Resolution des Kreistags Wesermarsch zum Atomtransport

Atomkraftgegner begrüßen Resolution des Kreistags Wesermarsch und des Stadtrats Nordenham gegen Atomtransporte!

Am Montag Nachmittag haben sich politische Vertreter aus dem Kreis Wesermarsch und dem Stadtrat des Hafens Nordenham getroffen. In Nordenham soll der MOX-Transport aus England für das AKW Grohnde einmal diese Woche und ein zweiter Mitte November ankommen. Es laufen immer mehr solche Transporte über den „kleinen“ Hafen. Auch wurde das BfS zu dem Termin eingeladen. Es wurden viele Fragen gestellt. Die meisten der wichtigen Fragen sind offen geblieben.

So zeigt sich die Unverantwortlichkeit solcher Transporte. So war es ein Beweis dafür, dass selbst die oberste Behörde tatenlos und unfähig ist, für die Sicherheit der Bevölkerung zu sorgen.
Hier ein Zitat von der Homepage des BfS, dass die eigenen Aufgaben deutlich beschreibt:

Das Bundesamt für Strahlenschutz
Das BfS arbeitet für die Sicherheit und den Schutz des Menschen und der Umwelt vor Schäden durch ionisierende und nichtionisierende Strahlung. Im Bereich der ionisierenden Strahlung geht es zum Beispiel um die Röntgendiagnostik in der Medizin, die Sicherheit beim Umgang mit radioaktiven Stoffen in der Kerntechnik und den Schutz vor erhöhter natürlicher Radioaktivität. Zu den Arbeitsfeldern im Bereich nichtionisierender Strahlung gehören unter anderem der Schutz vor ultravioletter Strahlung und den Auswirkungen des Mobilfunks.
Dabei hat neben der Abwehr von unmittelbaren Gefahren die Vorsorge zum Schutz der Bevölkerung, der Beschäftigten in der Arbeitswelt sowie der Patientinnen und Patienten in der Medizin eine entscheidende Bedeutung.

Das war eine peinliche Vorstellung für die Vertreterin des BfS…

Die regionale Politik hat klare Konsequenzen gezogen!

Atomkraftgegner begrüßen, dass der Kreistag Wesermarsch und der Stadtrat Nordenham sich am Montagabend gegen Atomtransporte, insbesondere gegen den geplanten Transport von Plutonium-Brennelementen aus Sellafield (GB) über den Hafen von Nordenham zum AKW Grohnde ausgesprochen haben.

Die Kommunalpolitiker haben sich jenseits des Fraktionszwanges mit der Sache beschäftigt, und versucht, von der Vertreterin der Bundesamtes für Strahlenschutz Auskunft zu bekommen. Je länger die Sitzung dauerte, desto häufiger blieben die Fragen allerdings unbeantwortet. So gab es auf die folgenden höchst wichtigen Fragen keine Antworten:

  • Frage: Neuste Erkenntnisse über die Unterschätzung der Gefährlichkeit der besonders bei Plutonium-Transporten auftretende Neutronenstrahlung?
    Antwort: Unbekannt!
  • Frage: Hat das Bundesamt für Strahlenschutz Kenntnis von den Sicherheitsbedenken französischer Behörden gegenüber der vorgesehenen Atom-Fähre „Atlantic Osprey?
    Antwort: Keine Ahnung!
  • Frage: Werden Kindergärten mit den besonders strahlenempfindlichen Kindern bei
    der Routenplanung des Transportes gemieden bzw. die Kommunen des bei der Routenplanung beteiligt?
    Antwort: Schweigen!

    Festzustellen bleibt, dass die Transportregeln unter anderem von der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) in Wien vorgeben werden, einer Organisation, deren Ziel die Förderung der zivilen Atomenergie ist, und deren Regeln den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken sicherstellen sollen.

    Die Kommunalpolitiker haben sich aber nicht von den oberflächlichen Sicherheitsversprechen „einlullen“ lassen, sondern aus den Erfahrungen von Fukushima und Tschernobyl die Konsequenz gezogen, dass das sogenannte Restrisiko real und viel höher ist als beteuert, und den geplanten Atomtransporten eine Absage erteilt und sind damit Ihrer Verantwortung für das Leben der Bevölkerung gerecht geworden.

    Hier eine kurze Zusammenfassung der Presse zu dem politischen Treffen und den Protesten.

    Was man festhalten kann ist, dass das BfS sich auf die Behörden der Länder zum Genehmigungsverfahren beruft und die Minister in Niedersachsen sage, dass das BfS die Genehmigung erteilt. Somit zeigt sich klar, dass den größten Anteil an der Vorbereitung und Mitwirkung an dem MOX Transport das Land Niedersachsen trägt. Wir erinnern uns dazu an den FDP Umweltminister von Niedersachsen, dass das völlig anders dargestellt hatte. Radio Bremen hat das Thema kurz aber gut zusammengefasst.

    Der NDR hat heute dazu berichtet und zitiert die Landtagsabgeordnete Ina Korter wie folgt:

    Die Landesregierung müsse sich nach der Resolution Gedanken machen, ob MOX-Elemente überhaupt noch über niedersächsische Häfen transportiert werden dürfen.

    Jeder kann aktiv werden und den Protest unterstützen!

    Nutzt diese Online-Unterschriftenaktion. Leitet sie an möglichst viele Freunde, Bekannte, Verwandte und Arbeitskollegen weiter:

    http://umweltfairaendern.de/unterschriftenaktion-stopp-plutonium-transporte/

    AKTION zum MITMACHEN
    Es gibt ein Online Unterschriftenaktion
    STOPPT Plutonium MOX Transporte JETZT

    Nordenham – große Demo am 23.09.2012
    Die Aktivisten vor Ort in Nordenham organisieren eine große Demo – direkt am RoRo-Anleger von Rhenus Logistik.
    Kommt am 23.09. in den schönen Hafenort – um 14 Uhr geht’s los!

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