Krebs- und Leukaemie-Risiko im Nahbereich vom AKW

Es gibt zu dem Thema der Gesundheitsrisiken im Nahbereich von Kernkraftwerken von heute (04.04.12) einen sehr guten Literaturhinweis der Ulmer Ärzteinitiative. Man hat Studien betrachtet, abgeglichen und die Ergebnisse zusammengetragen.

Dies Arbeit passt zu der in der hamelner Presse ausgeführte Diskussion, angestoßen durch einen Vortrag mit Bürgergespräch durch die Gegner des AKW Grohnde. Dort hatte das IPPNW Mitglied Angelika Claussen sachlich die Probleme und Risiken aufgezeigt. Bei der Rückfrage aus dem Publikum, wie man sich bei der Revision jetzt im April verhalten soll, gab es nur eine plausible Antwort: Wegfahren, raus aus der 100km Zone, in der sich die atomaren Abgase nach Öffenen des Reaktordeckels, abgelassen über die Schornsteine des AKW, verteilen…

Am 5. April 2012 geht es los! Über Ostern ist es ein guter Augenblick, die Region Weserbergland zu verlassen und weit weg die Apriltage zu genießen, ohne die radioaktiv verseuchte Luft!

Literaturhinweis der Ulmer Ärzteinitiative vom 04.04.12

Die Frage nach erhöhten Krebs- und Leukämieraten bei Kindern, die in der Umgebung von Kernkraftwerken leben, beschäftigt die Fachwelt seit bald 30 Jahren. 2007 hatte die Studie zu Kinderkrebs um Kernkraftwerke (KiKK-Studie) in Deutschland bewiesen: Je näher ein Kleinkind an einem Atomkraftwerk wohnt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für das Kind, an Krebs und Leukämie zu erkranken.

Dr. Alfred Körblein, Nürnberg hat über viele Studien einen umfassenden und gut verständlich geschrieben Übersichtsaufsatz verfasst und in der Zeitschrift Arzneimittel- Therapie-Kritik & Medizin und Umwelt veröffentlicht.

Körblein gibt darin auch Erklärungsansätze, wie diese erhöhten Erkrankungsraten ausgelöst sein können, obwohl alle bisher gültigen und offiziellen Abgabe-Grenzwerte eingehalten worden sind. Im Fokus bleiben die Abgaben von radioaktiven Partikeln und Gasen, die schon beim Normalbetrieb der Atomkraftwerke in die Umgebung abgeleitet werden, vor allem in der Zeiten der Brennelemenetwechsel.

Hier das PDF-Dokument dazu verlinkt bei www.marseille-verlag.com

Es bleiben offenen Fragen!

  • Stimmen die Grenzwerte für den Normalbetrieb unserer Atomkraftwerke?
  • Stimmen die Rechen- und Regelwerke, nach denen diese Grenzwerte berechnet worden sind?
  • Schützen diese Grenzwerte uns Menschen oder nur den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke?

Wer beantwortet diese mit welchem fachlichen Hintergrund und auf welchen wissenschaftlichen Grundlagen?

Hilfreich mag auch die Reportage des NRW aus 2010 sein, die versucht haben die Befürworter der Kernkraft mit den Gegnern der Atomkraft abzugleichen. Seht selbst, was in den 45 Minuten Drehmaterial herausgekommen ist. Der Titel der Reportage nimmt das Ergebnis schon etwas vorweg, denn es zeigt sich, es ist eine „Atomlüge“ von den Befürwortern:

„Die Atomlüge“ – NDR Doku – 23.02.2010


Dazu noch einmal der Verweis auf den IPPNW-Film zum Thema Kinderkrebs um Atomkraftwerke:
http://www.youtube.com/watch?v=2PiQTr0noL4

Im Internet zum Thema weitere Informationen:
IPPNW: Kinderkrebs um Atomkraftwerke

Die Internetseite von Hr. Körblein: www.alfred-koerblein.de

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Atommüll, Deutschland, Grohnde, Meldung, Wahlkampf veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s