Der Widerstand breitet sich aus…

Nach dem sich der MOX-Protest selbst derzeit nur auf das Land Niedersachsen beschränkt, geht der Widerstand nun auch nach Nordrhein-Westfalen. Die Grünen arbeiten an einer Pressemitteilung und in Bielefeld geht die Fraktion der LINKEN auf Konfrontation.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

zur kommenden Ratssitzung stellen wir folgenden Dringlichkeitsantrag:

Der Rat der Stadt Bielefeld fordert E.On und die Stadtwerke Bielefeld als Miteigentümer des AK Grohnde auf, den für September bis November geplanten Transport von MOX Brennelementen aus Sellafield nach Grohnde abzusagen.

Begründung:
MOX-Brennelemente mit einem Gewicht von jeweils gut 500 kg enthalten neben Uran auch je 20 kg des hochgiftigen Plutoniums. Der Transport dieser Brennelemente über die Nordsee und weiter auf dem Landweg nach Grohnde bedeutet eine Gefahr Menschen und Umwelt. Aus diesem Grunde hat der Stadtrat von Nordenham, wo die Brennelemente anlanden sollen, sich am Montag (17.9.) auch gegen den Transport gestellt. Die Elemente in den Grohnder Reaktor zu stecken ist unverantwortlich.

Am Mittwoch gab es bei Radio Bremen eine Sondersendung mit hochkarätiger Besetzung:

  • Ina Korter, Grüne, MdL
  • Martin Bäumer, CDU, Mdl, umweltpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion
  • Heinz Smital, Greenpeace, Kernphysiker
  • Hans Kemmeris, SPD, Erster Kreisrat Landkreis Wesermarsch
  • Hans-Otto Meyer-Ott, Grüne, Arbeitskreis Wesermarsch

Es werden interessante Fragen gestellt, die aber auch nur oberflächlich an der Problematik „kratzen“.

  • Wie gefährlich sind die Mox-Transporte?
  • Wo liegt die Grenze zwischen notwendiger Geheimhaltung aus Sicherheitsgründen und Information der Bevölkerung?
  • Wird Nordenham künftig mehr Atomtransporte erleben?

Hier findet Ihr die Gesprächsrunde zum Anhöhren

Gut war, dass auch Alternativen angesprochen wurden. Warum soll man MOX-Brennelemente nicht entsorgen und verglasen? Mit einer solchen Vereinbarung sind MOX-Transporte sicherlich akzeptabler.

Heinz Smital von Greenpeace machte auch noch einmal deutlich, dass es derzeit keinen Castorbehälter für abgebrannte MOX-Brennelemente gibt. Das bedeutet im Falle eines Schadens dieser Brennelemente ein sehr großes Problem, dass einfach so hingenommen wird.

In Summe zeigt sich die CDU völlig uneinsichtig und betreibt reinen Wahlkampf gegen die Grünen, was mehr als unangemessen ist.

Vielmehr ist es sehr interessant, dass Herr Bäumer im Radio klar Stellung bezieht, aber auf Anfrage von Bürgern gibt es keine Reaktion! Hier das Schreiben, dass Herr Bäumer bereits zweimal in den letzten 4 Wochen zugegangen ist.
Bereits im März hat der umweltpolitische Sprecher der CDU in Niedersachsen eine Antwort versprochen. Auch hier bei zweimaliger Rückfrage keine Antwort.
Da zeigt sich doch deutlich, wie die CDU sich rein für den Wahlkampf aufstellt und gegenüber dem Bürger durch Intransparenz, Lügen und Verharmlosung profiliert.

Wir können nur alle aufrufen, sich mit jeglichen Widerstand dem Transport zu widersetzen, damit die Politik aufwacht und verantwortungsvoll handelt.

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