ganze Städte müssten evakuiert werden

Eine unveröffentlichte Studie des BfS (Bundesamts für Strahlenschutz) belegt klar und deutlich:

Für einen Atomunfall wie in Fukushima ist Deutschland nicht gewappnet.

Aber noch viel schlimmer sehen wir die Tatsache, dass die deutschen Grenzwerte um ein Vielfaches höher als in Japan sind! Dabei beachte man, dass wir in Deutschland wesentlich dichter besiedelt sind, als in Japan oder gar in Tschernobyl.

Eine Atomkatastrophe würde Deutschlands Helfer überfordern und ganze Städte müssten evakuiert werden, denn die mit radioaktiven Stoffen verseuchten Flächen wären weitaus größer als bislang angenommen!

Das ist eine Katastrophe und sollte uns allen ein Zeichen sein, dass wir jegliche Atomanlagen SOFORT abschalten müssen.
…aber nein, ein AKW wie Grohnde läuft noch rund 10 Jahre auf Vollast!

Eine klare Forderung muss sein, dass Herr Röttgen diese Studie SOFORT freigibt und veröffentlicht!
Es ist ein Hohn an die Bürger, die schon immer mit großer Sorge die Risiken der Atomkraft beachten, und in solch einer Studie offiziell die Bestätigung finden. Doch die Verantwortlichen solch brisante Informationen unterschlagen und Verheimlichen!
Dies ist ein Skandal!!

Wenn der Atomunfall, der sich nach Erdbeben und Tsunami im japanischen Fukushima ereignete, in Deutschland passieren würde, würde der Katastrophenschutz kläglich versagen: Radioaktive Stoffe würden weit größere Räume verstrahlen als bislang angenommen, und ganze Städte müssten evakuiert werden – dies sei „nicht in der Notfallplanung vorgesehen“, heißt es nach SPIEGEL-Informationen in einer bislang unveröffentlichten Studie des Bundesamts für Strahlenschutz.

Die Fachleute des Bundesamts hatten verschiedene Atomunfälle simuliert. Sie kombinierten Wetterdaten aus dem Jahr 2010 für die Kernkraftwerke Philippsburg 2 und das mittlerweile stillgelegte AKW Unterweser mit Unfallverläufen, die denen in Japan vor einem Jahr ähneln. In Deutschland gingen Experten bislang davon aus, dass nur „über mehrere Stunden oder Tage“ radioaktive Stoffe freigesetzt würden.

Das Kraftwerk Fukushima Daiichi blies dagegen mehrere Wochen lang Strahlenstoffe in die Umwelt. „Es ist ein völlig neues Szenario“, sagt Wolfgang Weiss, Vorsitzender des Uno-Strahlenkommittees UNSCEAR.

Deutsche Grenzwerte sind um ein Vielfaches höher als in Japan

Die BfS-Forscher spielten Szenarien über jeweils 15, 25 oder 30 Tage durch. Dabei wurden große Gebiete verstrahlt, für die keine Evakuierungspläne existieren. Menschen bis zu 100 Kilometer vom AKW Philippsburg entfernt dürften ihre Häuser nicht mehr verlassen. In dem Szenario wechselten die Windrichtungen häufig, die Notfallmaßnahmen kämen daher schnell an ihre Grenzen.

Die Studie verdeutlicht auch ein grundsätzliches Problem: In deutschen Notfallplänen gelten sogenannte Eingreifrichtwerte – wenn sie überschritten werden, muss der Staat handeln. Diese Grenzwerte sind um ein Vielfaches höher als die Grenzwerte, welche die japanischen Behörden anwandten.

Kritiker monieren, das Bundesumweltministerium habe die Ergebnisse seit vergangenem Jahr unter Verschluss gehalten. Das Ministerium bestreitet das; die „Annahmen, die der Studie zugrunde liegen“, würden nun geprüft, die Studie selbst werde später veröffentlicht, heißt es in einer Stellungnahme des Ministeriums.

Quelle: Spiegel Online

Wie es um die „Qualität“ und „Nachhaltigkeit“ des Katastrophenschutz bei dem AKW Grohnde aussieht, kann man bei den folgenden Links des Landkreis Hameln-Bad Pyrmont und dem AKW Betreiber schwarz-auf-weiß nachlesen:

Wir hatten zahlreiche Fragen an den Landrat in Hameln geschickt. Die Rückmeldung war zwar gut gemeint, aber befriedigend war das bei weitem nicht. Vielmehr hat es uns aufgezeigt, wie unvorbereitet und ahnungslos die verantwortlichen Stellen mit so einem Risiko umgehen. Das ist skandalös und absolut unverantwortlich!
Wir werden diese Themen sicherlich gern im anstehenden Landtagswahlkampf für Niedersachsen im Laufe des Jahres aufgreifen. Vermutlich werden die Politiker dann auch mehr „Gesprächsbereitschaft“ zeigen.
So wurden z.B. Anfragen zu den tagesaktuellen Messwerten zum AKW Grohnde vom Land Niedersachsen abgewiesen. Dies passt zum einen nicht zur vorgespielten Transparenz und passt ebenso nicht zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen, dass jegliche Informationen den Bürgern zeitnah zur Verfügung zustellen sind. Vielmehr „beißt man bei den Behörden auf Granit“.
Auch diese Themen werden wir gern und in breiter Öffentlichkeit in der heißen Wahlkampfperiode „ausgraben“.
Das Land Niedersachsen mit seinen Volksvertretern, die für die Landtagswahl antreten, werden die Fragen rund um die Atomanlagen, dem Atommüll, der Frage der Endlagerung und die schnelle Umsetzung der Energiewende unausweichlich den Weg in den Landtag plastern.
Das kann man als Drohung, Vorankündigung oder als Anspruch der Bürger in Richtung der Politik werten – jeder wie er mag 🙂

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