Regionalkonferenz lädt EON zum Gespräch über Grohnde Sicherheit ein

Die 5. Grohnde-Konferenz der AKW-GegnerInnen am 05.11.2011 hat beschlossen EON zu einer öffentlichen Diskussion über die (Un-)Sicherheit des AKW-Grohnde einzuladen.

Dies ist eine Antwort auf eine „nebulöse“ Einladung von EON zu PR Zwecken jetzt am 09.11.2011.

Die öffentliche Podiumsdiskussion über die Sicherheit des AKW-Grohnde soll im Februar in Hameln stattfinden.
Damit lehnte die Konferenz zugleich das Angebot von EON ab, über die Sicherheitsfragen am kommenden Mittwoch in einem von e.on ausgesuchten Kreis in der Info-Stelle des Reaktors zu sprechen.

In der wachsenden Regionalkonferenz arbeiten AKW-GegnerInnen aus Niedersachsen, Nordhein-Westfalen und Hessen zusammen, die den Weiterbetrieb des AKW-Grohnde ablehnen.
Die 5. Grohnde-Konferenz fand mit 38 TeilnehmerInnen am Samstag in Salzgitter statt.

Hier die Einladung im Wortlaut:

Betreff: Unser Telefonat bzgl. der Veranstaltung am 9.11. im KKW Grohnde

Datum: Mon, 24 Oct 2011 13:26:42 +0200

Sehr geehrter Herr Schlinkmann,

herzlichen Dank für das am Freitag geführte Telefonat. Wir möchten in dem Gespräch am 9.11. unter anderem auf die neue Situation nach der Energiewende eingehen und über Erkenntnisse aus dem Reaktorunglück in Japan sprechen. Außerdem möchten wir Themen aufgreifen, die in letzter Zeit hinsichtlich der Sicherheit des Kraftwerks Grohnde ins Gespräch gebracht wurden.

Wir haben neben Ihnen den Bürgermeister und die Gemeinderatsmitglieder von Emmerthal und Pressevertreter der lokalen Medien eingeladen.
Wie bereits erwähnt, würden wir gerne am kommenden Mittwoch die Einladungen versenden. Dafür bräuchten wir die Namen und die Anschrift der Personen, die Sie gerne mitbringen möchten. Aus Platzgründen wären wir dankbar, wenn Sie sich auf ca. vier Vertreter festlegen könnten.

Für Nachfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Freundliche Grüße
Almut Zyweck
Presse / Press Relations
Erzeugung
Deutschland / Generation Germany
T +49-511-439-3832
F +49-511-439-2200
almut.zyweck@eon.com

E.ON Kernkraft GmbH
Tresckowstraße 5
30457 Hannover
http://www.eon-kernkraft.com
Vorsitzender des Aufsichtsrats/Chairman of the Supervisory
Board: Dr. Ingo Luge
Geschäftsführung/Executive Board: Dirk Steinheider (Vorsitzender/Chairman)
Dr. Ralf Güldner (stv. Vorsitzender/Vice Chairman)
Bernd Güthoff
Dirk Jost
Dirk Rüggen
Sitz/Registered Office: Hannover
Amtsgericht/District Court Hannover HRB 58469

Hier die Absage im Wortlauf:

Sehr geehrte Damen und Herren,

herzlichen Dank für Ihre Bereitschaft, über die aktuellen Sicherheitsfragen des AKW Grohnde zu diskutieren. Wir haben Ihre Einladung zum nächsten Mittwoch noch einmal diskutiert und bitten um Verständnis, dass wir den vorgegebenen Rahmen nicht für sinnvoll erachten, eine fachliche Diskussion symmetrisch zu führen. Zudem handelt es sich um Fragen, die nicht nur einen kleinen Kreis betreffen, sondern an dem es ein wachsendes öffentliches Interesse gibt.

Wir laden Sie daher hiermit zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion über die Sicherheitsfragen des AKW Grohnde im Februar in Hameln ein. Dies gibt der interessierten Öffentlichkeit, KommunalpolitikerInnen und Medien die Möglichkeit, sich ein eigenes Bild vom Pro und Kontra des Weiterbetriebes zu machen. Wir werden Ort und Zeit der Veranstaltung im Laufe des Dezember klären, sodass dann ausreichend Zeit für Absprache von Details und die Vorbereitung aller Beteiligten besteht.

Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen
Regionalkonferenz zum AKW Grohnde
i.A. Bernd Schlinkmann

Hier die Stellungnahme der Regionalkonferenz vom 05.11.2011 in Salzgitter:

„Wir begrüßen die Bereitschaft von e.on, sich auf die Sicherheitsdiskussion einzulassen, aber das ist nicht der Rahmen, eine fachliche Diskussion symetrisch zu führen“, erläutert Peter Dickel von der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD. „Zudem handelt es sich um Fragen, die nicht nur einen kleinen Kreis betreffen, sondern an dem es ein wachsendes öffentliches Interesse gibt. Die von uns geplante Veranstaltung gibt der interessierten Öffentlichkeit, Kommunal- und LandespolitikerInnen und Medien die Möglichkeit, sich ein eigenes Bild vom Pro und Contra des Weiterbetriebes zu machen.“

Weiteres Thema der Konferenz war die Durchführung einer gemeinsamen Aktion im 80-km-Radius um Grohnde zum 1. Fukushima-Jahrestag am 11. März 2012.
Details hierzu und zur Fortsetzung der Sicherheitsdiskussion sollen bei der nächsten Konferenz am 10. Dezember in Hannover festgelegt werden.

Örtliche und regionale Zusammenschlüsse spielen in der Auseinandersetzung um Atomenergie eine zunehmende Rolle. Dickel dazu: „In den letzten Jahren wogte die Auseinandersetzung ja um die grundsätzlich Entscheidung über Atomenergie. Nachdem die Bundespolitik hier eine Entscheidung getroffen hat, sehen viele Menschen mit Sorge die weiterlaufenden Atomanlagen vor ihrer Haustür. Da ist die wachsende Intensität der Auseinandersetzung um jede einzelne Anlage fast zwangsläufig, auch wenn sie medial noch kaum als ein Erstarken der Anti-AKW-Bewegung wahrgenommen wird.“


Rückfragen:
Peter Dickel, 0531 – 89 56 01
dickel@ag-schacht-konrad.de

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