Nichts gelernt aus der Fukushima-Katstrophe!

Katastrophenschutz – Weiträumige Evakuierungen nicht vorgesehen!
Nichts gelernt aus der Fukushima-Katstrophe!

Eine erste Sichtung der Katastrophenschutzpläne des Landkreises Hameln durch besorgte Bürger hat ergeben, dass der neue Katastrophenschutzplan keine wirkliche Aktualisierung mit den Erfahrungen aus Fukushima und aus der Studie des BfS bedeutet. Die Atomkraftgegner der Regionalkonferenz „Grohnde abschalten“ sind verwirrt. Es sind bereits 16 Monate seit dem Unglück in Japan vergangen und die Behörden haben es nicht geschafft, die kritischen Punkte in den Planungen für die Sicherheit der Bürger zu prüfen und zu verbessern?

  • Evakuierungsradius weiterhin 10 km
    Ursache ist, dass die Erfahrungen aus der Fukushima-Katastrophe, auf die das BfS in seiner Studie vom 19.04.2012 hingewiesen hat, ignoriert werden. Während die Katastrophenschützer in Deutschland bei einem Wert von 100 Millisievert, summiert auf 7 Tage, evakuieren wollen, legte die japanische Regierung hingegen einen Richtwert von 20 mSv fest. Das würde bei Berücksichtigung in Deutschland zu einer drastischen Vergrößerung des bisherigen Evakuierungsgebietes (10 km Umkreis) führen.
  • Verteilung von Jodtabletten jetzt im Radius von bis zu 100 km
    Neu ist, dass jetzt Jodtabletten nicht nur im 25 km Umkreis, sondern im Umkreis von bis zu 100 km verteilt werden sollen. Diese Veränderung wurde jedoch schon unter dem Umweltminister Trittin (2004) angestoßen und erst jetzt vom Landkreis umgesetzt. Das sind fast 10 Jahre, bis die Behörden reagieren – dies unter der Beachtung der massiven Gefährdung der Bürger durch die atomare Verstrahlung bei ZWischenfällen jeglicher Art am AKW, dass nun schon am Ende seiner geplanten maximalen Laufzeit ist.
  • Wo werden die Jod-Tabletten aufbewahrt und wie werden sie verteilt?
    Im Jahr 2004 wurde in Deutschland der Altbestand der Jod-Tabletten gegen neue mit anderer Dosierung ausgetauscht. 137 Millionen Tabletten mit dem Handelsnamen „Kaliumiodid `Lannacher´ 65 mg-Tabletten“ sind nun bundesweit an sieben zentralen Standorten gelagert:

    • Neumünster, Schleswig-Holstein
    • Cloppenburg, Niedersachsen
    • Wunstorf, Niedersachsen
    • Würzburg, Bayern
    • Roding, Bayern (Nähe Regensburg)
    • Kempten, Bayern
    • Eggenstein-Leopoldshafen, Baden-Württemberg (Nähe Karlsruhe)

    Beschafft wurden für den 25-km-Umkreis Haushaltspackungen mit 20 Tabletten und für den 25-100-km-Umkreis Packungen mit 6 Tabletten. 1 Tablette enthält 65 Milligramm Kaliumjodid. Hersteller ist die österreichische Firma „Lannacher“ (Jodblockade.de)

  • Bisher existiert keine Auslage der Katastrophenschutzpläne in NRW
    mit Ausnahme Steinfurt betroffen von einem Unfall im AKW Lingen.
    Wir fragen den NRW – Innenminister Ralf Jäger (SPD): Ist die Auslage der Pläne überhaupt vorgesehen?
    Wenn ja, wann und wie?

Daher haben wir eine klare Forderung:

Wenn wir die Bürger nicht ausreichend geschützt können, dann muss ein AKW wie Grohnde abgeschaltet und stillgelegt werden!

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