Die Plutoniumfabrik in Sellafield + radioaktive Hotspots

Immer wieder wird uns „einfachen“ Leuten erzählt „Alles ist gut, keine Problem, Atomkraft ist das sauberste was wir an Energieversorgung zu bieten haben“. Lächerlich!

Lest einfach mal etwas über die Probleme in England mit der dortigen Wiederaufarbeitungsanlage. Da ist überhaupt nichts in Ordnung! Da werden mal so eben jeden Tag 9 Mio Liter radioaktive Suppe ins Meer abgelassen. 9.000.000 Liter – JEDEN TAG!

Das ist ein Skandal!
Mit solchen Unternehmen, wie dem Betreiber das Atomanlagen in Sellafield, darf man keine Geschäfte mehr machen! Da werden Menschen ohne Skrupel vergiftet und verseucht – und keiner tut etwas dagegen.

Auch in Frankreich gibt es so eine Wiederaufbereitungsanlage. Dort gibt es die selben Probleme, alles ist radioaktiv verseucht. Jeder unserer Atomstaaten hat so eine Anlage, denn dort werden die Rohstoffe für die Atombomben „herausselektiert“. Nicht ohne Grund ist alles, was in Frankreich etwas mit Atomkraft zu tun hat staatlich und ist dem Militäraparat angeschlossen.

Hier ein sehr informativer Artikel über die aktuellen Probleme mit den Atomanlagen um Sellafield. Von dort kommen die MOX-Plutonium-Brennstäbe für Grohnde. D.h. EON und die Bundesrepublik Deutschland sind mitverantwortlich für die Verseuchungen dort in England, solange sie dort durch Verträge Atommaterial hinschaffen oder es abholen.

An den Stränden entlang der britischen Küste vor den Plutoniumfabriken von Sellafield sind in den Jahren 2010/11 insgesamt 383 radioaktive Hotspots gefunden worden. Diese Hotspots bestehen aus radioaktiven Partikeln oder auch Steinen.

Seit 2006 werden die Strände in der Nähe der Plutoniumfabriken rund um Sellafield überwacht. Insgesamt sind seit dem Beginn der Überwachungen 1.233 Hotspots gefunden worden. Das berichtet der Guardian in seiner Ausgabe vom 4. Juli 2012.

Während die britischen Betreiber der Wiederaufarbeitungsanlage und weiterer Plutoniumfabriken betonen, dass das Risiko von Erkrankungen durch die Hotspots sehr gering sei, müssen sie aber doch eingestehen:

Sie können nicht ausschließen, dass radioaktive Hotspots bei den Überprüfungen übersehen werden. Entweder, weil sie schlicht nicht entdeckt werden oder auch weil sie etwas zu tief in den Sand eingedrungen sind. Dadurch besteht das Risiko von Krebserkrankungen, sollten diese Partikel eingeatmet oder herunter geschluckt werden. Dabei handelt es sich scheinbar um Alpha-Strahler, was darauf hindeuten kann, dass sich in den Hotspots Plutonium befindet.

Bereits im Jahr 2006 berichtete Greenpeace von radioaktiven Verseuchungen nicht nur auf dem Gelände der Plutoniumfabriken, sondern auch entlang der Strände:
“Heute ist Sellafield eine verseuchte Region – ein schleichendes Tschernobyl. Pro Tag leitet die Anlage rund neun Millionen Liter radioaktive Abwässer in die Irische See ein. Kinder und Jugendliche aus Sellafield erkranken zehnmal häufiger an Blutkrebs als im Landesdurchschnitt. Spuren von Plutonium und Strontium fanden sich in den Zähnen von Jugendlichen. Tote Tauben aus Sellafield strahlten nach Greenpeace-Messungen derart, dass sie als Sondermüll zu gelten hatten.”

Die britische Umweltbehörde hatte die regelmäßigen Untersuchungen an den Stränden 2003 angeordnet. Insgesamt werden sieben Strandabschnitte überwacht, die sich in der Umgebung der Pipeline befinden, mit der die Plutoniumfabriken radioaktiv belastetes Wasser in die Irische See einleiten. Seit Aufnahme der Überwachungen sind noch nie so viele Hotspots wie jetzt gefunden worden!

Warnschilder sind an den Stränden rund um Sellafield nicht aufgestellt.

Auch von einer Sperrung der Strändewie sie die Umweltorganisation CORE fordert – wollen die Behörden nichts wissen.

Im Gegenteil: 2010 wurde bekannt, dass die Umweltbehörde zugestimmt hatte, dass Monitoring in den Ferienzeiten auszusetzen. Dadurch sollen Touristen nicht erschreckt werden!

An zwei weiteren Standorten von Atomanlagen in Großbritannien sind die Strände ebenfalls radioaktiv belastet. An diesen Orten sind Warnschilder angebracht bzw. sind die Strände für Menschen gesperrt.

Einer der Strände ist in der Nähe des schottischen Dounray, ebenfalls ein Plutonium-Standort.

Der Guardian berichtet:
“Tens of thousands of radioactive fuel fragments escaped from the Dounreay plant between 1963 and 1984, polluting local beaches, the coastline and the seabed. Fishing has been banned within a two-kilometre radius of the plant since 1997.”

Ein weiterer Strand ist der Dalgety Bay in Fife. Im letzten Oktober ist der Strand aufgrund hoher radioaktiver Belastungen gesperrt worden. Dort gibt es eine hohe Radiumbelastung, die aus alten Militärflugzeugen stammt, die dort abgewrackt lagern. Auf der genannten Seite heißt es:
“People have been barred from an area of foreshore at Dalgety Bay in Fife after dangerous levels of radioactive pollution were found there. The Scottish Environment Protection Agency discovered a highly radioactive lump of metal near a public footpath at the weekend, and yesterday Fife Council cordoned off the area and erected warning signs.

This is the first time such drastic action has been taken to protect the public from radioactive contamination at Dalgety Bay. The pollution comes from the radium on old military aircraft dials that were burnt and dumped as landfill.”

Quelle:
http://umweltfairaendern.de/2012/09/plutoniumfabriken-sellafield-radioaktive-hotspots-am-strand/

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