Bürgerinitiative macht Front gegen Grohnde

Wir haben noch einen Nachtrag.

Der NDR hatte im Vorfeld unserer Demo am 04.10.2011 einen „Vorbericht“ erstellt. Leider ist der bei uns untergegangen, so dass wir ihn der „Vollständigkeit“ halber jetzt nachträglich veröffentlichen wollen:

Bürgerinitiative macht Front gegen Grohnde
http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/hannover/grohnde183.html

Nach der Katastrophe von Fukushima hat die Bundesregierung den Atomausstieg bis 2022 beschlossen – doch vielen Atomkraftgegnern dauert das zu lange: Sie wollen, dass sofort gehandelt wird. Deshalb ruft die „Regionalkonferenz zum AKW Grohnde“ für Sonntag zu einer Demonstration am Atomkraftwerk im Landkreis Hameln-Pyrmont auf.

Der Demonstrationszug startet am Bahnhof in Emmerthal. Von dort aus geht es dann zum AKW. Die Veranstalter rechnen mit rund tausend Teilnehmern. Dabei ist es aber nicht wichtig wie viele kommen, sondern dass der Protest überhaupt weitergeht, sagt Ralf Strobach, Geschäftsführer der Bürgerinitiative Umweltschutz Hannover: „Wir wollen dann am AKW Grohnde eine Kundgebung und eine 24-stündige Mahnwache um zu sagen, wir bleiben hier.“

Man wolle aktiv bleiben, bis das Atomkraftwerk vom Netz gegangen sei, so Strobach weiter, Denn in den Augen der Umweltschützer birgt das AKW zu viele Risiken. Die Gefahren haben sie jetzt in einer Broschüre zusammengefasst. Ein großes Problem sei der beim Bau verwendete Stahl: „Die Teilnehmer der Reaktorsicherheitskommission haben damals schon kritisch angemerkt, dass dieser Stahl zu spröde ist und zu Rissen neigt und deswegen eigentlich gar nicht hätte eingebaut werden dürfen.“

Ist Grohnde zu marode für mehr Leistung?
Die Betreiber hätten damals gesagt, wenn der Stahl verarbeitet werde, dann werde es vielleicht gehen, sagt Strobach. „Aber es gibt Hinweise darauf, dass die Schweißnähte dort sehr schlampig verarbeitet wurden. Von daher kann man also davon ausgehen, dass dieser Sicherheitsbehälter sehr stark gefährdet ist.“ Das Risiko steige, wenn die Leistung des Reaktors erhöht würde. Genau das habe die Betreiberfirma aber 2007 beantragt. Daher sei die Minimalforderung des Protests, diese Leistungserhöhung nicht zu genehmigen.

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