Höchste Flut seit 500 Jahren

In allen Medien ist die wiederholte Jahrhundertflut präsent. Nach kaum mehr als 15 Jahren gibt es schon die zweite Jahrhundertflut, die fast ganz Deutschland betrifft. Wissenschaftler hatten schon seit Jahrzehnten darauf hingewiesen, dass die verursachten Abgase (z.B. Kohlekraftwerke) und das Alltagsleben mit der gewohnten individuellen Mobilität, Wegwerfgesellschaft und die vielen große Fabriken zum Klimawandel führen. Das bedeutet auch, dass es immer mehr Unwetter und auch immer mehr Hochwasser und Dammbrüche geben wird. Die Politik wie auch die Bürger haben es versäumt weltweit an den Ursachen für den Klimawandel etwas zu verändern, statt dessen wird auf immer weiteres Wachstum gesetzt, was den Klimawandel weiter verschärft.

Aktuell ist über die Donau zu lesen, dass es jetzt die höchste Donau-Flut seit 500 Jahren gibt.
Die Kanzlerin Merkel verspricht kurz vor der Wahl den Flutopfern mindestens 100 Millionen Euro für schnelle Hilfe. Die Flut in Passau ist dramatischer als 2002. Gerade im Osten Deutschlands überschwemmen Flüsse viele Dörfer und Städte, auch Industrieanlagen.

In Niedersachsen wächst die Furcht vor einer gewaltigen Elbe-Flut. Keiner möchte darüber nachdenken, was passiert, wenn in einer solch kritischen Lage auch noch ein Damm der zahlreichen Stauseen (z.B. Edertalsperre) bricht, die durch den langen Dauerregen satt gefüllt wären.

1943 konnten die Menschen an der Eder und Weser erleben, was passiert, wenn Damm bricht und eine 8m hohe Flutwelle durch das Flussbett rollt. Damals hatte eine Fliegerbombe ein großes Loch in die Edertal-Mauer gerissen.

Die regionale Zeitung DEWEZT bietet auf einer Seite die aktuellen Pegelstände an, die für die Weser ein ähnlich schlimmes Bild mit den schnell gestiegenen Pegelständen zeigt. Auch wenn die Rekordfluten von 1946, 1956 oder 1965 (noch) nicht erreicht wurden, ist der Anstieg fatal und in kürzester Zeit passiert. Das große Glück für die Region ist, dass der Dauerregen mit dem neuen Monat Juni durch schönsten Sonnenschein abgelöst wurde. Eine Woche mehr Dauerregen, und auch in der Weser-Region wären wieder Hochwasserrekorde gebrochen worden.

Atomkraftgegner hatten mit einer Checkliste aus einer Schwachstellenanalyse zum AKW Grohnde der Landesregierung Niedersachsen im Januar 2013 aufgezeigt, dass gerade die ungemein und hoch gefährlichen Atomanlagen auch bei dem Katastrophenschutz „Hochwasser“ kaum geschützt sind. Passiert ist seit dem nichts, nur das Versprechen, sich den Punkten anzunehmen und nach vier Wochen eine Stellungnahme abzugeben. Die vier Wochen sind schon lange um!
Scheinbar reagiert die Politik immer nur dann, wenn es zu spät ist. So kann die Kanzlerin jetzt wieder viel finanzielle Unterstützung versprechen, wie es schon viele andere vor ihr gemacht haben. Auch wurde immer wieder versprochen, grundlegend die Probleme zu lösen, aber so richtig ernsthaft hat man die Probleme weder angefasst noch gelöst. Wie man sieht, wurde das Versprechen wieder nicht eingehalten.
Schöne Bilder mit Regenjacke und Gummistiefel hat die Politik dem Wahlvolk bereits geliefert. So kann man davon ausgehen, dass auch die Versprechen 2013 im Rahmen des aktuellen Bundestagswahlkampf um so größer ausfallen und in den Raum gestellt, wieder nicht eingehalten werden.

Die neue Rot-Grüne Landesregierung in Niedersachsen sollte sich deutlich von dem intransparenten und unkooperativen Kurs von Schwarz-Gelb differenzieren und die eigenen Kritikpunkte als damalige Opposition „besser“ machen. Sie sollten sich klar daran messen lassen, wie eine Landesregierung mit grüner Beteiligung die Sicherheit für die Bürger im maximalen Maß gewährleistet und wie sie schnellstmöglich zusammen mit einer echten und nachhaltigen Energiewende die AKWs in Niedersachsen stilllegt. Immerhin sind die Grünen durch den Kampf gegen die Atomkraft groß geworden.

Es wäre fatal, wenn die Fakten und eine reale Hochwasserkatastrophen dem vorgreifen und den tatsächlichen SuperGAU in Deutschland in Ermangelung von Taten und Vorsorge und dem Wegschauen ala CDU/FDP provoziert.

Kaum jemand hätte ein Unwetter im Mai mit einem Jahrhunderhochwasser mit der höchsten Flut seit 500 Jahren für die Donau vorhergesagt. Der Kreis Hameln-Pyrmont kennt die Folgen der letzten Rekordfluten von 1946, 1956 und 1965. 2003, 2011 und 2012 gab es auch wiederholt Hochwasser. Zudem hätte man aus dem Vorfall 1943 lernen können, wie es ist, wenn ein Damm bricht, zu dem Zeitpunkt aber ohne bestehenden Hochwassers, sondern durch Kriegseinwirkung…

Schwachstellenanalyse
To-Do-Liste für die Landesregierung

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