Pfusch, Manipulation und Betrug um Grohnde Genemigungsverfahren…

Am 1.10.2013 wurde wiederholt der niedersächsische Umweltminister und höchster Verantwortlicher im Bundesland Niedersachsen über die fatale Sicherheitslage des AKW Grohnde informiert.

Die Grünen sind in dem „Atom-Klo“-Bundesland angetreten, etwas zu verändern. Passiert ist aber nichts! Vielmehr wurde durch Zufall dokumentiert, wie im Sommer 2013 radioaktiver Müll aus dem AKW Grohnde zum Zwischen- und geplanten Endlager Gorleben verbracht wurde. Unter der Führung der Grünen wurden die hochbedenklichen und unkontrollierbaren MOX-Brennelemente im Reaktor in Grohnde 2013 eingesetzt und mit der nächsten Revision Anfang 2014 werden sicherlich mit Hilfe der Grünen und ihrem Minister Wenzel die nächsten MOX Brennelemente zur völlig unnützen Atomstromerzeugung verwendet.

Bei der Bundestagswahl wurde abgerechnet. Die Grünen wurden für die verlogene Politik von Stuttgart21 und den hohlen Versprechen einer angeblichen Ökopartei abgewatscht. Es ist zu hoffen, dass sich die ehemalige Anti-Atom-Partei ihrer Wurzeln besinnt und mit politischem sachverstand Verstand schnellst möglich der Atomära des Grohnde Meilers ein Ende setzt.

Akten zum Sicherheitsbehälter Grohnde belegen

Vom Sicherheitsbehäter des AKW Grohnde geht eine erhebliche, zusätzliche Gefährdung der Allgemeinheit aus, daher muss das Atomkraftwerk Grohne nach z.B nach § 17 Atomgesetz die Genehmigung widerrufen werden, da durch nachträgliche Auflagen keine Abhilfe geschaffen werden kann, bzw. nach § 19 AtG vorläufig stillzulegen ist.

Der verwendete Stahl im Reaktor „WSt E 51“ war nach dem Bau des AKW nicht mehr genehmigungsfähig. Er wurde daher auch nur in Grohnde und Grafenrheinfeld eingesetzt. Grafenrheinfeld soll Ende 2015 abgeschaltet werden, das AKW Grohnde muss jedoch noch bis Ende 2021 weiterlaufen.

Der Stahl wird nicht besser. Mit zunehmenden Alter wird er immer spröder und rissanfälliger. Es ist bewiesen, dass die stetige Einwirkung der radioaktiven Strahlung Material, auch Stahl, angreift. Deshalb wurden z.B. beim Bau solcher Atomanlagen maximale Laufzeiten definiert. Diese geplante maximale Laufzeit des AKW ist abgelaufen.
Diese zusätzliche Gefährdung der Bevölkerung durch mangelhaftes Material am heiligsten eines Atomkraftwerks darf die Atomaufsicht nicht hinnehmen!

Die Atomaufsicht muss deshalb dem AKW Grohnde die Betriebsgenehmigung entziehen.

Dies ist nicht der alleinige Grund, es gibt zahlreiche weitere. Die mit schlüssigste Begründung dürfte die weiter anhaltende Krisensituation in Japan sein, wo TEPCO auch nach fast drei Jahren die Atomruine nicht unter Kontrolle bekommt und ein weit schlimmeres Verstrahlungsdisaster auf die Menschheit wartet.

Der AKW Betreiber hatte zuletzt eine weitere Leistungserhöhung für das Atomkraftwerk beantragt. Ohne Genehmigung hatte illegal der Betreiber bauliche Maßnahmen zur Leistungserhöhung installiert. Nach einiger Zeit, auch nach dem Unglück im AKW Fukushima in Japan, wurde dem Betreiber klar, dass die Leistungserhöhung nicht mehr gesellschaftlich vertretbar sei und ggf. auch andere nicht öffentlich benannte technische Probleme bestanden. So wurde der Antrag auf Erhöhung zurückgezogen. Die illegalen baulichen Veränderungen sind weiterhin im AKW und dürften der Genehmigungslage schädlich sein. In jedem Fall, ob mit oder ohne Rückbau, wäre ein neues Genehmigungsverfahren nach aktueller Rechtslage zwingend notwendig. Bis dahin wäre ebenso aus diesen Gründen die Stilllegung anzuordnen.

Die Übergangslösung „Grohnde“ ist zu Unrecht akzeptiert worden und illegal

Der verwendete Stahl hat nicht die geforderte Sondergüte (nur 22 statt 68 Joule, gem. Schreiben Höhne vom 25. Mai 1982)

Für die Übergangslösung empfahl RSK und TÜV, Schweißnähte besonders sorgfältig zu schweißen und zu kontrollieren. Es gibt aber gegenteilige Berichte, die deutlich zeigen, wie mit Dilettantismus gegen diese Vorgaben verstoßen wurde. Auch zig Jahre später wird von den Aufsichtsbehörden jährlich versäumt, die Nähte hinreichend sorgfältig zu überprüfen. Belegt ist der SPIEGEL-Artikel vom 15.2.1993 „Angetrunken am Gerät“. Darin berichtete der Hamburger Kontrolleur Siegfried Pfeil, zwei Jahre lang als Angestellter der Firma F. H. Gottfeld (Gesellschaft für zerstörungsfreie Werkstoffprüfung) in den Kernkraftwerken Grohnde, Krümmel und Unterweser unterwegs, „vorige Woche, es sei von Kraftwerksbauern zum Teil direkter Druck ausgeübt worden, Ergebnisse zu fälschen“.

Das ist nicht neu. Aber die Gefahrensituation im AKW Grohnde wird durch Ignorieren nicht besser!

Der Techniker im Spiegel-Artikel will wissen, daß „Fotos in verschiedener Weise verfälscht wurden“ Schweißer hätten oft „flusig gearbeitet“ und mitunter sogar angetrunken am Gerät gestanden: „Das einzige, was zählte, war, Kohleabzuzocken.“

Der gelernte Kaufmann berichtete dem SPIEGEL, er sei, obwohl „ganz grüner Junge“, alsbald als Schichtleiter und „Nachtkoordinator mit besonderer Verantwortung“ für den Röntgenbetrieb eingesetzt worden. Fachliche Beschwerden will er damals schon seiner Firmenleitung schriftlich mitgeteilt haben – offenbar erfolglos.

Als die Kieler Atomaufsicht jetzt von diesen Vorwürfen erfuhr, reagierten Jansen und dessen Fachbeamten wie elektrisiert.“

Wie hat die Niedersächsische Atomaussicht auf diese Presseberichte reagiert?

Bei den Bauarbeiten am Kraftwerk kam es immer wieder zu Unregelmäßigkeiten.
Offenbar wurden bereits beim Bau des Atomkraftwerks Sicherheitsprüfungen gefälscht. Beim Erörterungstermin zum Zwischenlager Grohnde am 7.6.2001 erhob der Einwender und Zeuge Michael N.
aus Hameln entsprechende Vorwürfe:

Die ganzen Vorkommnisse seien vor dem Hintergrund zu sehen, dass der Gesellschafter des Kernkraftwerkes Grohnde, die Firma Wesertal, wegen steigender Kosten beim Bau des Kernkraftwerkes Grohnde, Anfang der 80er Jahre in finanzielle Scchwierigkeiten geriet.

Der Zeuge behauptete, die Firma Kraftanlagen AG, Heidelberg hatte große Probleme mit der Schweißerei und im Bereich der Qualitätssicherung gehabt, wie auch weitere nicht namentlich genannte Firmen. Der Zeuge berichtet von Manipulationen bei der Qualitätssicherung:

Fand man in Anforderungsstufe 2 bzw. 3 eine defekte Schweißnaht, schmiss man die Filme weg. (…) Konnte eine defekte Schweißnaht nicht repariert werden, so wurde bei der Fa. Kraftanlagen AG, Heidelberg, Baustelle Grohnde, der Vorgang den Bauleitern Krönung/Wilde bzw. dem Leiter QS Karrer weitergegeben. Nach 2-3 Tagen kam dann der Fall zurück in die Qualitätssicherung. Protokolle und Filme waren äußerlich dann in Ordnung. Jeder in der Qualitätsicherung wusste, dass Protokolle und Filme falsch waren.

Der TÜV ist abhängig von wirtschaftlichen Interessen

Spannend ist, da saß Erhard Keltsch, Vorstandssprecher der Preußen Elektra, gleichzeitig auch im Vorstand des TÜV Hannover.

Eine realistische Druckprüfung hat nicht stattgefunden (Druckaufbau in Stunden statt Sekunden).

Nicht alle Nähte werden geprüft. So finden Durchstrahlungsprüfungen nur bei 10% -25 % der Nähten statt.

Beim AKW Grohnde wurde für den Sicherheitsbehälter der Feinkornbaustahl „WSt E 51“ verbaut, der außer in Grafenrheinfeld nirgendwo sonst in bundesdeutschen Sicherheitsbehältern verwendet wird. Eine allgemeine Zulassung für „WSt E 51“ liegt nicht vor. Schon das ist sehr bedenklich. Da wurde scheinbar am falschen Ende gespart. Die Hersteller beantragten deshalb für die beiden AKWs eine Einzelzulassung. Am 15.8.1976 wurde der Werkstoff von der Reaktorsicherheitskommission besonders außerordentlich negativ beurteilt!
Der Atomkraft befürwortende Prof. Kussmaul sprach damals von offensichtlich negativen Erfahrungen…

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