AKW Grohnde am 2. + 3. Okt blockiert!

+++Pressemeldung+++

Hunderte Anti-Atom-AktivistInnen fordern die Stilllegung der verbliebenen Atomkraftwerke

Mehrere hundert Menschen protestierten am Sonntag, den 2. Oktober 2011, in Grohnde (Niedersachsen). Nach einer Demonstration wurde die Zufahrtsstraße zum AKW durch KletteraktivistInnen, die sich von einer Fernverkehrsstraßenbücke abseilten, blockiert. Sie wurden durch etwa 50 AktivistInnen unterstützt, die die Straße und das Betriebsgleis unterhalb der Brücke mit einer Sitzblockade
sperrten. Eine zweite Zufahrtsstraße wurde durch das angemeldete und genehmigte Anti-Atom-Konzert vor den Toren des Atomkraftwerks blockiert. Obwohl die Polizei über den Aktionstag informiert war, konnte sie die Blockaden nicht verhindern.

Die Protestierenden akzeptieren die deutsche Atompolitik nicht, die in Reaktion auf die Katastrophe in Fukushima nur die acht ältesten Atomkraftwerke abschaltete.
Stattdessen wollen sie die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen einschließlich der verbleibenden neun Atomreaktoren, der Urananreicherungsanlage Gronau, der Brennelementefabrik in Lingen und anderer Atomanlagen. Der deutschen Atompolitik zufolge soll das AKW Grohnde weit länger in Betrieb bleiben, als durch das alte Atomausstiegsgesetz festgelegt wurde. Daher bedeutet der sogenannte deutsche
Atomausstieg eine Laufzeitverlängerung, so die VertreterInnen der Demonstranten.

“Dem alten Atomausstiegsgesetz zufolge sollte Grohnde 2016 stillgelegt werden. Der deutsche ‚Atomausstieg‘ erlaubt stattdessen eine Laufzeitverlängerung bis 2021″, sagt ein Aktivist. „Eine Atomkatastrophe, wie sie derzeit in Fukushima geschieht, ist jederzeit in jedem einzelnen Atomkraftwerk möglich. Die Konsequenz aus dem schwersten Atomunfall der Geschichte muss die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen sein – natürlich nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.“

Am selben Wochenende fand eine Konferenz der deutschen Anti-Atom-Bewegung in Göttingen statt. Themen waren die internationale Unterstützung von Anti-Atom-Bewegungen in anderen Ländern, Strategien im Umgang mit dem sogenannten deutschen Atomausstieg, der angekündigte Castortransport nach Gorleben und vieles anderes. AktivistInnen aus diesem Treffen unterstützten auch die Blockade in Grohnde und rufen anlässlich des Jahrestages des Desasters in Fukushima bereits jetzt zu einem Aktionstag am 11. März 2012 auf.

Erstellung: nuclear-heritage.net – Falk Beyer Nuclear Heritage Network für oekonews.

Nach einer Statistik zeigte sich ebenso, dass das AKW Grohnde in Deutschland auch das „Pannenreichste“ als Spitzenreiter einer Negativliste ist. Hier der Link zu dem Beitrag:
http://www.contratom.de

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Eine Antwort zu AKW Grohnde am 2. + 3. Okt blockiert!

  1. Thomas Zimmermann schreibt:

    Hallo, erstmal grosses Lob für euer Engagement.
    Die Lippische Landeszeitung hat am 3./4.10. auf S.4/OWL eine kleinere Meldung über die Demo gebracht.
    Die TAZ berichtet heute auf S.8 : „Eichhörnchen kletterte in Grohnde“ recht ausführlich.
    mfg, tom

    P.S. Auch die Lippe-Aktuell hatte am 1.10.,S.13, einen Anti-Atom-Bericht über Dr. Eisenberg,
    „Atomkraftwerke machen Krank“-Vortrag in Blomberg.
    Heute kam im DLF-Radio bis 20:00 ein Super-Bericht über endlose Tschernobyl-und Fukushima-Lügen und die relative Nutzlosigkeit des Sarkophag-Neubaus in Tschernobyl. Angesichts der in Wahrheit damals ausgetretenen Menge an Reaktor-Inhalt, nämlich wohl des grössten Teils(nicht 3%!), und der u.a.von Greenpeace recherchierten Zustände i.d. Ukraine hat der Sarg wohl eher Prestige bzw. Volksberuhigungs-Funktion und schaufelt jede Menge Kohle i.d. Taschen der „Atom-Mafia“(Nukem, Areva, u….), ein „goldenes Grab“.
    mfg, Tom/LE

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