Kein Steuergeld für Atomkraft

Während unsere Bundesminister Röttgen und Rösler die Solarförderung kappen, fordern Großbritannien, Tschechien und Polen, unsere Steuergelder für die Subventionierung der Atomkraft zu verwenden.
Ihre Begründung: Es handle sich bei Atomkraft wie bei den erneuerbaren Energien um eine emissionsarme Technologie.

Gefordert wird nicht nur die Förderung von AKW-Neubauten, auch der Verkauf von Atomstrom soll europaweit subventioniert werden. Frankreich, das zunächst als viertes Land genannt war, hat einen derartigen Vorstoß inzwischen dementiert.

Am morgigen Freitag findet in Dänemark ein Ministertreffen statt, bei dem über den Vorstoß auf Anerkennung der Atomkraft als klimafreundliche Energieform beraten wird. Mitte Juni soll dann ein „EU-Energiefahrplan 2050“ vorgelegt werden, der richtungsweisend für eine künftige EU-Energiepolitik sein wird.

Beabsichtigt ist bislang, dass die Atomkraft europaweit nach wie vor wichtiger Bestandteil im Energiemix bleiben soll. Die Ankündigungen von EU-Energie-Kommissar Oettinger und Außenminister Westerwelle weisen einen deutlichen Weg: Vor nationalen Alleingängen in der EU-Energiepolitik wird gewarnt, stattdessen werden gemeinsame europäische Lösungen angemahnt.

Wir sind gespannt, ob sich die Minister wirklich trauen, die riskante und teure Atomkraft den Erneuerbaren gleichzustellen und diese Option tatsächlich in den EU-Fahrplan einbringen wollen. Damit würde der Weg in die alternativlose, weil einzig nachhaltige Energieversorgung aus den Erneuerbaren verbaut. Und der deutsche Atomausstieg würde damit ad absurdum geführt.

Quelle: Umweltinstitut e.V. http://www.umweltinstitut.org

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