Presse Echo – Katastrophenschutz

Es gab zum angeblich überarbeiteten Katastrophenschutzplan zwei Pressemitteilungen, dass die Auslegungszeit nicht angemessen ist und im Ganzen das Verfahren eher den Eindruck macht, die Änderungen zu verheimlichen.

Zwei Teilnehmer der Regionalkonferenz haben sich Einblick verschafft. Allein mit den beiden Einsichten war das Amt sichtlich überfordert und ebenso offen wurde deutlich, dass man keine Einsicht der Bürger wünscht. Doch muss man sich im Klaren sein, dass so ein Plan für eine Katastrophe EXTRA für den BÜRGER da ist. Hier geht es um das Wohl, Gesundheit, Leib und Leben der Menschen, die bei einer Katastrophe direkt betroffen sind. Aber auch um die Bürger/innen, die im näheren Umkreis (bis 100 km) auch indirekt betroffen sind.

Es gibt eine aktuelle Studie, die das Amt für Strahlenschutz als obere Behörde in Auftrag gab und seit einigen Wochen auch veröffentlicht wurde. Es steht deutlich die Frage im Raum, warum sich die Korrekturen an dem Plan für das AKW Grohnde nicht an dieser Studie orientiert? Arbeiten die Behörden bei solch sensiblen und wichtigen Aufgaben nicht zusammen?

In Summe haben die Atomkraftgegner und besorgten Bürger eher den Eindruck, dass die Sicherheit von fast 8 Mio Menschen im Großraum um das AKW Grohnde in den Händen von Dilettanten liegt. Unfassbar erschrocken und unglaublich enttäuscht zeigten sich die beiden, die sich mit dem ausliegenden Plan und der Vorgehensweise der Behörde konfrontiert sahen.

Ein klares Fazit aus den Anfragen bei den Landkreisen und der Einblicknahme ist, dass die Behörden auch nach Fukushima nichts gelernt haben. Es zeigt sich vielmehr, es wird noch immer verharmlost und verheimlicht. So können und dürfen wir nicht mit so einer Hochrisikotechnologie umgehen. Jeder kleine Unternehmer wird mit voller Härte auf Sicherheit getrimmt, keine Pommesbude kann auf machen, ohne eine absolute Absicherung zu gewährleisten. Und bei einem AKW wird auf Sicherheit kein Wert gelegt?

Wir freuen uns, dass die Medien das Thema aktuell aufgegriffen haben und neben den Aktivisten der Regionalkonferenz ebenso hartnäckig geforscht und gefragt haben. Das ist wichtig in einer Demokratie, bei der die Menschen mit ihren Sorgen und Problemen nicht allein gelassen werden dürfen. Der Staat mit seinen Behörden hat eigentlich nur den einen Zweck, den Bürgern ein sicheres und mit Wohlstand gesichertes Leben zu bieten. Der Staat und seine Behörden, bis hin zu den Landkreisen und Stadtverwaltungen wie auch den Stadtwerken, sind die Dienstleister für die Bürger!

Folgend unser Presseüberblick der letzten Tage

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Eine Antwort zu Presse Echo – Katastrophenschutz

  1. Pingback: Robin Wood » AKW Lingen – Entwurf Katastrophenschutzplan online

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