Extreme Messwerte

Radioaktive Strahlung in Reaktor 2 alarmierend hoch

Wie schon kürzlich in diesem Blog zu lesen war, ist die Atom-Katastrophe in Japan noch lange nicht beendet!
Es dauert viele Jahre, bis sich eine atomare Kettenreaktion einstellt und man die Brennelemente als „Atommüll“ irgendwo lagern kann. So verbleiben die Brennelemente eines AKW wie Grohnde lange Zeit in einem sehr fein kontrollierten Abklingbecken nahe dem Reaktorbecken. Das bedeutet, dass auch in der Zeit ein sehr großes Risiko von den „abgebrannten“ Brennstoffen ausgeht, denn sie bedürfen einer dauerhaften Kühlung mit ausreichend Kühlwasser. Doch genau das ist jetzt in Japan schon wieder ein riesen Problem.

Nun sind jetzt schon wieder im AKW Fukushima sind extreme Messwerte gemessen worden!

Das unfassbar Fatale an der Meldung ist, wie unbegreiflich dilettantisch die „Fachleute“ in Japan mit so einer hoch riskanten und sensiblen Technologie umgehen. Vor allem mit dem Hintergrund, dass vor gerade einmal 12 Monaten drei Reaktoren explodiert sind!

In dem Becken im Reaktor 2 stehen nur 60cm Wasser zur Kühlung bereit. Die Verantwortlichen waren der Ansicht, es wären noch 10m Wasserstand. Wir fragen uns, wie blöd ignorant hochmütig und verantwortungslos müssen diese Menschen mit einer so großen Verantwortung sein, dass sie 60cm nicht von 10m unterscheiden können!! Es fehlen uns einfach die Worte, das ist nicht zu erklären.

Doch wir stellen uns die Frage, wie sicher und professionell ist die Atomindustrie in Deutschland. Die vielen Berichte der letzten Jahre zeigen uns, dass die Verantwortlichen in Deutschland -angefangen beim Umweltminister über die BfS bis zu den Entscheidern in den Atomkonzernen- nicht minder dilettantisch und verlogen sind…
Wer den Konzernchefs und Vorständen der Konzerne RWE und EON solche Fragen an den Kopf werfen möchte, hat zu den anstehenden Hauptversammlungen im April und Mai eine gute Gelegenheit! Kauft Euch eine Aktie und geht zur Hauptversammlung. Ein besseres Plenum wird sich kaum mehr finden lassen, wenn die Presse, die Aktionäre und Vorstand sowie Aufsichtsrat vor Ort anwesend sind. Letztere sind verpflichtet jegliche Fragen zu beantworten!

Uns allen sollte das zeigen, wie unglaublich gefährlich, unsicher und katastrophal diese Technologie ist. Die Atom-Lobby tut so, als wenn in Fukushima alles erledigt ist, keine Menschen zu Schaden gekommen sind und das die Strahlung völlig unproblematisch ist. Die Atomkonzerne wie AREVA erzählen statt dessen freimütig „die Atomgeschäfte gehen weiter“! Welch ein Zynismus!

Folgend ein aktueller Artikel aus dem österreichischem Standard:

Extreme Messwerte
Fukushima: Radioaktive Strahlung in Reaktor 2 alarmierend hoch

Arbeiter führten am Dienstag Messungen durch – Situation in weiteren Reaktoren könnte noch schlimmer sein
Am Dienstag haben Arbeiter im havarierten Atomkraftwerk Fukushima zum zweiten Mal seit der Tsunami-Katstrophe Messungen durchgeführt. Laut dem Kraftwerksbetreiber TEPCO ist der Schaden an einem der Reaktoren weit schlimmer als ursprünglich angenommen.

Die Strahlenwerte in Reaktor 2 seien zehnmal höher als eine tödliche Dosis. Das habe eine endoskopische Untersuchung ergeben. Die stärkste Radioaktivität sei etwa vier Meter über dem Boden und einen Meter von der Zwischenwand entfernt gemessen worden.

Das Kühlwasser stehe nur etwa 60 Zentimeter hoch. Die Regierung war von zehn Metern ausgegangen, als sie das Kraftwerk im Dezember für stabil erklärte.

Technische Geräte halten Strahlung nicht stand
„Die Werte sind extrem hoch“, sagte TEPCO-Sprecher Junichi Matsumoto zu „Japan Today“. „Wir müssen spezielle technische Ausrüstung entwickeln, die den hohen Strahlenwerten standhält“, so Matsumoto. Die am Dienstag verwendeten Messgeräte würden unter den derzeitigen Bedingungen höchstens 14 Stunden funktionieren.

Die beiden anderen beschädigten Reaktoren konnten bisher noch nicht genauer untersucht werden. Sie könnten aber in einem noch kritischeren Zustand sein als Reaktor 2. TEPCO teilte indes mit, die neuen Ergebnisse hätten keinerlei Auswirkungen auf die sichere Kühlung der Reaktoren, berichtete die BBC.

Quellen:
Artikel auf „Standard.at“
Artikel auf „Japan Today“
Artikel auf „BBC“

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