Nichts ist unter Kontrolle…

Es gehen wieder einmal schlimme Meldungen von Japan in die Welt. Die zeigen deutlich, dass bei der havarierten Atomanlage in Fukushima noch lange nichts unter Kontrolle ist.
Mal wieder ist etwas ausgefallen. Eigentlich nichts schlimmes. Aber wenn Strom bei einer Atomanlage ausfällt, kann das fatale Konsequenzen haben: Überhitzung = Kernschmelze.

In dieser Woche Kämpft der Betreiber TEPCO mit einem massiven Stromausfall in der Atomanlage Fukushima. Alle Abklingbecken sind ohne Kühlung. Die Anlage ist noch immer schwer beschädigt und es ist bisher auch nicht möglich, aus den Abklingbecken die dort in Massen lagernden Brennelemente zu nehmen. Fukushima ist eine der Anlagen, die in erheblichen Umfang MOX-Brennelemente eingesetzt hat. Diese MOX-Brennelemente sollen in 2013 auch im AKW Grohnde eingesetzt werden. Das Problem dieser Brennelemente ist, dass sie weit stärker strahlen und unkontrollierbares Verhalten aufweisen. Für abgebrannte MOX-Brennelemente gibt es bis dato keinen Castor, mit dem man MOX transportieren kann…

TEPCO wird nicht müde immer mit der gleichen Meldung aufzuwarten: alles kein Problem, alles unter kontrolle.

Ende 2012 hatte TEPCO bereits versichert, dass man die Atomanlage komplett unter Kontrolle habe. Tja, wohl doch nicht!

Es heißt, erst nach 4 Tagen werden die Abklingbecken überhitzen und zum Problem. Angeblich sollte auf Nachfrage des ZDF am 19.3.2013 um 8 Uhr das Probleme behoben sein. Es wird sich zeigen, ob das auch wieder nur eine Nebelkerze war.

In Summe ist die havarierte Atomanlage noch immer so stark verstrahlt, dass sich Menschen nicht in die zerstörten Reaktoren wagen können. Man konnte sich auch nach 2 Jahren kein Bild von der eigentlichen Verwüstung und der Kernschmelze machen. Einzig ist es gelungen die Gefahrenzonen mit unglaublichem Einsatz an Wasser zu kühlen. Doch die Kühlung verseucht diese riesen Mengen Wasser, dass man nicht weiß, wohin mit dem Abwässern. Großteile werden weiterhin ins Meer abgelassen. So wurden erst vor wenigen Tagen wieder höchst verstrahlte Fische aus dem Meer vor Fukushima gezogen…

Während in Deutschland weiterhin MOX-Brennelemente aktiv in AKWs eingesetzt werden sollen, könnten die Verantwortlichen mit einem Seitenblick nach Japan erkennen, wie unglaublich gefährlich MOX ist. Auf kritische Nachfragen werden die Risiken geleugnet und verharmlost. Vielmehr glaubt das Bundesumweltministerium noch immer an einen sicheren Plutoniumkreislauf.
Während also in Europa die Wiedereinführung der Atomverstromung von der Stromlobby vorbereitet wird und neue AKWs geplant und gebaut werden, ist in Japan -wie auch in Tschernobyl- NICHTS unter KONTROLLE.
Während der Bundesumweltminister mit seinem Partner der FDP den Wandel mit der Energiewende grundlegend zerstört, brodelt in Japan ein weiterer SuperGAU…

Presseartikel dazu
Stromausfall im AKW Fukushima legt vorübergehend Kühlsysteme lahm – Heise
Stromausfall in Fukushima – Kühlung außer Betrieb – Spiegel
Stromausfall in Fukushima: Brennstäbe ohne Kühlung! – BILD
Defekt an Schaltanlage im Atomkraftwerk – Stromausfall in Fukushima – Tagesschau/ARD
Tepco kämpft mit Stromausfall am AKW Fukushima – ZEIT

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