Strahlung bleibt auch unter „rot-grün“ gefährlich!

Atomkraft ist teuerNiedersachsen hat im Januar 2013 gewählt. Knapp haben die Bürger einen Politikwechsel herbeigeführt und die unverantwortliche Atompolitik von „schwarz-gelb“ konsequent abgesägt.
Doch auch unter der neuen „rot-grünen“ Regierung ist Atomkraft unverantwortbar und die radioaktive Strahlung bleibt auch gefährlich.

Nach der Landtagswahl in Niedersachsen erwartet die Regionalkonferenz „AKW Grohnde abschalten“ von der neuen rot-grünen Landesregierung verantwortungsvolles Handeln. Die Politiker im Landtag und die neu besetzten Ministerien müssen schnell handeln.

Es muss für die Bürger erkennbar werden, dass ein neuer Wind in das Umweltministerium weht. Die Atomaufsicht muss mit strenger Hand der Politik des Wegschauens und das Ignorieren jeglicher Gefahren ein Ende bereiten.

Die Atomkraftgegner im Flächenland haben Forderungen aufgestellt, die in der Regionalkonferenz organisierten Gruppen habe zuletzt in einer Studie und mit vielen engagiert durchgeführten Aktionen auf genug Probleme mit dem AKW Grohnde hingewiesen.

Auch die Statistik spricht deutliche Worte, wie Peter Dickel von der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad weiß: „Außer zum Thema Gorleben ist nichts zum Thema Atom von rot-grün zu hören, obwohl das AKW Grohnde bundesweit Störfallspitzenreiter ist.“ Dickel weist auf die einfache Tatsache hin, dass „Strahlung und Atomkraftwerke auch unter rot-grün gefährlich sind – das hat uns nach den vielen Atomkatastrophen nun zuletzt Japan in Fukushima bewiesen“.

Die Atomkraftgegner erwarten von der rot-grünen Landesregierung, dass innerhalb von vier Monaten ein transparenter Mängelbericht zum AKW Grohnde erstellt wird. Nachweislich ist das AKW Grohnde nicht mehr dem Stand von Wissenschaft und Technik. So ein Kraftwerk dürfte nach heutigem Wissensstand nicht mehr ans Netz gehen. Es kann nicht sein, dass man so eine Atomhölle auch weiterhin betreiben darf, nur weil die Betriebserlaubnis älter als die neuesten Erkenntnisse der Risikoabschätzungen ist. Daher muss EON das Kraftwerk sofort abgeschalten!

Außerdem appellieren die Atomkraftgegner, dass nach den Erfahrungen von Fukushima die Genehmigung zum Einsatz von MOX-Brennelementen zurückgenommen wird. Die 2012 bereits gelieferte MOX-Brennelemente müssen stattdessen
mit bereits abgebrannten Brennelementen gemischt zunächst über das Zwischenlager einer geordneten Entsorgung zugeführt werden.

Niedersachsen sollte 2013 eine Bundesratsinitiative gegen den bundesweiten Einsatz von MOX-Brennelemente starten.
Ebenso ist über den Bundesrat die Diskussion hinsichtlich einer realistischen Haftpflichtversicherung für alle Atomanlagen zu führen. Es kann nicht sein, dass jeder und alles versichert werden muss, nur die größten Gefahren zur Schonung der Geldbeutel der Energiekonzerne am Ende ohne ausreichenden Versicherungsschutz bleiben.
Die Kosten von Tschernobyl sind bekannt. Kosten für die Atomkatastrophe in Japan sind grob kalkuliert. Auch Kosten für einen Super-Gau in Deutschland oder Frankreich liegen der Politik vor. Nun muss gehandelt werden.

Niedersachsen braucht die Energiewende als Wirtschaftsfaktor. Niedersachsen könnte Innovationsführer werden. Mit EON und dem dort geplanten Sozialabbau wird Niedersachsen keine rosige Zukunft haben.

Am 9. März werden die Bürger ansatzweise zeigen, was es bedeutet, wenn in Deutschland eine Atomkatastrophe stattfindet. Ein 40km Raduis rund um das EON Kraftwerk Grohnde wird zum Sperrgebiet. Die betroffenen Bürger werden aufgerufen am 9. März das Sperrgebiet zu verlassen. Sie sind aufgerufen, sich an der Aktions- und Menschenkette zu beteiligen, als Symbol gegen die Unrechtstechnologie „Atomkraft“, als Zeichen der Erinnerung an den schlimmsten Atomunfall in der Geschichte der Menschheit und zum Gedenken des Leids der Menschen in Fukushima, die ihr Hab- und Gut und die Heimat verloren haben. Fukushima ist überall und die Katastrophe dort ist noch lange nicht beendet – sie wird von Tag zu Tag schlimmer…

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