Atlantic Osprey kommt…

Nordenham am Sonntag, 13.13 Uhr

Es sind 6 Behördenschiffe beim „AO-Konvoi“, der auf Nordenham zuhält. Dies ist die Absicherung mit allen verfügbaren Schiffen zur Absicherung. Damit ist der wesentliche Teil des Küstenschutz nur auf ein Schiff konzentriert – das mag auch sehr fahrlässig sein.

Das Schiff von Greenpeace, die Beluga wartet weiter im Fahrwasser auf den Konvoi.

Dieser Transport ist eine „Demonstration von unglaublicher Dummheit und Machtarroganz durch die niedersächsische Landesregierung“, so ein Aktivist in Nordenham. „Dummheit, weil auch ohne AIS-Signal alle Aktionen nachzuverfolgen sind und die Verweigerung aller Kontrollen des Rosteimers Atlantic Osprey belegen, dass es der Landesregierung nicht um Sicherheit oder Schutz der Bevölkerung geht, sondern um die Durchsetzung von Wirtschaftsinteressen. Das AIS ist ein wesentliches Sicherheitsmerkmal bei dem dichten Schiffsverkehr in der Nordsee.“ wirft ein weiterer Demonstrant direkt ein.

Damit haben sie beide Recht. Es ist eine Machtdemonstration, weil das Aufgebot an Staatsgewalt doch erheblich ist! Man darf sich auch fragen, warum man soviel Macht demonstrieren muss. Viele haben die immer wieder rezitierte Aussage im Kopf, dass der Plutonium-Transport völlig ungefährlich sei, etwa wie der Transport von Babynahrung. Der massive Protest und die Pressearbeit der Aktivisten und Umweltgruppen hat immerhin dafür gesorgt, dass es eine Begleitung auf See durch die deutschen Behörden gegeben hat und so das Risiko für das schrottreife Schiff Atlantic Osprey in Kollisionen und Unfälle verwickelt zu werden, ein wenig herabgesetzt werden konnte. Das Schiff ist einwandig und würde bei Kollision sofort sinken und dann ggf. Radioaktivität in der See freisetzen. Ohne den Protest wäre das Schiff einfach so ohne jede Begleitung und Absicherung auf der Nordsee rumgeschippert. Im späten Sommer ist so ein Plutoniumtransport ohne jegliche Sicherheit in die USA erfolgt. Das zeigt, wie hier doch eher verlogen Sicherheit vorgespielt wird, weil jetzt Medien von dem „Ereignis“ berichten.

Das ändert aber auch nichts an der Tatsache, dass dies Schiff niemals für den Transport von Plutonium hätte eingesetzt werden dürfen!

„Es sei nochmals auf die geforderte umfassende Hafenstaatkontrolle zum Zustand des Schiffes verwiesen.“ sagt ein Vertreter des BUND im Norden. „Verweigert man dies, ist das ein Eingeständnis, dass man Mängel finden könnte, die man aber auf keinen Fall finden will und wohl aus Hannover gesteuert nicht finden darf.“ Das bedeutet, man will bewusst die Risiken vertuschen, statt dass die Behörden um Aufklärung bemüht sein. Dies zeigen auch die abwiegelnden Rückmeldung der angeschriebenen Behörden. Ständig wird die Verantwortung und die Klärung der Fragen an andere Behörden und Ansprechpartner weitergeschoben. Es will also niemand von den eigentlichen Entscheidungstränger eine Verantwortung übernehmen.

PS:
Für Schmuggler ein wichtiger Hinweis:
Das gesamte deutsche Seegebiet ist jetzt praktisch ohne Überwachung, da sich alle Schiffe auf einen rostigen Atomtransport konzentrieren…

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