezogene atomrechtliche Sachverständige TÜV NORD und ein Mitarbeiter des Umweltministeriums haben die Arbeiten im Verlaufe des Vormittags begleitet und sich von der ordnungsgemäßen Durchführung der Arbeiten überzeugt. Die Kleinstleckage wurde beseitigt. Die Anlage nimmt wieder den Vollastbetrieb auf.

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Warum gab es den Materialabrieb im Primärkreislauf des AKW Grohnde?

Atomkraftgegner sind beunruhigt. Es sind noch immer viele Fragen offen, die niemand beantworten möchte. Das AKW Grohnde ist schon lange Zeit stillgelegt.

Das Problem geht derzeit von einer Nachkühlpumpen aus, die ja eigentlich nur im Notfall gebraucht werden, und auch nur bei
Niederdruck-Situationen. Aber wenn so eine Pumpe einen Schaden mit massiven Abrieb verursacht hatte, ist da irgendetwas im AKW Grohnde passiert! Aber was, das wird nicht erklärt!

Daher müssen wir fragen: Weiterlesen

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AKWs abschalten statt Windkraft-Ausbau deckeln

Die Atomkraftwerke Brokdorf, Grohnde und Emsland müssen SOFORT abgeschaltet werden, statt den Windkraft-Ausbau zu deckeln! Denn nicht der Windstrom, sondern der Atomstrom blockiert die Stromleitungen!

Zum geplanten „Ausbaukorridor“ für Windkraft, den das Bundeskabinett beschließen will, und zur Debatte um den angeblich zu langsamen Netzausbau:

Nicht der Netzausbau, sondern der Atomausstieg hinkt der Energiewende hinterher. Wir haben nicht zu wenig Wind-, sondern zu viel Atomstrom. Der einfachste und schnellste Weg zur Entlastung der Stromnetze wäre, die drei norddeutschen AKW Brokdorf, Emsland und Grohnde sofort abzuschalten. Es ist vor allem ihr Strom, der die vorhandenen Stromleitungen nach Süden verstopft.
Statt den weiteren Ausbau der Windkraft zu deckeln, muss die Regierung endlich den gesetzlich geforderten Einspeisevorrang der erneuerbaren Energien durchsetzen. Es kann nicht sein, dass Windkraftanlagen keinen Ökostrom produzieren dürfen, während gefährliche Atommeiler weiterhin ihren Risikostrom in die Leitungen drücken.
Jedes AKW im Betrieb verursacht zu dem große Mengen neuen Atommülls. Wir wissen schon jetzt nicht, wohin damit. Warum also muss immer weiter Atommüll produziert werden, obwohl wir unsere Stromnetze mit dem Atomstrom verstopfen?!

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