Der Asse-Skandal…

Neben den vielen anderen schlimmen Baustellen einer verfehlten Energiepolitik der vor allem CDU Regierung zeigt mit der Asse sein wahres Gesicht.

So z.B. war im Sommer 2006 eine Besuchergruppe sogenannten „Versuchsendlager“ Asse II. Bei der Führung wurde damals das Bergwerk gelobt. Diese Lobesworten kennen wir von allen Atomkraftwerken, von Gorleben, Morsleben – immer die gleiche Masche! Der damalige Führer der Gruppe sagte, wissenschaftliche Untersuchungen würden zeigen, dass die Stromerzeugung aus Windenergie oder Fotovoltaik zu mehr Gesundheitsschäden führe als die Erzeugung mittels Atomenergie. Das Radioaktivitätsproblem wurde immer wieder mit der Bemerkung verharmlost, daß es schon auf dem Brocken im Harz stärker strahle als in diesem Bergwerk. Damals war übrigens für die Asse verantwortlich die GSF (Gesellschaft für Strahlenschutz). An der Firma ist maßgeblich der Freistaat Bayern beteiligt. Komisch, dass man sich an so einer Gesellschaft beteiligt und damit außerhalb von Bayern für die Atommüllentsorgung forciert, aber Atommüll in Bayern massiv ablehnt. Wir erinnern uns, dass in Bayern die eine der Unionsparteien seit Jahrzehnten regiert.

Wer dies sieht und liest, kann sich ein Bild machen, wie es um die Ehrlichkeit und Sicherheit in deutschen Atomanlagen bestellt ist.

Die Asse war für die Politik und vor allem für die Wirtschaft ein Geschenk. Vor 40 Jahren begann man, zehntausende Fässer mit Atommüll und anderen Giftstoffen achtlos in das marode Salzbergwerk zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel zu werfen. Es gibt immer schneller und man macht sich immer weniger Gedanken darüber, was dort abgeladen wurde. Auch führte man kaum Buch – das rächt sich heute, da man eigentlich nicht weiß, was dort alles in der Asse liegt. Im Inneren der Asse tickt also eine Zeitbombe!

Was soll man machen? Klar ist nun, der Atommüll soll raus – so schnell wie möglich!
Dies beschwören Politiker. Aber irgendwie passiert nichts – es gibt irgendwelche Meldungen, aber es passiert nichts.
Entgegen den Beteuerungen der Entscheider von damals dringt nun Wasser in der Asse ein. Es ist immer mehr Wasser!
Nunmehr dringen täglich 12.000 Liter Wasser in das instabile Bergwerk…

Obwohl die Politik von der Asse lernen sollte, ist man in Gorleben noch heute der Ansicht, dass es toll ist und Gorleben absolut geeignet sei! Wie blöd sind diese Leute in der Politik eigentlich, fragen sich die Bürger.

Der NDR hat hinter die Kulissen geschaut und fragt offen: „Warum dauert die Rettung der Asse so lange? Wer blockiert diesen Prozess?“

Es ist in Europa ein einzigartiger Umweltskandals – zumindest einer, der nun immer mehr in die Öffentlichkeit gerät.

Schaut Euch auf den folgenden Links um. Ihr werdet stauen, was in Deutschland – in einem Rechtsstaat und einer Demokratie – möglich ist!

http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/asse1063.html

Hier könnt Ihr Euch den NDR Beitrag nachträglich anschauen:

http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/minuten691.html

Noch ein paar weitere Hintergründe zur Asse

  • Einer der größten Anlieferer von Atommüll in die Asse war das AKW Gundremmingen mit seinem Block A (am 14. Dezember 1962 genehmigt). Es ist ein AKW in Süddeutschland…
  • Auch in der Gegend um die Asse wurden die Gefahren jahrzehntelang geleugnet – so auch die erhöhten Krebsraten…
  • Für die Asse verantwortliche Wissenschaftler wie Prof. Kühn waren Gutachter der Bayerischen Staatsregierung. Weitere Verantwortliche von damals wie Dr. Thomauske und Hennenhöfer arbeiten heute an entscheidender Stelle für das Bundesumweltministerium. Diese Leute haben damals Unfassbares möglich gemacht und sind heute für die Vertuschung zuständig. Und die Bundesregierung schaut tatenlos zu. Unglaublich…

Es ist schon sehr bedenklich, wie die Menschen betrogen und belogen werden, wenn es um Atomkraft geht, während kleine und mittelständische Unternehmer mit unendlichen Auflagen drangsaliert werden. Jeder Häuslebauer kennt die zahllosen Auflagen. Und bei Atomanlagen? Wie ist es möglich, dass wir in einem Staat wie Deutschland bis heute von der Politik vorgeführt werden?

Falsche Messwerte und mangelnde Unabhängigkeit
Lügen, Betrug und Verharmlosung sind nicht nur in Deutschland an der Tagesordnung. Kaum einer spricht heute noch über Fukushima in Japan. Doch dort ist die Lage noch lange nicht unter Kontrolle.
Ein lesenswerter Beitrag mit dem Titel „Das Lügen in Fukushima geht weiter“ fasst die Lage in Japan zusammen. Dies alles zeigt uns, dass wir SOFORT und BEDINGUNGSLOS aus der Atomkraft weltweit aussteigen müssen.

http://www.fairschreiben.de/index.php/das-lugen-in-fukushima-geht-weiter/2012-12-04/

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