Jetzt ist es amtlich!

Das niedersächsische Ministerium bestätigte die von den Atomkraftgegnern vermutete höhere Strahlung während der jährlichen AKW-Revisionen. Damit ist dies Fakt und amtlich bestätigt.
Es fehlen nun noch die konkreten Zahlen, was während einer Revision abgelassen wird.

Die regionalen Aktivisten hatten in Hameln Anfang 2012 einen Vortrag organisiert, in dem über die Krebsrisiken gerade bei Kindern und der radioaktiven Strahlung durch Revisionen informiert wurde. Im Nachgang gab es viele Diskussionen, auch EON brachte sich ein und dementierte bzw. verharmloste die Strahlungsabgabe beim Öffnen des „Reaktordeckels“.

Organisationen wie IPPNW oder das Umweltinstitut in München haben dies schon vor vielen Jahren heraus gefunden und darüber informiert. Es ist schade, dass solche Informationen erst jetzt ernst genommen werden und in die breite Öffentlichkeit getragen werden.

So schreibt die regionale DEWEZET am 13. Juni 2012:

Was Atomkritiker schon länger befürchte, hat das niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz nun bestätigt: Die Strahlenbelastung im Umfeld des AKW Grohnde steigt während der jährlichen Revision mit Brennelementewechsel an.

Das geht aus der Antwort der Atomaufsichtsbehörde auf eine parlamentarische Anfrage des Landtagsabgeordneten Christian Meyer von den Bündnisgrünen aus Holzminden hervor. Die Interpretation der höheren Strahlenbelastung fällt unterschiedlich aus. Das Ministerium verweist darauf, dass in den vergangenen Revisionen die in der Genehmigung für das Kernkraftwerk Grohnde festgelegten Grenzwerte der Aktivitätsabgaben eingehalten worden seien. Meyer wertet die Zahlen hingegen kritischer. „Der starke Anstieg der Strahlenbelastung insbesondere bei kleinen Kindern ist besorgniserregend“, meint der Abgeordnete. Die These, dass während der Revision besonders viele radioaktive Stoffe an die Umgebung abgegeben werden, scheint zu stimmen.“

Wir sehen in der Anfrage der Grünen auch einen wichtigen Schritt. Es ist eine gut Unterstützung. Doch wir wissen, es sind im Januar 2013 Wahlen in Niedersachsen. Warum haben die Grünen das Jahre alte Thema erst jetzt auf Druck der Atomkraftgegner aufgegriffen?
Man muss „Reaktionen“ im Wahlkampf mit den üblichen Werbeversprechen gegenüber der ernsthafte „Eigenmotivation“ unterscheiden lernen. Wir nutzen diesen Wahlkampf, um aus „Werbeversprechen“ reale, messbare Aktivitäten abzuleiten.

Quelle: http://www.dewezet.de/portal/lokales/aktuell-vor-ort/weserbergland_Ministerium-bestaetigt-Hoehere-Strahlung-waehrend-AKW-Revision-_arid,436417.html

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