Es fährt ein Zug ins Nirgendwo…

Einfache Gedanken zu den Katastrophenschutzplänen für das AKW Grohnde

Man muss nicht schrecklich intelligent sein.
Man muss auch kein Fachmann sein. Auch muss man nicht studiert haben.

Man kann sich einfach eine Situation vorstellen, die durch eine Katastrophe mit einem extremen Zwischenfall am AKW Grohnde entsteht…

Katastrophenschutz mit Plan?

Durch die Auslegung einer Aktualisierung des Schutzplans im Landkreis Hameln-Pyrmont haben sich aktive der Regionalkonferenz „Grohnde Abschalten“ die Unterlagen in zahlreichen Landkreisen rund um das AKW angesehen und die einzelnen Ansätze der Schutzpläne überprüft. Federführend hatte Tobias Darge von der Regionalkonferenz in allen zum AKW Grohnde angrenzenden Landkreisen die Unterlagen zusammengetragen. Es war schon grundlegend erschreckend, wie veraltet solche hoch wichtigen und lebensrettenden Katastrophenschutzpläne sind!
Einmal kurz auf einen Zeitstrahl geschaut:

  • So wurden erst im Sommer des Jahres 2012 die Erkenntnisse bis 2009 in den Plänen aktualisiert und zur Einsicht ausgelegt.
  • In der Zwischenzeit gab es aber beinnahe Katastrophen wie beim AKW Krümmel. Auch andere AKW hatten größere Probleme, aus denen man wichtige Erkenntnisse hätte ziehen können.
  • Aber gerade das unfassbar schlimme Unglück in Japan im Jahre 2011 sollte jeden Vorsitzenden einer Katastrophenschutzbehörde und Verantwortliche in den Bundesländern und in Bundesämtern wach gerüttelt haben! Doch mit so einer Vermutung liegt man dann doch völlig falsch!
  • Zwischenzeitlich hat das oberste Schutzamt für Atomsicherheit BfS in einer Studie, fertiggestellt November 2011 und im März 2012 veröffentlicht (weil der Spiegel davon berichtet hatte), Erkenntnisse zum Unglück in Japan analysiert und fatale Mängel im bestehenden Katastrophenschutzplan angeprangert. So ist nun klar, dass man eine Schutzzone bis 170km ausweiten muss.
  • Die EU hat einen lächerlichen „Stresstest“ vorgelegt. Da hat keiner der Prüfer sich jemals eines der AKWs in Europa angesehen und überprüft. Einzig Unterlagen der Betreiber selbst wurden in einer Analyse geprüft. So hatte doch aber der oberste EU-Kommissar Oettinger 2011 noch eine maximale Klärung zur Sicherheit versprochen. Trotz der absolut niedrigen Prüfungen, zeigt sich, wie katastrophal es um die Sicherheit der AKWs steht!
  • Nun haben wir November 2012 und es ist fast nichts passiert…

Scheinbar ist kaum einem der Verantwortlichen in den Ländern und der EU klar:

Jeden Tag könnte ebenso in Europa ein Unglück passieren mit massiver radioaktiver Freisetzung. Mit einem Unglück wie in Tschernobyl hatte niemand gerechnet. Man hatte es auf ein unterentwickeltes Land geschoben, die eben nicht mit Kernkraft umgehen könnten.
Dann fast genau 25 Jahre später der SuperGAU in Fukushima. Auch damit hatte niemand gerechnet. Doch nun hat es ein hochentwickeltes Industrieland erwischt. Fukushima ist noch schlimmer als Tschernobyl…

Mit detektivischer Motivation wühlte sich Tobias Darge durch die zahlreichen Unterlagen – und stieß auf manche Ungereimtheit. Es war kaum zu glauben, was für einfache strukturelle Probleme sich in den Schutzplänen fanden. Es können nur Dilettanten am Werk gewesen sein, die derart nachlässig und ohne jeden Verstand solche Pläne als Sicher für eine Katastrophe anpreisen und mit großem Stolz präsentieren. „Ich konnte es nicht glauben, dass sich die Behörden untereinander nicht abstimmten und auch nicht über ganz normale Störungen wie Staus im Chaos einer Katastrophe nachgedacht haben.“ so Darge kopfschüttelnd. Man geht von rund 50% der Menschen aus, die selbst die Region im Falle einer Evakuierung verlassen. In Hameln sind die Straßen bereits im Berufsverkehr überlastet. Nun noch die Menschen einer Evakuierung mit der Sorge und Angst hinzugerechnet. Diese Menschen wollen in so einem Katastrophenfall die Region schnellst möglich verlassen und „auf der Flucht“ wird der Mensch bekanntlich zum Egoisten. Solch ein Chaos kennen viele aus den üblichen Katastrophen-Filmen. Nicht anders sähe es in der Region aus…

Die grundlegende Erkenntnis:
Niemand rechnet je mit einer Katastrophe und niemand stellt die Sicherheit eines Atomkraftwerks in Frage! Scheinbar ist den Behörden und Betreibern der Kraftwerke klar, es gibt keinen Schutz oder sie sind so naiv und glauben wirklich, dass es in einem deutschen AKW zu keinem massiven Störfall kommen kann!

Passend in der aktuellen Schutz-Diskussion musste auch die oberste Behörde für Katastrophenhilfe eingestehen, dass man in Deutschland völlig überfordert sei und keinen Schutz im Falle einer Katastrophe bieten können. Bei einer Freisetzung von Radioaktivität ist einzig die Evakuierung ein Schutz der Bürger. Das Verbleiben der Menschen in der Region führt unweigerlich zur Verseuchung und damit zur Erkrankung an der Radioaktivität. Dies ist nicht reparabel und kann auch nicht mehr Rückgängig gemacht werden… Krebs ist eine schleichende, schlimme und qualvolle Angelegenheit. Krebs führt immer zum Tot.

Aber um die Erkenntnis zu verschleiern, dass es faktisch keine ausreichenden Schutzmaßnahmen gibt und um eine Lüge über die Sicherheit der Bürger aufrecht zu erhalten, werden diese Schutzpläne im Geheimen entworfen und nicht vollständig veröffentlicht. Sie werden nur wenige Tage unter erschwerten Bedingungen einsehbar als „Alibi“-Procedere ausgelegt. Wenn dann doch jemand Einblick haben möchte, wird das schwer gemacht und nicht alle Unterlagen gezeigt. Vieles ist geschwärzt. Gibt es Einwendungen, so ist man am Ende auch noch empört…

Erst nach massiven Protesten von Atomkraftgegnern in der Region stellten einige der Landkreis um das AKW Grohnde die Katastrophenschutzpläne für einen Atomunfall ins Internet. Schlimm, dass dazu massiver Protest und Pressedruck notwendig war! Doch es wurden nicht alle der Pläne im Internet veröffentlicht.

Als Beleg unserer Anschuldigungen nun ein paar Beispiele, die zeigen, dass solche Pläne ohne Sinn und Verstand ausgearbeitet werden – die Landkreise aus der Region Weserbergland sind stellvertretend, die Probleme sind bundesweit gleichermaßen vorhanden:

Evakuierungen

Der Katastrophenschutzplan sieht Evakuierungen nur im Umkreis von 10 Kilometer um das AKW vor. Im Fall Grohnde beträfe dies 58.000 Menschen, die laut Plan innerhalb von 17 Stunden in den Nachbarlandkreisen untergebracht werden sollen, also etwa „nur“ 30 bis 50 Kilometer weiter.

Nach einer Studie des Bundesamts für Strahlenschutz können bei einem Unfall in einem AKW allerdings selbst Gebiete in 170 Kilometer Entfernung noch auf Jahrzehnte unbewohnbar werden. Es ist also höchst wahrscheinlich, dass auch die im Katastrophenschutzplan vorgesehenen Aufnahmeregionen radioaktiv verseucht würden. Und allein der Landkreis Hameln- Pyrmont hat 153.000 Einwohner, die es gilt, umzusiedeln. Ein Radius von 50 km hat schon immerhin 2 Mio Menschen. Ein Radius von „nur“ 80 km, also die Hälfte der vom BfS geforderten 170 km, umfasst weit schon über 5 Mio Menschen!

Die Annahme der Katastrophenschutzplaner, dass 17 Stunden Zeit seien, bevor die radioaktiven Stoffe in die Umwelt gelangen, hat ebenfalls wenig mit der Realität zu tun. Denn wenn eine Explosion, eine Hochdruckkernschmelze, ein Erdbeben, ein Flugzeug oder anderes das AKW massiv beschädigt, bleibt unter Umständen gar keine Zeit. Wenn der Wind mit z.B. 5 m/Sek. in eine Richtung weht, so ist die radioaktive Wolke schon nach ca. 2 Stunden 30 km weit verteilt! Da erscheinen die 17 Stunden wie ein Witz! Die Frage zudem ist, wie schnell die Evakuierung beginnt, denn direkt mit dem Unglück werden solche Aktivitäten wohl kaum zu starten sein. D.h. es gibt erhebliche Vorlaufzeiten, die wohl bereits die soeben genannten 2 Stunden in Anspruch nehmen würden.

Weiterhin ist das Lagezentrum für einen radioaktiven Katastrophenfall im Kreishaus in Hameln in der Süntelstraße. Das Gebäude liegt eigentlich in der Hauptwindrichtung vom AKW aus gesehen, keine 10 km Luftlinie entfernt. Wer von den Angestellten wäre so grundlegend „dumm“, sich bei solch einem Katastrophenszenario in dem Lagezentrum einzufinden ?!?

Verkehrskollaps

Der Katastrophenschutzplan geht davon aus, dass bei einer Evakuierung 50 bis 70 Prozent der Bevölkerung mit dem eigenen Auto fliehen. Es wird also unweigerlich zu Staus, Unfällen und damit zu einem kompletten Zusammenbruch der Verkehrsstraßen kommen. Die für eine möglichst reibungslose Abfahrt der Fahrzeuge vom Unfallort weg in die Rettenden Gebiete Einbahnstraßen und all die anderen verkehrslenkende Maßnahmen sind längst nicht (mehr) überall vorgesehen. Da zeigt sich schon das nächste Problem, dass jedem „normalen“ Bürger auffällt. Aber diese Probleme sind den Katastrophenschützern in den vielen Jahren mit AKWs vor Augen noch nicht aufgefallen…

Zum Teil hören die Planungen einfach an der Landkreisgrenze auf. Es zeigt sich als weitere interessante Erkenntnis bei den „hochbezahlten“ Katastrophenschützern, dass die radioaktiven Wolken scheinbar immer direkt an Landesgrenzen und Kreisgrenzen aufhören. Jedem „normalen“ Bürger ist schleierhaft, wie man auf diese wahnwitzige Idee kommt. Aber man kann es in den Schutzplänen genau so nachlesen…

Konkrete Beispiel mangelnder Abstimmung über Kreisgrenzen hinaus:

  • Im Nachbarkreis Schaumburg etwa gibt es gar keine Verkehrslenkungskonzepte für diesen Fall. Werden also Menschen zwecks einer Evakuierung in diese Richtung geschickt, hört die Verkehrsleitung dort auf. Das bedeutet aber auch, dass der Kreis Schaumburg keine Ressourcen vorsieht und scheinbar keine Planungen für diesen Fall gemacht hat…
  • Hameln plant unter anderem, Evakuierungszüge nach Hildesheim fahren lassen. Doch – oh Wunder! – in dem Plan der Hildesheimer Behörden kommen die Züge nicht vor. Das dürfte zu dem allgemeinen bei Katastrophen üblichen Chaos eine zusätzliche neue Herausforderung bedeuten…

„Unsere Erkenntnis, da können wohl nur Dilettanten am Werk sein, die sich über vieles Gedanken gemacht haben, aber nicht über den Schutz der Bürger im Falle eine Katastrophe!“ sagte dazu ein Bürger und er konnte es nicht fassen, wie hier mit der Sicherheit der Menschen umgegangen wird.

Im Haus bleiben

Wenn keine Zeit zum Fliehen bleibt oder die erwartete radioaktive Dosis nicht ganz so hoch ist, dann würde der Krisenstab anordnen, im Haus zu bleiben und das Vieh in den Stall zu bringen. Interessant dürfte dabei die Frage sein, wie man verhindert, dass die Radioaktivität nicht in Häuser oder Ställe eindringt.
Unklar ist, was die tun sollen, die gerade nicht zu Hause sind. Scheinbar gehen die Katastrophenschützer davon aus, dass alle immer nur Zuhause sitzen.
Wenn dann durch weitere Zwischenfälle im AKW weiter radioaktive Substanzen austreten und die radioaktive Dosis so hoch ist, dass zu evakuieren ist, so wäre die Region bereits kontaminiert und in der Situation sollen sich die Bürger bei Zügen und Bussen einfinden. Dazu wäre es notwendig, alles zu dekontaminieren, bevor die „Ausreise“ aus dem Katastrophengebiet beginnt. Es ist nicht ersichtlich, wie die Verantwortlichen auf diese konkrete und völlig reale Situation eingehen. Dies sind nur wenige und einfache Beispiele.
So darf man sich frage, wie ignorant oder gar Dumm muss man sein, wenn man solche lebenswichtigen und lebensbewahrenden Pläne für tausende oder gar Millionen Menschen entwirft und sich nicht ausreichend Gedanken darüber gemacht hat. Es ist unverantwortlich, die Menschen dazu zu bewegen, zu Hause zu bleiben…

Dies belegt einmal mehr, dass die Verantwortlichen einfach der Ansicht sein müssen, dass es zu keiner Katastrophe kommen wird.

Alarmierung

Laut Katastrophenschutzplan soll die Bevölkerung mit Sirenen alarmiert werden und dann Radio oder Fernseher einschalten.
Die Kommunen müssen sparen, dass wissen wir alle. Aber es wird auch an der Sicherheit gespart. Seit dem Ende des „Kalten Krieges“ wurden viele Sirenen ohne einen Ersatz abgebaut. Die Feuerwehr alarmiert schon seit längerem ihre Einsatzkräfte auf andere Art und Weise, etwa über Piepser. Doch die Bürger wurden nicht mit Piepsern ausgestattet.
Nun wäre mit dem AKW auch eine große Energiequelle deaktiviert. Ggf. wäre wohl das Stromnetz zusammengebrochen. Wie können nun die Bürger die Radio und TV Meldungen empfangen?

Die Region Hannover (1,1 Millionen Einwohner) plant deshalb, die Bevölkerung im Falle eines Falles mit Hilfe von Lautsprecherwagen zu alarmieren. Man stelle sich das ernsthaft vor:
In Grohnde ist vor 1 Stunde das AKW explodiert. Nun fährt durch ganz Hannover eine Gruppe von 100 Fahrzeugen um die Bürger aufzuklären.
Aber was ist, wenn nicht alle Fahrzeuge Einsatzfähig sind? Reichen 100 Fahrzeuge? Wie ist dass, wenn die üblichen Staus im Berufsverkehr oder durch Baustellen die Straßen verstopfen? Welches Chaos werden solche Fahrzeuge mit der Meldung „Atomare Katastrophe in Hameln – AKW Grohnde explodiert“ auslösen? Was ist mit den Menschen in Einkaufszentren und in den Büros? Wäre es für die Menschen glaubhaft, wenn ein Fahrzeug per Lautsprecher so eine Katastrophe ankündigt? Die Bürger wurden dazu nie informiert oder geschult!

Diese Vorstellung mit den Lautsprecherfahrzeugen als Ersatz für Alarmsirenen ist derart absurd und lächerlich, dass man das wirklich nur als Witz auffassen darf!

Fernzone

Ein tolles Beispiel ist Göttingen mit 121.000 Einwohnern – es liegt 66 Kilometer vom AKW Grohnde entfernt und ist damit in der „Fernzone“ von 25 bis 100 Kilometern. Dort ist lediglich vorgesehen, in Wahllokalen Jodtabletten an Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre und an Schwangere auszugeben. Alle anderen sollen leer ausgehen – die haben Pech…
Die Jodtabletten müssten allerdings erst per Hubschrauber aus dem Fliegerhorst Wunstorf nach Göttingen verfrachtet und dort an die Wahllokale verteilt werden. Dann müssen die Bürger informiert werden, die jetzt zusätzlich in den Verkehr, der aus Hameln flüchtenden Menschen, zu den Wahllokalen kommen müsste. In so einem Verkehrschaos würde die Jobtabletten wahrscheinlich auch nicht in den Wahllokalen rechtzeitig ankommen.
Und bekanntlich soll man diese Jodtabletten bereits schon 5 bis 7 Stunden _V O R_ dem Durchzug der radioaktiven Wolke einnehmen. D.h. es muss schon sehr schnell gehen, damit die Menschen im Körper genug Jod angereichert haben, um dem radioaktiven Joden keinen Raum bieten zu können. Nur mit rechtzeitiger VORHERIGER Einnahme ist das Risiko von Schilddrüsenkrebs zu mindern.

In der „Fernzone“ liegen daneben weitere 33 Landkreise, in denen insgesamt 6,6 Millionen Menschen wohnen…
Wieviele Hubschrauber sind notwendig, die auch in der Situation SOFORT einsatzfähig sein müssten, um diese Menschen alle an den vielen Wahllokalen mit den Tabletten auszustatten.

Auch hier hat wohl niemand der vielen hochbezahlten Verantwortlichen jemand „richtig“ nachgedacht.

Dekontamination

Im ganzen Landkreis Göttingen gibt es eine einzige Dekontaminationseinheit.

Fliehende sollen dort radioaktiven Staub abduschen und anschließend untersucht werden, ob sie so stark verstrahlt sind, dass sie medizinisch behandelt werden müssen.

Die Anlage kann, das haben Übungen gezeigt, pro Stunde etwa 20 Menschen dekontaminieren und behandeln. Es würde also 1,5 Jahre dauern, alle 250.000 Einwohner des Landkreises zu untersuchen. Das nächstgelegene regionale Strahlenschutzzentrum, die Medizinische Hochschule Hannover, könnte im Ernstfall 22 hochverstrahlte Menschen medizinisch versorgen. Na, das ist ja schon mal üppig! Wenn man sich mal einen Radius von 100 km um Hannover vorstellt, kann man sich mit der Kapazität von 22 Menschen schon absolut sicher fühlen. Man kann den verantwortlichen Planern dafür den Preis für absolute Ignoranz verleihen. Der „normale“ Bürger darf sich frage, wie Dumm muss man sein, wenn man mit diesen Zahlen Sicherheit versprechen mag!

Diese Tatsachen sind derart absurd und lächerlich, dass man das wirklich nur als Witz auffassen darf…

Man darf auch bedenken, dass auf dem Gelände des AKW Grohnde nicht nur ein Reaktor steht, sondern ein Abklingbecken, dass schon arg voll ist sowie ein Zwischenlager, dass mit jedem Jahr und jeder neuen Revision mit Brennelementewechsel voller wird. Auch darf man davon ausgehen, dass irgendwann auch fremder Atommüll in das Zwischenlager verbracht wird. Es zeichnet sich auch ab, dass es keine Endlagerung in den nächsten 50 Jahren geben wird. Somit wird das Zwischenlager am AKW Grohnde immer und immer wieder verlängert. Irgendwann steht der Rückbau des AKW an. Damit fällt erneut massenhaft radioaktiver Müll an, der nicht endgelagert werden kann. D.h. es wird das Zwischenlager „Grohnde“ weiter füllen. Es müsste sogar ausgebaut werden.
Am Ende wird man erkennen müssen, dass ein Katastrophenschutzplan für die Region um das AKW Grohnde noch mindestens 50 Jahre die Menschen „schützen“ soll.

…und das ist noch lange nicht alles!
Unsere Liste können wir leider noch weiter fortführen, aber dies soll für den Anfang reichen und zeigt mehr als Eindrucksvoll, wie die Bürger hier belogen, verschaukelt und für Dumm verkauft werden!

Die Situation wird nicht besser, auch nicht nach 2022.
Auch mit „virtuellen“ Katastrophenschutzübungen im Kreishaus, bei denen ein Stab von einigen Leuten medienwirksam auftritt, verbessert die mangelhafte Sicherheitslage nicht. Die Aspekte eines echten Katastrophenschutz werden scheinbar sehr gerne vergessen und verdrängt. Das ist falsch. Wir hoffen, das erkennen die Menschen und Verantwortlichen schnell – ehe es zu spät ist!

Einige der Angestellten im Kreis Hameln-Pyrmont haben die letzte Übung um das Wochenende des 10. November als eine Farce erlebt. Zumindest denen ist deutlich geworden, wie verlogen das alles ist…

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