AKW Grohnde und Krebs und Rufmord…

Die Veranstaltung zum Kinderkrebsrisiko und anderen Probleme mit AKWs im normalen Betrieb ist sehr gut angekommen. Auch war positiv zu beobachten, dass das Ziel erreicht wurde, die Menschen über mögliche Risiken aufzuklären!

Wir wollen aufklären.
Wir wollen auf Probleme und Risiken aufmerksam machen.

Es ist schade, dass die Konzerne -egal ob Atomkonzern oder aus der Lebensmittelindustrie- keinerlei echte Transparenz leben. Sie verschleiern und verheimlichen statt offen und ehrlich mit Problemen umzugehen.

Jeder, der sich einmal den Zeitstrahl der Informationspolitik in Japan nach der Havarie des AKW Fukushima seitens der Politik aber vor allem von TEPCO ansieht, erkennt das Schema: Lügen, Verleugnen, Betrügen, Verheimlichen.
Die Verleugnung findet selbst heute noch statt.

Wäre es denn denkbar, dass ein Konzern wie EON es jemals anders halten würde? Wohl kaum. Wir können definitiv davon ausgehen, dass auch EON wie TEPCO Zwischenfälle zunächst verheimlicht und Risiken herunterspielt. In Deutschland ist EON mit RWE der Repräsentant der Atomlobby. Wer sich die Bilanzen dieser Konzerne genau ansieht, wird feststellen, dass der Anteil der erneuerbaren Energien äußerst gering ist. In der Außendarstellung sieht das natürlich anders aus – manche nennen dies Green-Washing!

Wir haben EON gefragen, warum werden die Messergebnisse alle Messtationen rund um das AKW Grohnde nicht im vollen Umfang veröffentlicht?
Warum werden nicht gerade jetzt bei der Revision in Echtzeit die Werte der Abgase auf der Internetseite von EON veröffentlicht?
Warum werden Anfragen an EON nicht sofort, ehrlich und transparent beantwortet?

Wenn doch alles sicher, toll und super ist, muss EON keine Angst haben, völlige Transparenz zu üben.

Nein! Die Vertreterin der EON hier in Grohnde bezichtigt ehrenamtliche aktive Bürger des Rufmords, aber unterlassen selbst jeglichen Ansatz der Aufklärung.
Statt dessen werden mit horrenden Summen diverse Imagekampagnen und manipulierende Pressearbeit finanziert. Genau das Verhalten zeigt es uns: EON will nicht mit der Wahrheit rausrücken!

Eine der Aktivisten in Hameln, Anne Preuß, hatte an die regionale Presse einen Leserbrief geschickt, der diesen Zielkonflikt auf den Punkt bringt:

Strahlenbelastung ist niedriger als beim Fliegen
Nicht die AKW- Gegner sind für die erhöhte Strahlung bei Revisionen von Kernkraftwerken und für die 230 bisher meldepflichtigen Störfälle in Grohnde verantwortlich, sondern der Kraftwerksbetreiber Eon und alle politisch Verantwortlichen, die den Betrieb von Grohnde weiter zulassen bzw. bis 2021 verlängert haben.

Nicht die AKW- Gegner sind für den Krebs verantwortlich, sondern sie bemühen sich ehrenamtlich um Aufklärung, Information und natürlich auch um die Frage: Wie wollen wir in Zukunft mit weniger Energie leben, was ist wichtig für ein sinnerfülltes Leben ohne Atomenergie?

AKW-Gegner des Rufmords zu bezichtigen ist quasi das letzte Mittel aus der Ewig-Gestrigen-Kiste. Offenheit und Transparenz, das wären Grundprinzipien verantwortlichen Handelns.

Der einfache Bürger aber muss die Homepage suchen: http://www.bfs.de/de/kerntechnik/ereignisse/berichte_meldepflichtige_ereignisse/monatsberichte.html

Natürlich ist es Eon nicht Recht, wenn alle Menschen erfahren, was wirklich im AKW passiert. Es waren nicht nur zwei defekte Brennelemente im Frühjahr 2011: Beim Herunterfahren zur Revision am 20.11.2011 gab es fehlerhafte Schaltungen und am 4.12.2011 führten beim Wiederanfahren defekte Hauptkondensatpumpen zur Temperatur- und Druckerhöhung und damit verbunden zur Reaktorschnellabschhaltung – in Grohnde!!

Klingt nach Fukushima. Und wer nicht auf die Daten von Eon zur Strahlung vor und bei der Revision ab 5.4.2012 warten will, kann unter odlinfo.bfs.de selbst nachlesen.

Anne Preuß, Hameln

Die Kritiker des AKW Grohnde und Kritiker der Kernkraft und die Kritiker zu Fragen der Zwischen- und Endlagerung von dem Atommüll aus der Vergangenheit wie aus der Zukunft werden in den nächsten Monaten viele Fragen stellen!
Diese können die AKW Betreiber und das Land Niedersachsen beantworten. Gerade die Volksvertretung in Hannover sollte sich bewußt sein, dass sie im Namen der Bürger handeln und durch die Bürger in die Positionen, die sie derzeit bekleiden, gewählt wurden. Die Konfrontation mit dem Bürger löst das Spannungsverhältnis nicht. Der neue Umweltminister in Niedersachsen ist immer gern eingeladen, mit den aktiven Bürgern der Region Hameln/Lippe zu sprechen. Er sollte aber die Ordner und Unterlagen nicht vergessen, die beweisen, wie sicher und sauber das AKW Grohnde ist. Lügen und Desinformation werden schnell erkannt und öffentlich aufgearbeitet.

Wir bestehen auf die Energiewende, die uns in 2000 Rot/Grün und jetzt in 2011 Schwarz/Gelb versprochen hat!
Bisher ist nicht sehr viel passiert, außer, dass man die wesentliche Solarförderung zusammengestrichen hat und obwohl der Strompreis an der Strombörse weiter fällt, die Bürger immer tiefer in die Tasche greifen sollen!

Neben den Risiken des AKW Betriebs, ist auch der Katastrophenschutz ein ungemein wichtiges Thema. Bisher kann man dem Land Niedersachsen, dem Landkreis, wie auch dem Betreiber des AKW Grohnde die deutliche Note „6 minus“ bescheinigen. Es ist ein Witz, was hier dem Bürger als Schutz im Falle eines AKW Zwischenfalls verkauft wird!
Auch hier sollte sich die Politik in Niedersachsen ernsthafte Gedanken machen, und zeigen, was sie in den 12 Monaten nach Fukushima an Aufarbeitung des Themenfeldes geleistet haben. Bisher kann man keine Ergebnisse sehen, aber wir sind mit den verunsicherten Bürgern sehr gespannt!

Wir erinnern uns, es sind 2013 Wahlen in Niedersachsen, dem Atomklo der Bundesrepublik.
Wir erinnern uns, es gibt zahllose Problemfelder resultierend aus der friedlichen Nutzung der Atomkraft, gerade hier in Niedersachsen.

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