Schünemann verheimlicht höhere radioaktive Gefahren

Die in der Regionalkonferenz „Grohnde Abschalten“ vertreten Anti-Atom-Gruppen Bürgerinitiativen verurteilen die Äußerung der Niedersächsischen Innenministers Schünemann (CDU) als demokratiefeindlich und solidarisieren sich mit dem Landrat des Landkreis Wesermarsch. Es ist unglaublich, wie sich der Innenminister gegen die Rechte und Verpflichtungen gegenüber den Bürgern aufspielt und einen ehrbaren Landrat abzustrafen gedenkt, der sich couragiert für die Sicherheit der Menschen und der Natur einsetzt!

Schünemann will mit der Geheimhaltung von Plutonium-Transporten zum AKW Grohnde Bürgern die hohen Gefahren durch plutoniumhaltige MOX-Brennelemente verheimlichen. Niemand wird informiert und der komplette Transport soll still und heimlich durchgeführt werden. Dies mit der Gefahr, dass bei einem Zwischenfall kein Katastrophenschutz wirkt. Es wird niemand informiert und so können sich die Landkreise nicht für einen gefährlichen Einsatz vorbereiten. Auch gab es noch nie Katastrophenschutzübungen bei atomaren Zwischenfällen eines Straßentransports. Es ist unverständlich, wie das Land Niedersachsen wie auch das BfS die MOX-Transporte genehmigen konnte!

Bei einem Unfall im Atomkraftwerk, wie auch beim Transport über die Straße, kann bei einem unvorhersehbaren Unfall Plutonium frei werden. Plutonium ist ein Ultragift, es gibt keinen Stoff der schlimmer und giftiger über tausende von Jahren wirkt! Schon kleinste Spuren Plutonium wirken tödlich und krebserregend.
Es gibt noch weitere Gefahren: Nach dem Einsatz im AKW strahlen die MOX-Brennelemente jahrzehnte lang stärker als normale Uranbrennelemente und erhöhen das Störfallrisiko im AKW Grohnde erheblich. Dies alles wird verschwiegen. In anderen Ländern sind MOX Brennelemente mit Recht verboten. Selbst EON hat im November 2011 in den USA die Probleme mit MOX vor Atomspezialisten präsentiert.

Von dem eigentlich für Umweltschutz zuständige Birkner (FDP) werden die Gefahren von MOX ebenso verharmlost – eine Unverschämtheit und absolut unverantwortlich!
Politiker müssen sich für die Bürger und deren Schutz und Sicherheit einsetzen und nicht der Profitgier der Konzerne folgen.

Mit Schünemann zeigt das Land Niedersachsen die „Fraze des Atomstaates“ der monopolistisch organisierten Energiekonzerne wie EON und RWE. Niedersachsen ist das Atomklo Deutschlands mit der Asse, Schacht Konrad, Gorleben und den zahlreichen Atomkraftwerken und dem Bestreben mit den Nordseehäfen ein Drehkreuz im Atomhandel zu werden…

Schon vor längerer Zeit warnte der Zukunftsforscher „Robert Junkg“ in seinem Buch „Der Atomstaat“ vor diesem Krebsgeschwür im demokratischen Staat.

Der Jurist Alexander Roßnagel bezeichnet das sehr treffend in seinem Buch als „Radioaktiver Zerfall der Grundrechte„, der durch die erhöhte Gefahren der Atomlobby vorangetrieben wird.
Roßnagel zeigt in seinem Buch Rechtsänderung die ein zukünftiges Sicherungssystem erzwingen müsste, um Bürger, Gesellschaft und und Staat wirksam gegen den Missbrauch zu schützen. Die Rechtsordnung bleibt zwar äußerlich bestehen, der sachliche Gehalt der Grundrecht wird jedoch ausgehöhlt und der grundrechtlich demokratische Begriff von Freiheit verändert. Die Politik vertritt nur noch eigene Interessen und die der großen Lobbymächte, mit viel Kapital. Die Interessen der Menschen treten in den Hintergrund.

Auch die Teilnehmer der Regionalkonferenz „Grohnde-Abschalten“ hatten bereits den damaligen Bundesumweltminister Röttgen (CDU) davor gewarnt, dass sich das „kalte Plutonium“ in den unbestrahlten MOX-Brennelementen besonders leicht militärisch missbrauchen lässt und dass MOX Transporte hoch risikant sind. Ebenso wurde der neue Umweltmininster Altmaier (CDU) und die Parteien im Landtag in Niedersachsen über die Risiken informiert, mit der Forderung, die Transporte abzusagen und zu verbieten.

„Wenn Schüneman seinen undemokratischen Kurs weiter verfolgt, werden seine Tag als Innenminister sicherlich bald gezählt sein. Die Bürger sind nicht dumm und lassen sich auch nicht an der Nase herumführen. Im Januar wählen die Bürger des Atomklo Deutschlands mit den Füßen. Es gibt kaum mehr Umweltprobleme in einem anderen Bundesland als in Niedersachsen“, so Tobias Darge als ein Vertreter der Gruppen der Regionalkonferenz. „In der zweiten Jahreshälfte wird ganz Deutschland wählen gehen. Auch da wird sich zeigen, wie wichtig neben der Europa Politik auch die Fortschritte in der Energiewende sind.“

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