Radioaktive Wolke erreicht Hamburg

Die Nordfront der radioaktive Wolke hat nun auch das 170 km entfernte Hamburg erreicht. Die Behörden waren darauf nicht vorbereitet. Die Medien berichten von aufflammenden Chaos im Norden Deutschlands. Straßen sind verstopft, das System der öffentlichen Verkehrsmittel steht vor dem Zusammenbruch – die Menschen flüchten aus Angst…

Doch die Verantwortlichen wissen es seit 2011 besser. Nach Berechnungen des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) könnten auch in bis zu 170 km langfristige Umsiedlungen nötig werden – so eine Studie, die dem BfS schon im November 2011 vorliegt und im April 2012 veröffentlicht wurde.
Demnach müsse auch eingeplant werden, dass ebenso in 200 km Entfernung von der Atomkatastrophe noch Jodtabletten an Kinder und Schwanger verteilt werden müssen.

Nun ist nicht klar, wohin die 2 Mio. Menschen aus Hamburg evakuiert werden sollen.
Am Ende geht es wahrscheinlich auch um eine Umsiedlung der Bürger…

Der Spielfilm aus 2006 „Die Wolke“ hat so ein Szenario aufgebaut. Dort wird sehr real gezeigt, wie die Situation eskaliert.

Der verlinkte Film startet den Film ab der 42. Minute. Der Film beruht auf dem Buch von Gudrun Pausewang, die nach Tschernobyl zeigen wollte, wie eine Atomkatastrophe in Deutschland aussehen würde. „Jetzt werden wir nicht mehr sagen können, wir hätten von nichts gewusst.“, so das Vorwort in dem Buch.

Das OpenData-Projekt unter Zeit-Online stellt die wichtige Frage „Wie viele Menschen leben im direkten Umkreis von Atomkraftwerken?“.

http://opendata.zeit.de/atomreaktoren/#/de/grohnde

Dort ist recht einfach zu sehen, mit welchen Zahlen die Behörden und Verantwortlichen in der Politik zu planen haben. In Deutschland ist es faktisch nicht möglich, diese Massen an Menschen zu evakuieren oder in unverstrahlte Gebiete umzusiedeln!

Hier ein Überblick zu den Zahlen:

  • bei 30 km Radius sind es rund 626.000 Menschen
  • bei 50 km Radius sind es rund 1.900.000 Menschen
  • bei 80 km Radius sind es rund 5.200.000 Menschen

Bei einer Katastrophe bei dem AKW Biblis wären bei dem Radius von 80 km 7.800.000 Menschen betroffen!
http://opendata.zeit.de/atomreaktoren/#/de/biblis-a

Die radioaktive Wolke hatte auch Gebiete in Ostwestfalen Lippe und im Mindener Land verseucht. Die Katastrophe ist unkontrollierbar. Millionen Menschen sind in Panik und die Behörden völlig überfordert. Die Dekontamination in den Regionen ist dem Ansturm der Menschen schon vor der eigentlichen Evakuierung nicht gewachsen bzw. die Dekontaminationsanlagen sind noch nicht einmal aufgebaut.

Es steht im Krisenstab die Überlegung an, im Falle der sehr wahrscheinlichen Evakuierung den Inlandeinsatz des Militärs anzuordnen. Die ersten Planungen für ein Sperrgebiet mit dem Radius von 25 km liegen intern vor.

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