Mangelnde Sicherheit der MOX-Fähre

Schottische Bürgerinitiative beklagt mangelnde Sicherheit der MOX-Fähre

Die schottische Bürgerinitiative Cumbrier gegen eine radioaktive Umwelt/ „Cumbrians Opposed to a Radioactive Environment“ beklagt in einer Pressemitteilung die mangelnde Sicherheit der MOX-Fähre „Atlantic Osprey“, die plutoniumhaltige Brennelemente von Sellafield nach Nordenham transportieren soll.

Die Atlantic Osprey liegt seit Freitag, dem 7. September im Hafen von Workington, nachdem es eine Sendung mit belgischen Atommüll aus Dounreay (Nordschottland) nach Antwerpen transportiert hatte.
Das Schiff wartet auf die Ladung und Abfahrt nach Deutschland.

„Maritime Sicherheit durch britischen Plutonium Reederei gefährdet

Der MOX-Brennelemente-Transport von Sellafield an den kleinen deutschen Hafen von Nordenham bei Bremerhaven erfolgt mit dem alternden Schiff „Atlantic Osprey“. Das Schiff gehört der Nuclear Decommissioning Authority (NDA), eine staatliche Gesellschaft, die für die Stilllegung kerntechnischer Anlagen zuständig ist.

Anti-Atom-Aktivisten in Deutschland sind in Alarmbereitschaft. Einzelheiten des Transports gehen aus einem Brief hervor, der den Behörden in Nordenham übergeben wurde. Daraus geht hervor, dass das Energieunternehmen EON -Besitzer des MOX-Brennstoffs- die MOX Sendung für ‚der zweiten Hälfte des September nach Grohnde bringen lassen will. Das BfS hat dies im Frühjahr 2012 genehmigt.

Die Verwendung des Atlantiks Osprey für die deutsche Transport wurde durch INS zu einer lokalen Ausschusssitzung in Barrow-in-Furness am 17. Juli dieses Jahres bestätigt, obwohl alle anderen Details aus Sicherheitsgründen vorenthalten wurden.

The Atlantic Osprey, 1986 erbaut, ist ein Roll-on-roll-off Fähre. Sie wurde aus dritter Hand von British Nuclear Fuels plc (BNFL) 2001 gekauft und umgebaut, um radioaktiven Materialien zu befördern. In der britischen Flotte von nuklearen Frachtschiffen, ist das Atlantic Osprey das einzige Schiff, dass nicht für Atomtransporte gebaut wurde und hat das eigentliche „Lebensalter“ überschritten. Eines seiner Schwesterschiffe wurde bereits verschrottet. D.h. man transportiert mit Schiffswracks hoch giftige und radioaktive Stoffe!

Anders als seine Schwesterschiffe, die bisher höchst umstritten MOX Lieferungen aus Frankreich und Großbritannien nach Japan unternommen haben, hat die „Atlantic Osprey“ keine Doppelwand, sie hat auch nur einen einzigen Motor und ist nicht mit Kanonen ausgestattet, um Terroristen abzuschrecken.
Wegen seiner wechselvollen Geschichte als Nuklear-Schiff, mit Maschinenraum-Feuer und Pannen auf See, räumt eine aktuelle INS Beurteilung (2010) der Atlantiks Osprey nicht nur eine reduzierte „öffentliche Akzeptanz und politische Glaubwürdigkeit“ für den Transport der Kategorie 1 Kernmaterial ( Plutonium MOX-Brennstoff) auf dem Schiff ein, sondern gibt auch zu, dass französische Sicherheitsbehörden Vorbehalte gegen die fortgesetzte Nutzung der „Atlantic Osprey“ für solche Kategorie 1 Ladungen geäußert hatten.

Die Einschätzung wird auch bestätigt durch die Entfernung des Ortungssystems, das gebraucht wird, falls das Schiff sinkt. Als es Pläne gab, die „Atlantic Osprey“ in der nahen Zukunft zu verschrotten oder zu verkaufen, wurde das Ortungssystem in das 25-jährige Schiff Oceanic Pintail (ex Pacific Pintail) nachträglich eingebaut.

CORE-Sprecher Martin Forwood sagte am Mittwoch:

„Trotz seiner offensichtlichen Mängel und den Französisch Vorbehalte, erscheint INS auf Teufel komm raus diese MOX-Brennelemente nach Deutschland transportieren zu wollen, auf einem aus dritter Hand gekauften Schiff, ein Schiff mit der „zweiten Klasse“ Sicherheit und nur mit der „erstklassige PR“ von INS“.

Brennelemente über die notorisch schlechte Straße von West Cumbria und unter schwer bewaffnet Eskorte des Schiffes regelmäßig in den Hafen Workington oder ihren satzungsmäßigen Hafen von Barrow-in-Furness transportiert.

Jeder der MOX-Brennelemente enthält rund 17 kg Plutonium, so es sind mehr als 264 kg erstklassigen Materials für Terroristen zum Bau einer Atombombe. Der Transport von 8 der MOX-Brennelemente ist für September geplant. Es verbleibenden acht Brennelemente für den Transport im November. Alle 16 sind für das AKW Grohnde.

Der CORE-Sprecher fügte hinzu:

„Die Verbringung solchen höchst gefährlichen Kernmaterials sollte nie einem Schiff anvertraut, dessen Verfallsdatum abgelaufen ist. Es wurde vor kurzem in der schottischen Presse als „Rost-Eimer“ beschrieben. Angesichts der bekannten und Sicherheitsschwächen, die nun auch den offensichtlichen Mangel des lebenswichtigen Ortungssystem für gesunkene Schiffe, mit dem Atlantic Osprey für den deutschen MOX-Tranport ist ein Paradebeispiel dafür, dass die Atomindustrie Profit vor Sicherheit setzt. Der gesunde Menschenverstand sagt, dass diese Pläne sofort aufgegeben werden sollten „.

Die 16 MOX-Brennelemente für das AKW Grohnde in Deutschland wurden in Sellafield von der inzwischen geschlossen MOX Fabrik (SMP) zwischen 2007 und 2011 hergestellt. Die Schließung war das Spiel vor dem letzten Vorhang eines glücklosen und kostspielige Sellafield-Engagement in die MOX-Produktion. Seit Jahren weiß man in der Atom-Branche, dass MOX keine Zukunft hat.

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