Merkel trifft Energiebranche zu Spitzengespräch

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trifft am Mittwoch dem 2. Mai gegen 16.30 auf die führenden Branchenvertretern der Energiebranche. Es geht um die Probleme bei der Umsetzung der Energiewende.

An dem Treffen im Kanzleramt sollen unter anderem Spitzenvertreter von RWE, EON, Siemens und des Stadtwerkeverbunds Thüga teilnehmen.

Neben Problemen beim Netzausbau soll es vor allem darum gehen, welche konventionellen Kraftwerke die Stilllegung von neun Atomkraftwerken bis 2022 auffangen könnten.

Interessant, dass Vertreter der „ökologischen Energien“ nicht dabei sind, wobei doch die Energiewende genau den Zweck hat, die konventionellen sowie Atomkraftwerke abzuschalten!
Diese Ausgrenzung darf man wohl als klaren Affront gegen die Anbieter und Produzenten von „sauberen“ Strom werten. Es zeigt klar die Ausrichtung der aktuellen Politik, immer nur die großen Konzerne zu stärken – genau dass, was mit dem faktischen Abschaffen der Solar-Subventionen forciert wird. Dies geht auf Kosten des „kleinen Mannes“ und sichert den Konzernen die Profite.

Bisher gibt es kaum Pläne für neue Gaskraftwerke. Da es einen Einspeisevorrang für Wind- und Solarstrom gibt, ist bei immer mehr Ökoenergie unklar, ob sich eine Milliardeninvestition in ein Gaskraftwerk rechnet. Denn bisher ist nicht absehbar, wie viele Stunden das Kraftwerk pro Jahr Strom produzieren kann. Doch muss man sich fragen, ob wir wirklich auf den Energielieferaten Gas setzen sollten und damit die Abhängigkeit in den endlichen Rohstoff Gas und Ländern wir Russland stärken sollten.

Daher wird im Kanzleramt überlegt, wie sich der Energiemarkt neu gestalten lässt, damit es neben dem Ausbau der Ökoenergien auch weiterhin genug Energie gibt, die in ihrer Produktion zu hundert Prozent planbar ist und Windflauten oder fehlendes Sonnenwetter auffangen kann. Das auf zwei Stunden angesetzte Treffen ist informeller Natur, daher ist kein öffentliches Statement der Kanzlerin geplant – schade eigentlich!

Trotz der Unklarheiten gibt es dieser Tage Angebote für Gewerbetreibende, sich für 3 Jahre an Billigstromangeboten zu binden. Ist schon merkwürdig, dass man dort billigen Strom mit Laufzeiten über 3 Jahren anbietet, während die übrigen Bevölkerung dreist abgezockt wird…
Dies Angebot ist öffentlich einsehbar, was wir „normalen“ Bürger aber nicht direkt mitbekommen, sind die Sonderpreisregelungen der Energiekonzerne und Stadtwerke mit Unternehmern und Großbetrieben. Durch die billige Energie sieht man dort selten die Bestrebungen, Energie einzusparen – doch genau dort fallen die großen Strom- und Energieverbräuche an. Welche der Industriehallen ist gut gedämmt? Welche der elektrischen Anlagen in z.B. Produktionsbetrieben ist energieeffizient ausgelegt? Welche Büros sind auf Stromsparen ausgerichtet?

Quellen:
Greenpeace
DEGAS Energiespartipps für Büros
Angebot aus England per eMail an Gewerbetreibende in Deutschland

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