Toller Erfolg am Aktionstag 9. September

Die regionale Anti-Atom Gruppe aus Hameln wie auch die Regionalkonferenz „Grohnde-Abschalten“ sind zufrieden.

Mehrere hundert Menschen demonstrierten mit Fahrrädern, Traktoren und PKW gegen die beabsichtigten Transporte von MOX-Brennelementen.

Das Kino war fast voll
Die besondere Filmvorstellung „Das Ding am Deich“ am Sonntag ab 12 Uhr war gut besucht. Die Kinoleitung war zufrieden „In der Zeit ist das Kino sonst leer, heute war hier richtig was los, sehr emotional – toll“, so Adriano Antico, Leiter des hamelner Kinos.
Vor und im Kino konnten sich die Besucher und Passanten über Atomkraft, die MOX-Transporte und die Energiewende informieren. Nach dem Film gab es eine angeregte Diskussion mit den Leuten „vom Film“, Jochen Stay von .ausgestrahlt und Vertretern des Anti-Atom-Plenum Weserbergland.

Fahrzeugkorso von Hameln zum AKW Grohnde
Mit weit über 70 Fahrzeugen und unzählbaren Fahrrädern fuhren um 14:30 Uhr Atomkraftgegner Richtung AKW Grohnde.
„Wir hätten niemals mit so einem großen Aufgebot gerechnet“, so der Organisationsleiter Bernd Schlinkmann.

Kundgebung vor dem AKW Grohnde
Auf der abschließenden Kundgebung vor dem AKW begrüßte Anne Preuß vom Anti-Atom-Plenum Weserbergland die Teilnehmer. Bernd Schlinkmann überbrachte die Grüße der Atomkraftgegner aus der Wesermarsch, die zeitgleich in Nordenham mit einer Fahrradtour und „Hafen-Erkundung“ gegen die MOX-Transporte von Sellafield nach Grohnde demonstrierten. „Unser Widerstand muss regional, bundesweit und international verbunden sein, um den Energiekonzernen und sie unterstützende Regierungen entgegenzutreten.“

Tobias Darge erklärte die besondere Gefahr, die von MOX-Transporten und ihrem Einsatz ausgehen und berichtete über die unzureichenden Katastrophenschutzpläne. Er machte deutlich, dass es für Atomtransporte überhaupt keine Schutzpläne für den Katastrophenfall gibt. Wenn man sich die LKW-Strecke der MOX-Transporte anschaut, gibt es zahlreiche Gefahrenzonen, die womöglich nicht so abzusichern seien, dass der MOX-Transport mit der gebotenen Sicherheit für Natur und Menschen durchgeführt werden darf. Ebenso ist das Transportschiff eine Ruine und wird selbst aus Frankreich für weitere Atomtransporte abgelehnt, so die Information der englische Umweltgruppe CORE.

Geplant war der Besuch einer Delegation aus Japan, die kurzfristig zurück nach Japan fliegen musste. Es wurde unter großer Zustimmung und Applaus die Rede öffentlich verlesen. Es wurden die unhaltbaren Zustände von medialer und staatlich verordneter Lüge, Propaganda und der fatalen Zustände im Gesundheitssystems beschrieben, die noch heute anhalten. Es wird von der Göttinger Gruppe eine Antwort im Namen der Atomkraftgegner der Aktivisten der Demo geben.

Ein Mitstreiter aus Chicago überbrachte die Grüße der amerikanischen Occupy-Bewegung. Am Ende seiner Rede wurde der weltweit bekannte Slogan: „We are 99%“ eingeübt.

Jochen Stay von der bundesweiten Kampagnenorganisation .ausgestrahlt beglückwünschte die Teilnehmer zu ihrem Engagement, das sich im Weserbergland in den letzten Jahren entwickelt hat und sicher bis zur schnellen Stilllegung anhalten werde. Er verwies auf das erhebliche Mobilisierungspotential für den MOX-Transport im November, da es im Wendland eher ruhig bleiben wird.

Am Ende sprach der Landwirt Ulf Allhof-Kramer aus Detmold. Er betonte die Notwendigkeit einen umfassende Veränderung der Energiebasis und Produktionsprozesse, damit eine herannahende Klimakatastrophe abgewendet werden kann und auch noch zukünftige Generationen auf dieser Erde leben können. Wir brauchen keinen weiteren Wachstum, der weit mehr als die verfügbaren Ressourcen dieser Erde in wenigen Jahrzehnten vernichtet. Er berichtete auch von einer tollen Initiative in Weißrussland, die jedes Jahr für die Tschernobyl-Opfer mehrere Öko-Häuser bauen.

Atomkraftgegner kündigten in Gesprächen an, sich den anstehenden MOX-Transporten zu widersetzen, sollte EON, die Landes- oder die Bundesregierung die Transporte nicht verbieten.

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