Leserbrief zum Castor und AKW Grohnde

Rollen Castor-Transporte künftig zum AKW Grohnde?

Konsequent wäre es, die sofortige Stilllegung aller AKWs zu fordern, da ein Betrieb ohne entsprechendes Müll-Entsorgungs-Konzept nicht genehmigt werden darf. Wie J. Stay von „ausgestrahlt“ sagte: ‚Jede Pommesbude muss zumachen, wenn sie nicht nachweist, wo und wie sie ihr verbrauchtes Fett entsorgt‘.

Warum fordern die Grünen Notlösungen für die AKW-Betreiber anstatt die wesentlichen Faktoren der Energiewende – Abkehr vom Wohlstandsgefasel und Konsumdenken sowie Entwicklung/Transport/ Speicherung der erneuerbaren Energien zu forcieren? Die Abschaltung von Grohnde sei vor 2017 möglich, das sagen die Grünen hier ja selbst. Sie öffnen mit ihrer Beantragung Scheunentore für eine Zwischen-/ Endlagerung an allen und noch nicht mal gebauten Zwischenlagern.

Zu einem glücklichen und erfüllten Leben bedarf es nicht so viel Energie wie uns immer erzählt wird. Die Energiekonzerne aber brauchen den Atomstrom, weil Maximalgewinn ihr Ziel ist, nicht etwa die Versorgungssicherheit der Bevölkerung. Die Grünen bringen mit ihrem „Vorstoß“ nicht die AKW-Gegner im Weserbergland in die Zwickmühle sondern nur sich selbst. Wenn der Betreiber nicht weiß, wohin mit seinem Müll, muss er seinen Betrieb auf Eis legen und zwar so lange, bis er ein sicheres Endlager fertig gebaut hat-was in den Sternen steht.

All die Fragen, die leider immer wieder die Menschen auseinander treiben – Optik, Fledermäuse- Windkraftanlagen, Strompreis, … sind nachrangig. Alle gesellschaftlichen Kräfte sollten gemeinsam handeln und sich nicht auf Nebenschauplätzen auseinander dividieren.

Wenn wir einst Wochen und Monate lang in Turnhallen in Osnabrück zubringen, weil unser Weserbergland unbewohnbar geworden ist, ist es zu spät zu sagen:

Hätten wir mal…

Die Veranstaltung mit den japanischen Gästen heißt ja nicht 259 Tage nach der Reaktor-Katastrophe Fukushima sondern 259 Tage Reaktor-Katastrophe Fukushima.

Anne Preuß, Hameln

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