Unterstützung – Allgemeines über MOX und die Transporte

Aktuell sind die Atomtransporte in allen Medien und viele Bürger sprechen darüber. Das ist gut so.
Die Politik, die die Aufgabe hat, auf ihre Bürger zu achten und Schaden und Gefahren von ihnen abzuwenden, spielen aber ein Spiel gegen die Menschen und gehen mit den Atomtransporten meist unnötige Risiken ein. Statt den Sinn oder Unsinn zu hinterfragen, geht es einigen Politikern -insbesondere im Lager von der FDP und CDU– alleinig um Profit. D.h. der aktuellen Bundesregierung und der Landesregierung in Hannover geht der Profit vor Mensch und Natur. Die Wünsche der Atomkonzerne, Ölmonopolisten und anderer Großkonzerne sind denen weit wichtiger als die Begehrlichkeiten und das Wohl der „99%“, also der Bevölkerung.

Es ist wichtig, dass wir die Bürger genau informieren und die Wahrheit auf den Tisch bringen. Es reicht, dass wir uns lange haben von der Politik und den Konzernen an der Nase herum führen lassen. Lügen, Unwahrheit, Verharmlosung und Marketingfloskeln sind bei Hochrisikotechnologien und Ultragiften der falsche Weg, um Vertrauen zu schaffen!

Wir möchten Euch folgend allgemeine Infos bieten,
die Ihr bei Mahnwachen, Demos, Infoständen oder
in allen möglichen Gesprächen zitieren könnt


Macht Mahnwachen, Infostände, Organisiert eine Demo durch Eure Innenstadt. Verteilt Infos und führt offene und gute Gespräche.

Wir bieten Euch möglichst gute Unterstützung an!

Bei Fragen schreibt uns eine eMail an: mox (at) grohnde-abschalten.de
Presseanfrage an: presse (at) grohnde-abschalten.de

Wir wollen in diesem Artikel die Atomtransporte und vor allem das Thema MOX aufarbeiten.

Noch im Januar diesen Jahres hat sich der Wirtschaftsminister von Niedersachsen deutlich positioniert und die Häfen in Niedersachsen zu Drehscheiben im internationalen Atomtransfer erklärt. Dies entgegen den Willen der Bürger und regionalen Politiker. Bremen hat jüngst den Hafen für die Atomdeals geschlossen. In Nordenham gibt es massiven Widerstand gegen die aktuellen MOX Transporte – zu Recht, wie wir meinen.

Hier könnt Ihr einen interessanten Artikel aus der HAZ vom 24. Januar 2012 lesen (PDF). Eigentlich eine Frechheit. Die Bürger in Niedersachsen sollten sich ernsthaft überlegen, wer das Wirtschaftsministerium künftig führt – jetzt im Januar 2013 sind Wahlen in Niedersachsen – geht wählen!

Hier habt Ihr einen Flyer aus Nordenham mit Infos zum MOX Transport und den Widerstand:
MOX-Flyer – vorne | MOX-Flyer – hinten

Hier habt Ihr unseren Flyer zum AKW Grohnde und MOX der Regionalkonferenz:
Grohnde-Flyer mit MOX 09/2012

Mit dem offenen Brief könnt Ihr Politiker direkt anschreiben und zeigen, dass Ihr Farbe gegen MOX und Atomtransporte bekennt: Offener Brief – Keine MOX Transporte

Hier eine Vorlage auf DinA 4 mit 4 kleinen Flyern (schwarz/weiß)
Hier eine weitere Vorlage auf DinA 4 mit 4 kleinen Flyern (farbig)

Allgemeines über MOX und die Transporte

Es zeigt sich immer wieder, dass nicht alles immer so transparent ist, wie es uns die großen „Atom“-Konzerne erzählen wollen. EON macht wieder einmal eine Werbekampagne, bei der der Eindruck erweckt wird, Kunden können EON etwas fragen und bekommen auch Antworten. Dem ist nicht so! Bürger können sich zwar an EON und die Presseabteilung wenden, doch Antworten gibt es nicht. Man sei zu sehr mit der Presse beschäftigt. Doch es zeigt sich, auch die Presse bekommt keine Antworten auf kritische Fragen.

Nach Angaben von EON gab es in den vergangenen 5 Jahren 15 derartige Atomtransporte mit Brennelementen. Auch der Transport auf dem Seeweg sei nichts Neues für den Atomkonzern.

Der letzte Transport von MOX-Brennelementen ins AKW Grohnde war im April 2004.

Der letzte Seetransport aus Sellafield war auch nach EON Angaben vor 16 Jahren (1996) über Bremerhafen, ins AKW Unterweser.

Die angelieferten MOX-Brennelemente werden zunächst am AKW gelagert und erst bei der jährlichen Revision eingesetzt. Die Brennelemente laufen dann für 3-4 Jahr.

Der FDP Politiker Birkner ist Umweltminister in Niedersachsen und erzählte mehrfach, dass es ganz normal wäre und Brennelemente im AKW „abgebrannt“ werden. Das hört sich an, als wenn man Holz verbrennt und am Ende bleibt einfach nur Asche über. Doch bei Brennelementen für AKWs ist das etwas völlig anderes! Die werden durch die Nutzung immer stärker strahlend und immer gefährlicher. Gerade MOX ist sehr problematisch, da man es nach der Nutzung kaum bändigen kann und die „abgebrannten“ Brennelemente wesentlich länger in den Abklingbecken verbleiben.

1999 gibt es um die Atomanlage in Sellafield einen Skandal, dabei geht es um gefälschte Dokumentionen. Brennelementstäbe müssen einen bestimmten Abstand haben, der muss überprüft und dokumentiert werden. Die Dokumente sind teilweise einfach kopiert worden, statt reale Prüfungen durchzuführen! D.h. es gab wohl keine echten Prüfungen!

Es stellt sich heraus, dass mindestens ein Brennelement im AKW Unterweser betroffen ist. Die 4 MOX-Brennelement mussten auf Druck des damaligen niedersächsischen Umweltministers Jüttner (SPD) von der EON-Vorgängerin Preußen Elektra am 24.02.2000 aus dem kurzfristig abgeschaltetem AKW Unterweser getauscht werden.
Quelle

Und nun zu RWE
RWE leugnete in der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) vom 19. Sept. 2012, dass das AKW Emsland ein Genehmigung für MOX-Brennelemente hat und auch zur Zeit keine MOX-Brennelemente im Einsatz sind. Das ist wohl falsch!
Nach Angaben der Entsorgungskommission, die die Bundesregierung berät, hat das AKW Emsland sehr wohl eine Genehmigung für MOX-Brennelemente. Auch nach Angaben der Homepage des niedersächsischen Umweltministeriums werden derzeit MOX-Brennelemente im AKW Emsland eingesetzt!

Dem „ESK“ Protokoll ist auch zu entnehmen, dass ab 2017 noch 28 Brennelemente weitere Brennelemente eingesetzt werden sollen!
Quelle 1
Quelle 2

RWE verschweigt den Einsatz von MOX-Brennelementen!

In einer AW der Bundesregierung BT-Ds 17/7137 wurden 2011 12 MOX-Brennelemente mit 298 kg Plutonium in das AKW Emsland eingesetzt, d.h. sie werden erst 2014-2015 wieder entnommen.

Weiter sollen im AKW Emsland von 2017 bis 2019 rund 700 kg Plutonium eingesetzt werden!

Seitdem wir die MOX-Transporte seit 2009 thematisieren, soll sich nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz
die Sicherheitseinschätzungen der Länderinnenminister geändert haben.

Plötzlich wird auf der Seite des BfS nicht mehr zwischen normalen Uranbrennelementen und plutoniumhaltigen
Mischoxid-Brennelementen unterschieden
!

Außerdem wird seit April 2011 kein Atomtransport mehr veröffentlicht, so heißt es ganz offen:
„Auf Bitten des Bundesumweltministeriums enthält diese Liste aus Gründen der Sicherung keine Genehmigungen mehr, mit denen nicht ein Transport bereits durchgeführt worden ist“

Diese staatliche Verschleierungstaktik zeigt, dass die Behörden Angst vor dem Protest gegen MOX-Transporte haben.
Die Regelungen fördern nicht gerade die sonst so viel gelobte Transparenz – so wie bei EON das Thema Transparenz ein Marketingschlagwort ist und der Konzern alles andere als Transparenz lebt!

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