Greenpeace stellt Atomkonzern bloß

Die Deutsche Welle hat am 5. Dezember 2011 einen überaus interessanten Artikel veröffentlicht. Dort wird von einer unglaublichen Begebenheit berichtet!

Mehreren Greenpeace-Aktivisten ist es in Frankreich gelungen, in das Atomkraftwerk von Nogent-sur-Seine einzudringen. Die Aktion sollte die Anfälligkeit der Anlagen für Terroranschläge offenlegen.

Dies bedeutet, dass einige einfache Menschen einer Umweltorganisation in ein AKW eindringen konnten, scheinbar ohne jede Gegenwehr. Man stelle sich vor, dies wären Terroristen gewesen! Land auf und Land ab erfahren wir seit Monaten, dass in Europa Terroristen scheinbar Anschläge planen. Da ist es absolut unverständlich, dass Atomanlagen weder terrorsicher, noch gut bewacht werden.
Selbst Henri Guaino, Sonderberater von Staatspräsident Nicolas Sarkozy, „Ich glaube, wir müssen einige Lektionen lernen. […] Man kann nicht zulassen, dass jedermann so leicht in ein Atomkraftwerk eindringen kann.“.

Wenn in Frankreich, einem Land, bei dem die zivile Atomkraft Spielfeld des Militär ist, wenige Greenpeace-Aktivisten unbewaffnet bis in das AKW vordringen und Transparente ausrollen können…
Man mag es sich nicht vorstellen, was gut ausgebildete hochgerüstete Terroristen anstellen mögen – vielleicht auch mit einem AKW Grohnde!

Mit einer spektakulären Aktion haben Mitglieder der Umweltschutzorganisation Greenpeace am Montag (05.12.2011) gegen die Risiken der Kernenergie demonstriert. Neun Aktivisten gelang es am frühen Morgen, sich in die Atomanlage von Nogent-sur-Seine einzuschleichen. Auf dem Dach des Reaktorblocks entrollten sie ein Banner mit der Inschrift „Sichere Atomkraft gibt es nicht“. Die Polizei konnte nach eigenen Angaben sieben Eindringlinge ohne Gewaltanwendung in Gewahrsam neben.

Der Einbruch in die 95 Kilometer südöstlich von Paris gelegene Anlage war Teil einer koordinierten, landesweiten Operation der Kernkraftgegner. Bei parallelen Aktionen an weiteren Atomanlagen errichteten Aktivisten Spruchbänder, scheiterten aber bei den Versuchen, auf die jeweiligen Gelände vorzudringen. Laut Greenpeace gelang es jedoch, sich auch zu weiteren Anlagen unbemerkt Zugang zu verschaffen. Der staatliche Stromkonzern EDF betonte hingegen, dass die AKW-Gegner nur in Nogent-sur-Seine bis in den Komplex vorgedrungen seien.

Die Signale von Fukushima wurden vor allem nicht in Frankreich verstanden!
Die Franzosen machen einfach so weiter, wie bisher. Radioaktivität macht aber vor Grenzen keinen Halt. Ein atomarer Unfall in Frankreich würde ganz Europa verseuchen. Nach einer Prüfung der unzähligen AKW’s in Frankreich, zeigt sich, dass um Grunde alle französischen nicht den gebotenen Sicherheitsansprüchen genügen. Statt in eine zukunftsfähige Energiewirtschaft zu investieren, werden wohl die bestehenden AKW’s mit sehr viel Geld aufpoliert.

So berichtet die Deutsche Welle weiter:

Hintergrund der Aktion ist die Diskussion über die Sicherheit der französichen Atomkraftwerke. Die Regierung in Paris hält auch nach dem Unfall im japanischen Fukushima an der Atomkraft fest. Sie hält die französischen Anlagen für sicher, eine Einschätzung, auf die die heutigen Aktionen der Umweltaktivisten abzielten: „Wir wollten zeigen, wie schwach und unzureichend die Sicherheit französischer Kernkraftwerke ist“, sagte Greenpeace-Sprecherin Sophia Majnoni d’Intignano im Fernsehsender BFM-TV. „Es war ganz einfach, wir konnten innerhalb von 15 Minuten alle Sicherheitsanlagen überwinden.“ Majnoni d’Intignano sieht die Sicherheit der Kraftwerke durch die Aktion in Frage gestellt, denn: „Einfache Aktivisten mit friedlichen Absichten und nur wenigen Mitteln konnten das Herz eines Atomkraftwerks erreichen.“

Greenpeace wirft der Regierung vor, dass die nach der Erdbebenkatastrophe von Fukushima angeordnete Untersuchungen der Anlagen sich zu sehr auf deren Widerstandsfähigkeit gegen Umweltkatastrophen wie Erdbeben oder Überflutungen konzentriere. Im Gespräch mit der Nachichtenagentur AP sagte Majnoni d’Intignano: „In ein paar Monaten wird die Regierung zu dem Ergebnis kommen, dass unsere Atomkraftwerke sehr, sehr sicher sind, weil sie einem Erdbeben oder einer Flut widerstehen können.“ Die wahren Risiken für die Atomindustrie seien jedoch „externe, nicht-natürliche Attacken wie das Risiko eines Terroranschlages“, so die Sprecherin. Die Regierung habe die Signale von Fukushima nicht verstanden.

Henri Guaino, Sonderberater von Staatspräsident Nicolas Sarkozy, bezeichnete die Aktionen als unverantwortlich. Er räumte jedoch ein, dass sie zum Nachdenken über die Sicherheit der Zugänge zu Atomanlagen anrege. „Ich glaube, wir müssen einige Lektionen lernen“, sagte Guaino im Fernsehsender BFM-TV und forderte, Konsequenzen aus dem Vorfall zu ziehen. „Man kann nicht zulassen, dass jedermann so leicht in ein Atomkraftwerk eindringen kann“, fügte er hinzu. Umweltminister Eric Besson zeigte sich überrascht von den Aktionen und kündigte eine Untersuchung an. Es müsse dafür gesorgt werden, dass sich ein solcher Fall nicht wiederhole, forderte er im Radiosender France Info.

Viele aus Politik und Wirtschaft werden nicht müde, den Menschen zu erzählen, wie sicher Atomkraftwerke sind. Auch in Hameln zu dem AKW Grohnde hören wir nichts von den Problemen, den vielen Pannen etc.
Auch hören wir nicht von einem Eingeständnis, dass das AKW -jetzt am Ende seiner beim Bau vorgesehenen Laufzeit- mit Auswirkungen der Baummängel zu kämpfen hat. Allein die Kühltürme als Herz der Kühlung sind marode, man kann es von außen sehen. Und die Frage zum Schutz vor Terror? Auch da muss man dem AKW Grohnde ein „Ungenügend“ aussprechen. Soweit bekannt, soll eine Nebelanlage das AKW in den Schutz einer Nebelwolke versetzen, dass angreifende Terroristen das AKW nicht mehr sehen können…

Quelle: Deutsche Welle

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