Rollen Castor-Transporte künftig zum AKW Grohnde?

Die DEWEZET hat ein interessantes Thema aufgegriffen.
Es geht um Atommüll und einen Vorschlag der Bundes-Grünen.

Man möchte kein Zwischenlager in Gorleben. Aber wohin mit dem weiteren Müll, der in den nächsten Jahren entsteht?

Dumm nur, das mit der Laufzeit bis mindestens 2022!

Nun, da gibt es ja noch viel Platz in den Zwischenlagern an den AKW Standorten.
Also auch denkbar, dass im AKW Grohnde weiterer Atommüll eingelagert wird. Es sind wohl „nur“ 13 Castoren im Grohnde-Lager. Es ist aber für 100 Stellplätze ausgelegt, die aber nur begrenzt als Zwischenlager genehmigt wurden. Dies könnte man ggf. ja mal verlängern…

Doch zeigt dies nicht ein mal mehr, wie Krank dieser Schwarz-Gelbe Atomausstieg ist?
Warum müssen wir AKW s noch bis 2022 laufen lassen. Dann noch die aktuellen Klagen und ggf. wird das Gesetz dann doch noch gekippt und wir sind bei dem „alten“ Laufzeitverlängerungsgesetz. Dies würde dann erheblich längere Laufzeiten der verbliebenen AKW s bedeutet. Also auch für das AKW Grohnde.

Wir wollen uns das alles nicht weiter bieten lassen. Wir wollen den schnellst möglichen Ausstieg. Für Grohnde könnte das Sofort bis spätestens im Jahre 2012 bedeuten. Aus mit so einem Pannenreaktor! Niemand kann für die Sicherheit garantieren und die Verharmlosung und leeren Argumente der Atomwirtschaft und Politik ist unerträglich bis hin zur Volksverdummung…

Folgend der Zeitungsartikel im Wortlaut:

Die Kritik an dem gestern gestarteten Castor-Transport ins Zwischenlager Gorleben könnte die Atomkraftgegner im Weserbergland in die Zwickmühle bringen. Letztlich könnte der Protest nämlich zur Folge haben, dass Teile der ab 2014 zurückzuführenden radioaktiven Abfälle aus dem französischen La Hague und dem englischen Sellafield nach Grohnde und an andere AKW-Standorte kommen.

Das sieht zumindest eine Forderung der Grünen-Fraktion im Bundestag vor. „Die AKW-Betreiber können und müssen einen Beitrag leisten, damit wir in der Endlagerfrage den notwendigen Konsens erreichen können“, meinte Sylvia Kotting-Uhl, Grünen-Sprecherin für Atompolitik, gegenüber unserer Zeitung. „Dafür müssen sie Druck von Gorleben nehmen und beantragen, ihren aus der Wiederaufarbeitung stammenden hochradioaktiven Atommüll zukünftig in den Zwischenlagern an den AKW-Standorten zu lagern.“ Bislang lagern in dem 2006 in Betrieb genommenen Zwischenlager Grohnde 13 Castoren mit abgebrannten Brennelementen.
Die heimische Grünen-Politikerin Anja Piel aus Fischbeck, die als Landesvorsitzende der Partei zur Teilnahme an der Demonstration am Samstag in Dannenberg aufruft, steckt angesichts des grünen Vorstoßes aus Berlin in einem Dilemma. Trotz der möglichen Konsequenz von Castortransporten nach Grohnde unterstützt sie die Bundestagsfraktion. „Die Verantwortung für den verstrahlten Atommüll liegt damit bei den AKW-Betreibern“, sagte sie. Auf Dauer seien die Zwischenlager an den Kraftwerksstandorten allerdings ungeeignet. „Hier haben wir ein Dilemma, das uns daraus entstanden ist, dass mit einer Risikotechnologie über Jahrzehnte eben nicht nur Strom, sondern auch verstrahlter Atommüll produziert wurde, ohne eine Perspektive, ihn sicher einlagern zu können“, so Piel. „Hier wird es immer nur zweitbeste Lösungen geben.“

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Atommüll, Deutschland, Gorleben, Grohnde, Hannover, Meldung, Presse veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Rollen Castor-Transporte künftig zum AKW Grohnde?

  1. Sich.-Ing.J.Hensel schreibt:

    Guten Tag, ich habe eine Frage: Warum zahlt der Steuerzahler für die Entsorgung von Atommüll der Atomkonzerne die Kosten ?
    Gemäß Artikel 191 (2) des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (ex-Artikel 174 EGV) gilt folgendes:

    Zitat:
    (2)Die Umweltpolitik der Union zielt unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Gegebenheiten in den einzelnen Regionen der Union auf ein hohes Schutzniveau ab. Sie beruht auf den Grundsätzen der Vorsorge und Vorbeugung, auf dem Grundsatz, Umweltbeeinträchtigungen mit Vorrang an ihrem Ursprung zu bekämpfen, “ sowie auf dem Verursacherprinzip.“
    Zitatende

    Warum muss der Steuerzahler für die Kosten der Endlagerung von Atommüll aufkommen und nicht der Verursacher, wie es das Gemeinschaftsrecht fordert ?

    Danke für`s Antworten und/oder Weiterleiten sowie Freundliche Grüsse.
    http://menschenrechtsverfahren.wordpress.com

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s