Forderung: Son​dersitzung des Hafen​ausschusses

Die Regionalkonferenz „Grohnde Abschalten“ fordert unter Beachtung der aktuellen und scheinbar mangelhaften Sicherheitslage zum anstehenden und fest eingeplanten MOX-Transport eine Überprüfung der Genehmigung durch den Hafenausschuss im Land Niedersachsen.

So haben wir am Freitag den Vorsitzenden des Hafenausschusses im Landtag in Niedersachsen angeschrieben und damit auch diese Behörde über die Sicherheitsprobleme aufgeklärt. Am Ende soll niemand sagen können, er habe nichts von den Risiken gewusst.

Am Freitag morgen hat Radio Bremen mit Herrn Birkner über den „MOX-Transport nach Nordenham unterwegs“ gesprochen.
Hier das Interview auf den Seiten von Radio Bremen.

Es geht nicht an, dass EON zusammen mit dem BfS (Bundesamt für Strahlenschutz) unter Aussetzung notwendiger Sicherheitsvorgaben aus Profitgier eines Konzerns, die Sicherheit von Menschen und Natur außer acht lässt. Die Aufgabe es BfS ist ausdrücklich, für Sicherheit zu sorgen und hat die oberste Pflicht, die Sicherheit solcher Transporte über das Genehmigungsverfahren sicherzustellen.
Entweder hat das BfS die Lage mangelhaft geprüft und muss interne Konsequenzen ziehen oder aber EON hat falsche Tatsachen vorgespielt, die den Transport sicher haben erscheinen lassen, aber am Ende die Vorgaben nicht einhält.

Der verantwortliche Landrat Höbrink von dem für den Hafen Nordenham zuständigen Landkreis konnte es nicht besser in einem Satz in einem Radiointerview zusammenfassen:

„Wir sind die Katastophenschutzbehörde und im Ernstfall wissen wir gar nichts.“

Wir bleiben an dem Thema dran.
Diese Problematik betrifft nicht nur diesen einen Atomtransport. Fast jeden Tag gibt es in Europa Atomtransporte. Selbst EON spricht von rund 70 MOX-Transporte und hunderte weiterer Atomtransporte. Wenn dieses ebenso unter Auslassung von Sicherheitskonzepten ablaufen, ist das ein Skandal!

Folgend unser Schreiben an Herrn Olaf Lies:

olaf.lies (at) lt.niedersachsen.de

Sehr geehrter Abgeordneter Lies,

ich schreiben Ihnen in Ihrer Funktion als Vorsitzender des Hafenauschusses des Niedersächsischen Landtages.

In den nächsten Tagen soll der britische Frachter für Atomtransporte ‚Atlantic Osprey‘ (IMO-Nr. 8602414,Flagge: Groß Britannien, Baujahr 1986), ein ehemaliges Ro/Ro-Frachtschiff für Fahrzeugtransporte, 8 plutoniumhaltige Mischoxid-(MOX-)Brennelemente mit jeweils 16,5 kg pro Brennelement an Plutonium an Bord über den Hafen von Nordenham zum AKW Grohnde transportiert werden.

Deutsche und britische Anti-Atom-Gruppen haben starke Sicherheitsbedenken gegen den Transport insbesondere mit diesem Schiff:

https://grohnde.wordpress.com/2012/09/08/mangelnde-sicherheit-der-mox-fahre/

http://umweltfairaendern.de/2012/09/plutoniumtransporte-franzoesischen-behoerden-zweifeln-an-sicherheit-des-atomfrachters/

http://www.corecumbria.co.uk/

-Das Schiff hat keine Doppelwand, wie für Gefahrgüter üblich.
-Es hat kein 2. Antriebssystem
-Das Schiff hat kein Querschott zum Abdichten von eindringendem Wasser, was schon öfters zum Untergang von Schiffen geführt hat
– das Schiff ist das einzige in der Nuklearflotte, das nicht zu diesem Zweck gebaut worden ist.
Das Schiff ist in Hamburg gebaut worden, und lief vorher unter dem Namen Arneb.
– Das Schiff ist schon 26 Jahre alt. Seine Schwesterschiffe sind von der INS (International Nuclear Services), einer Untergesellschaft der stattlichen

Nuclear Decommissioning Authority (NDA)
die für die Schließung der Nuklearanlagen in Großbritannien zuständig ist,
nach 25 Jahren außer Betrieb genommen worden.
Da das Schiff schon kuz vor der Verschrottung stand,
wurde offenbar das Ortungssystem aus dem Schiff ausgebaut, und in die

Die französischen Behörden haben Sicherheitsbedenken
gegen das Schiff vorgebracht.

Ich frage mich, warum mit so einer „Schrottmühle“ so radiologisch und toxisch gefährlich Güter in Deutschland anlanden dürfen.

Ich fände es dringend erforderlich, dass sich der Hafenauschuss in einer Sondersitzung des Themas annimmt.

Solange dieses Sicherheitsbedenken vorhanden sind, muss der Transport verschoben werden!

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