Das Thema MOX und Grohnde…

Dieser Tage steht Fukushima nach 12 Monaten Leid wieder in den Medien. Einerseits keine schöne Angelegenheit, über die man sich freuen sollte. Doch als Mahnmal an die Atomindustrie und als wiederholtes Warnzeichen an die Atomkraftbeführworter, ist es gut, dass die Menschen die Tragödie um den SUPER-GAU in Fukushima in die Gedanken und Medien zurückholen!

Fukushima steht für ein maximales Desaster. Es sind DREI Reaktorblöcke explodiert und haben die schlimmsten Gifte und radioaktiven Stoffe freigesetzt. Insbesondere der Block 3 hatte MOX-Plutonium-Brennstoffe. Dies sind Brennelemente, die mit stark angereicherten Atommüll aus den Wiederaufbereitungsanlagen bestückt werden. Darin ist ein großer Anteil hoch angereichertes Plutonium. Gerade diese Block 3 hat mit seiner Explosion am 14.3.2011 erhebliche Mengen des Ultra-Gifts in die Umwelt gebracht.

Parallel zu den Demos am 11. März 2012 und dem Gedenken der Menschen und der Katastrophe, steht für das AKW Grohnde ein MOX-Transport an.
Wie unverfroren und dreist ist es von dem Betreiber EON nach dem Lehrstück in Japan ernsthaft das Ziel zu verfolgen, MOX-Plutonium-Brennelemente im AKW Grohnde zu betreiben und vorher diese unglaublich giftige und hochproblematisch Fracht über das Meer aus England, dann über öffentliche Häfen und zuletzt per LKWs (3-4 Fahrzeuge) durch Wohngebiete und Naturschutzzonen in Belgien, NRW und Niedersachsen zu karren?

Die Bürger in NRW und Niedersachsen sind sprachlos ob der Vorhaben.
Die Atomkraftgegner aus dem Umkreis des AKW Grohnde werden die politischen Stellen anschreiben, dass so ein Transport zu unterbinden ist und es darf keine Genehmigung ausgesprochen werden!

Gerade heute sind in Japan wiederholt Meldungen im Umlauf, dass auf Grund der Explosion des Block 3 Plutonium 239 außerhalb der 20km Sperrzone gefunden wurde. An mehreren Stellen sind sehr hohe Messwerte aufgetreten. Dies wurde von offizieller Seite dem National Institute of Radiological bestätigt, so der Sprecher Mr. Zun.

Jeder Bürger ist aufgerufen, sich an dieser Aktion zu beteiligen. Wir haben dazu ein Schreiben an Hr. Röttgen in einer Dreifach-Funktion erstellt. Hr. Röttgen ist im Bundesamt für Strahlenschutz der Oberaufseher der Atomindustrie, er ist in Berlin der Umweltminister und auch in dem Amt zuständig für Reaktorsicherheit sowie in NRW Vorsitzender der CDU und damit auch mitverantwortlich für die Bürger in NRW.

Das Schreiben ist ebenso an die weiteren zuständigen Politiker und Stellen gerichtet, die am Genehmigungsprozess eines solchen MOX-Transportvorhabens beteiligt sind.

Wir haben das Schreiben gemeinsam mit den Aktiven um die Urananreicherungsanlage in Gronau verfasst, die ebenfalls fast tätlich mit Atomtransporten leben müssen. Einmal die Transporte rein/raus aus der Urananlage (vor allem das explosive und giftige Uranhexaflorid) sowie den über 150 Atommüll-Transporten von Jülich nach Ahaus ins Zwischenlager.

Unterstützt den Protest, gedenkt den Menschen der Fukushima-Katastrophe, Gedenkt den Menschen der Tschernobyl-Katastrophe durch die Teilnahme an den Demos und Mahnwachen, und unterstützt unsere „Brief-Aktion“ – die 55 Cent + 2 Blatt Papier lohnen sich!

Hier der Link zur Version 1
Hier der Link zur Version 2

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