Radioaktive Stoffe freigesetzt!

Nachdem Katastrophenszenario sind am 6. März 2013 durch die Folgen eines Zwischenfalls im Atomkraftwerk Grohnde radioaktive Stoffe freigesetzt worden.

In den Katastrophenschutzplänen wird eine Freisetzung von Radradioaktivität innerhalb von 6 Stunden „als schnell ablaufendes Ereignis“ bezeichnet.

Bei Durchzug einer radioaktiven Wolke soll der Aufenthalt in Häusern und Gebäuden Schutz vor direkter Kontamination bieten. Unklar ist, ob das ein echter Schutz für die Bevölkerung ist. Nur eine sofortige Evakuierung würde den größten Schutz bieten, da die Menschen aus der Gefahrenzone verbracht würden. Ist die Wolke durchgezogen, besteht die Gefahr, dass die Umgebung radioaktiv kontaminiert ist und damit auch die Menschen mit radioaktiv belasteten Staub und anderen Partikel in Berührung kommen. Ebenso besteht die Gefahr, dass über die Atemluft Radioaktivität in den menschlichen Körper gelangt.

Problem der Katastrophenschützer ist, dass sie nicht so schnell reagieren können, wie es notwendig wäre. Findet in einem AKW eine Explosion statt, so ist die Radioaktivität sofort in der Umwelt und mit jeder Stunde kann es mehr werden.
Bei dem Konzept der Schutzpläne, soll die Strahlenbelastung durch die Abschirmwirkung der Wände des Hauses reduziert werden. So sind die Menschen „zunächst“ vor der Radioaktivität geschützt.
Jedoch nach Berechnungen der Physiker Oda Becker kann es trotzdem in bis zu etwa 8 km Entfernung vom AKW zur tödlichen Strahlung durch das Einatmen radioaktiver Luft kommen. Kein Haus ist luftdicht und so tritt über den Luftaustausch kontaminierte Luft in die Häuser.
Zudem wäre beim Verlassen der Wohnung die Radioaktivität noch höher. Jede Stunde würde die Stärke der Strahlung zunehmen, mit der immer weiter ausbreitenden radioaktiven Emissionen aus der havarierten Reaktoranlage…

Atomkraftgegner haben schon lange die Mängel an den Katastrophenschutzplänen aufgezeigt und öffentlich zur Diskussion gestellt. Dabei wurde aber auch vergessen, dass Menschen bei Gefahr in Panik verfallen und es schnell zu chaotischen Zuständen kommen kann. Mit den Szenario wollen die Aktivisten rund um das AKW Grohnde zeigen, wie so ein schwerer Zwischenfall ablaufen kann, und dass nur die Abschaltung solcher Anlagen für die notwendige Sicherheit sorgen kann. Brennt eine Fabrik, ist die gelöscht und die Menschen können zurück in ihre Häuse. Explodiert ein AKW, so ist die Umgebung für hunderte bzw. tausende Jahre radioaktiv verseucht. Tschernobyl und Fukushima sollten mahnen, dass wir nicht auch in Europa so ein Unglück eintritt.

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