Bundesamt für Strahlenschutz nimmt Stellung

Am Montag dem 17. September wird es eine außergewöhnliche Sitzung im Norden geben. Der Kreis wie auch der Stadtrat zu dem Atom-Umschlaghafen Nordenham trifft sich zu einer öffentlichen Sondersitzung. Thema ist der anstehende MOX-Transport. Der hiesige Landrat wurde zwar informiert, dass es einen Transport gibt, aber nicht über weitere Details. Der Landrat ist für die Sicherheit seiner Bürger und der Region zuständig, da er der oberste Chef der Katastrophenbehörde ist. Doch wie soll er für Sicherheit und Schutz sorgen, wenn er nichts weiß und nichts planen kann – nur über die Medien und die Atomkraftgegner wurde er näher aufgeklärt.

Weiterhin hat die Politik Angst, dass Nordenham jetzt verstärkt zu einem Umschlagplatz für Hochrisikotransporte wird, denn Bremen hat ein Verbot dazu erlassen.

Sicherlich wird das Besondere an dem Montag sein, dass man das Bundesamt für Strahlenschutz eingeladen hat, damit die Stellung beziehen, wie es zu der Genehmigung kam, wie das Verfahren solcher Genehmigung ist und man will natürlich mehr Details.

Die Sitzung soll nach 16 Uhr beginnen. Ab 11 Uhr haben besorgte Bürger mit den Aktivisten eine Mahnwache organisiert.
Ebenso haben sich zahlreiche Medienvertreter angekündigt.

Die regionale NWZ hat das Thema schon mehrfach aufgegriffen und schreibt dazu am Samstag:

Mox-Transporte
Bundesamt für Strahlenschutz jetzt doch vertreten
Späte Zusage für Sondersitzung – Atomkraftgegner halten eine Mahnwache ab

An der Sondersitzung des Nordenhamer Stadtrates und des Wesermarsch-Kreistages zum Thema Mox-Transporte nimmt nun doch ein Vertreter des Bundesamtes für Strahlenschutz teil. Das hat die Kreisverwaltung in Brake am Freitag mitgeteilt.

Die öffentliche Sitzung beginnt am Montag, 17. September, um 16.30 Uhr im großen Saal des Braker Kreishauses. Der Vertreter der Strahlenschutzbehörde soll über das Genehmigungsverfahren und die Abwicklung der Atomtransporte informieren. Der Landkreis hatte das Bundesamt für Strahlenschutz eingeladen, aber zunächst keine Antwort erhalten. Am späten Donnerstagnachmittag kam dann doch eine Zusage.

Wie berichtet, ist geplant, im Nordenhamer Hafen zwei Frachten aus Sellafield mit jeweils acht Brennelementen für das Eon-Kernkraftwerk Grohnde umzuschlagen. Die Termine sind geheim.

Mit der Überwachung der Strahlenwerte bei der Verladung im Hafen hat das Gewerbeaufsichtsamt den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) beauftragt.

Der Arbeitskreis Wesermarsch und die Aktion Z haben für diesen Sonnabend eine Mahnwache am Deichschart vor dem Stadthafen von Rhenus Midgard angekündigt. Beginn ist um 11 Uhr. Zudem wollen die Kernkraftgegner Unterschriften gegen die Mox-Transporte sammeln.

Wir werden uns die Unterschriftenaktion mal ansehen, ggf. können sich auch die Bürger um das AKW Grohnde beteiligen.

Wir möchten auch noch einmal auf den Auftrag des BfS verweisen und direkt aus der Internetseite des BfS www.bfs.de zitieren:

Das Bundesamt für Strahlenschutz
Das BfS arbeitet für die Sicherheit und den Schutz des Menschen und der Umwelt vor Schäden durch ionisierende und nichtionisierende Strahlung. Im Bereich der ionisierenden Strahlung geht es zum Beispiel um die Röntgendiagnostik in der Medizin, die Sicherheit beim Umgang mit radioaktiven Stoffen in der Kerntechnik und den Schutz vor erhöhter natürlicher Radioaktivität. Zu den Arbeitsfeldern im Bereich nichtionisierender Strahlung gehören unter anderem der Schutz vor ultravioletter Strahlung und den Auswirkungen des Mobilfunks.
Dabei hat neben der Abwehr von unmittelbaren Gefahren die Vorsorge zum Schutz der Bevölkerung, der Beschäftigten in der Arbeitswelt sowie der Patientinnen und Patienten in der Medizin eine entscheidende Bedeutung.

Lest Euch mal den letzten und den ersten Satz genau durch und überlegt mal, wie man unter der Maßgabe diesen MOX-Transport eine Genehmigung erteilen konnte!

Die einzige Maßnahme und unsere Forderung ist: Das BfS muss die Genehmigung des Transports unter den aktuelle bekannten Problemen aussetzen und neue prüfen.

Wir möchten auch auf die aktuelle Lage in Sachen Terrorwarnungen hinweisen. Für Deutschland wurden mehrfach Terroranschläge aus dem „nahmen Osten“ und Afrika angedroht. Es geht u.a. um die gewalttätige Empörung über einen Film, der zu keinem anderen Zweck produziert wurde, als die Angehörigen einer Religion zu beleidigen. Neben den USA werden nun auch die Vertretungen von Deutschland im Ausland angegriffen.
Siehe diesen Bericht aus der WELT vom Freitag (14.9.2012). Das Innenministerium ist alarmiert und setzt auf mehr Sicherheit. Wie Atomkraftwerke stehen sicherlich auch gefährliche Atomtransporte (wie der aktuelle MOX-Transport) auf der Liste als Ziel für Attentate…

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