Wir bleiben nicht zuhause, wenn die MOX-Brennelemente kommen

Anti-Atom-Gruppen aus der Regionalkonferenz Grohnde-Abschalten, wie das Anti-Atom-Plenum Weserbergland, planen Aktionen gegen die angekündigten Transporte von plutoniumhaltigen Mischoxid-MOX-Brennelementen. Diese sollen zum AKW Grohnde im September und November kommen.

Nach Bekanntwerden der Planungen für die Transporte in der zweiten Septemberhälfte und im November berieten die Atomkraftgegner über angemessene Reaktionen.

Seit 2009 informiert das Plenum aus Hameln über die besonderen Gefahren von Transport und Einsatz von MOX-Brennelementen. Demonstrationen 2010 und 2011 in Hameln, Emmerthal und am AKW Grohnde selbst sorgten mit dafür, dass die erhöhten Risiken bis jetzt abgewendet werden konnten.

Spätestens seit der Katastrophe von Fukushima ist bekannt, dass die Gefahren und Auswirkungen eines Super-GAU’s durch Plutonium erheblich verstärkt werden. Auch die zur Zeit ausgelegten Katastrophenschutzpläne legen offen, dass ein sinnvoller Schutz der Bevölkerung nicht möglich ist und absolut unzureichend auf das Risiko wirkt.

Wir bleiben nicht Zuhause, wenn die MOX-Brennelemente kommen“ erklärte Bernd Schlinkmann vom Plenum in Hameln und Pressesprecher der Regionalkonferenz. „Wir planen am Sonntag, den 9. September im Zusammenhang mit dem bundesweiten Filmstart Das Ding am Deich (zum Widerstand gegen das AKW Brokdorf) im Hamelner Kinocenter eine Mahnwache vorm AKW.“ Weiter erläutert Schlinkmann „und für den Tag X im September und November haben zahlreiche Atomkraftgegner Aktivitäten angekündigt.“

Auch wird die Politik auf den Plan gerufen. In Niedersachsen steht in der Zeit die Hochzeit im Wahlkampf auf dem Plan, so dass sich die Politiker kaum dem Thema und einem Eingreifen entziehen können. Niedersachsen ist das Atomklo der Bundesrepublik, nach Gorleben und der Asse dürfte nun auch Grohnde immer mehr in den Fokus rücken. Allein mit der Pressearbeit um die aus dem Jahre 2009 nun ausgelegten Aktualisierungen der Schutzpläne hat Grohnde eine große Aufmerksamkeit erfahren.

Der 9. September ist wieder ein Tag, an dem die Presse und die Medien, aber auch die Bürger, sich der Gefahr der Atomkraft bewußt werden dürfen. Dazu haben die Aktiven der Regionalkonferenz zahlreiche Maßnahmen zur Information der Bürger und anderer Aktivitäten in der Zeit zum Jahreswechsel geplant. Im Grunde ist uns EON nun mit der MOX-Lieferung eine willkommene Hilfe, dem AKW Grohnde den Gar auszumachen und eine sofortige Abschaltung zu bewirken.

Der Kreis der Unterstützer für eine schnelle Stilllegung wird immer größer. Zu den Aktivisten werden nicht nur besorgte Bürger im Raum Hameln zählen, bundesweit regt sich der Protest. Vom Norden, wo die Brennstäbe im Hafen auflaufen, bis runter zum AKW – aber auch in NRW und die vielen anderen Atomkraftgegner werden sich berufen fühlen, den Protest zu stärken, für eine schnelle Energiewende und gegen die unsägliche Atomkraft. Mit Gorleben der letzten Jahre haben viele der Aktivisten einen guten „hilfreichen Erfahrungsschatz griffbereit“…

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