Der Kampf um die letzten AKW findet auf deren Zufahrtsstraßen statt!

Die gut gepflegte Anti-Atom-Seite im Internet „ContrAtom“ hat zum Jahresauftakt einen lesenswerten Artikel geschrieben. Die Überschrift zeichnet das Bild, welches sich vor dem EON Kraftwerk in Emmerthal / Grohnde in den letzten Jahren abspielte und auch bis zur Stilllegung abspielen wird. Gerade das Jahr 2013 wird ein sehr wichtiges Jahr. Einmal gibt es für Niedersachsen die Wahl eines neuen Landtag gleich Ende Januar. Im Herbst wird es heiß, denn auch der Bundestag wird sich neu finden. Die Bürger haben also zwei mal die Chance, Signale und Zeichen zu setzen.

In 2013 wird sich auch entscheiden, wie nachhaltig die Energiewende sein wird. Die aktuellen Regierungsparteien setzen alles daran, dieses Jahrtausendwerk zu torpedieren. Doch untergehen wird die eingeleitete Energiewende nicht.

Mit dem 2. Fukushima Jahrestag wird sich einiges tun im Umkreis des EON Kraftwerks – nicht wirklich zur Freude des EON Konzerns, dem fallenden Energieriesen, dem letzten großen deutschen Atomkonzern, der fest an seiner Atompolitik festhält.

Quelle: www.contratom.de

Neubau von AKW, Kernfusion & noch 40 Jahre Atomkraft: Endlich die Wahrheit von EU-Kommissar Oettinger

Die Wahrheit kommt zum Schluss: EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) prophezeit noch 40 Jahre Atomkraft in unserem Stromnetz. Seiner Meinung nach könnten sogar neue Atomkraftwerke in Deutschland gebaut werden.
Atomkraftgegner erteilen dem Minister eine deutliche Absage: die Fakten sind andere — und wer die Energiewende demontiert, der wird mitsamt seinem Atomlobby-Gefolge 2013 abgewählt!

Trotz der Energiewende werden die Verbraucher in Deutschland nach Einschätzung “noch jahrzehntelang Atomstrom beziehen”, sagte Oettinger der “Rheinischen Post” von heute. Es gäbe in Europa immer noch 140 Atomkraftwerke — und die meisten Regierungen “dächten gar nicht daran, diese abzuschalten”. Er schloss sogar nicht aus, dass irgendwann auch in Deutschland neue Atomkraftwerke gebaut werden. Seiner Ansicht nach macht die Erforschung der Kernfusion, “die ebenfalls eine Form von Kernenergie ist”, “gerade große Fortschritte”, schreibt dpa. Er hofft, dass diese Technik “eines Tages in Deutschland akzeptiert” werde.

Eine Untersuchung von Global Data ergab im Juni, dass der Atomausstieg in Europa kommt: in 20 Jahren werden mehr als die Hälfte der 150 AKW aus Altersgründen stillgelegt sein. Soviele, wie in keiner anderen Region weltweit. Und ein derartiger Zubau ist definitv nicht zu erwarten.
“zu spät, zu teuer, zu radioaktiv” — Aufgrund der beschränkten Vorhandenheit des fossilen Rohstoffes Uran als Brennstoff in
herkömmlichen Atomreaktoren und dem missglückten Versuch der „Schnellen Brüter“ bleibt der Atomindustrie als zeitbezogene Perspektive allein
die des Atomfusionsreaktors, von dem heute niemand wissen kann, ob er jemals funktionieren wird.

Die einzigen tatsächlichen AKW-Neubauprojekte in Europa, die EPR-Baustellen in Finnland und Frankreich entwickeln sich zu Milliarden-Gräbern. Die Inbetriebnahmen verzögern sich immer weiter.
Eine Zukunft wird dieser Reaktortyp nicht haben.

Atomkraftgegner erteilen Oettinger eine klare Absage: Schwarz/Gelb bastelt seit Monaten an einem Comeback der Atomkraft in Deutschland, das zeigt sich an der Demontage einer effektiven Energiewende, der Diskussion um großflächige Stromausfälle und drastisch steigende Strompreise. Die großen vier Energieversorger und ihre Lobby in Politik und Wirtschaft werden um die Abschaltung der letzten neun Reaktoren mit aller Kraft kämpfen, denn sie sind Gelddruckmaschinen, die Millionen Euro an Reingewinn in kurzer Zeit abwerfen.

Der Kampf um die letzten AKW findet auf deren Zufahrtsstraßen statt!

Doch die Realität ist der weltweite Niedergang der Atomindustrie, das kann auch ein Oettinger weder schön reden noch aufhalten. Niemals wird er in Deutschland eine Mehrheit für Laufzeitverlängerung, AKW-Neubau oder Kernfusion finden. Im Gegenteil: Wer die Energiewende demontiert, wird abgewählt!

Sicher werden einige europäische Reaktoren, die teilweise unter miserabelsten Bedingungen betrieben werden, den letzten deutschen Meiler überleben. Doch die Aufgabe eines deutschen EU-Kommissars liegt doch eigentlich in der Vertretung der Ziele seines Landes: Und die heissen offiziell “Atomausstieg” — und bitte: europaweit! Denn der GAU ist in jedem AKW jederzeit möglich.

Im März 2013 werden tausende Menschen im Rahmen des Fukushima-Jahrestages ein weiteres Mal einen schnelleren Atomausstieg einfordern.

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