Atomaufsicht muss handeln – AKW Grohnde stilllegen !

Das AKW Grohnde ist in die jährliche Revision gegangen und sollte u.a. weitere 8 hoch gefährliche MOX-Brennelemente einsetzen. Bei den Wartungsarbeiten und Prüfungen ist ein möglicher Millionenschaden am Generator aufgefallen. EON erklärte, nicht die Ursache dafür zu kennen und geht nicht davon aus, dass das AKW nun aus wirtschaftlichen Gründen stillgelegt werden wird. Doch der Schaden kann enorm sein. Dabei sind es einmal die Reperaturarbeiten, aber auch die Ausfallzeiten mit einem täglichen Verlust von rund 1 Mio Euro zu beachten.

Der niedersächsische Umweltminister der Grünen erklärte schnell, dass er eine vollständige Aufklärung der Schadensbedingungen fordert. Es wird sich zeigen, wie ersthaft Hr. Wenzel als grüner Atomkraftkritiker die Risiken mit seinem Ministerium und der angeschlossenen Atomaufsicht abwägt. Bisher hat er sich als schwachbrüstiger Kritiker präsentiert.

Nach dem Generator-Schaden im Atomkraftwerk fordern nun die Kritiker erneut, den Reaktor endlich stilllzulegen. „Jetzt muss das Niedersächsische Umweltministerium endlich handeln“, fordert Peter Dickel für die Regionalkonferenz Grohnde abschalten. „Der Generator-Defekt ist ein durchaus ernstzunehmender Schaden, nicht auszudenken was hätte passieren können, wäre der Generator während des Leistungsbetriebes ausgefallen.“
Mit einem einfachen Komponententausch dürfte es nicht getan sein, denn das Kraftwerk ist Spitzenreiter bei den Störfällen und irgendwann muss das Risiko eines störanfälligen und überalterten Atomkraftwerk ernst genommen werden!
Dickel erinnert an die Probleme beim AKW Krümmel im Jahr 2007 und fordert von der Niedersächsischen Atomaufsicht jetzt eine umfassende Sicherheitsüberprüfung des 30 Jahre alten Reaktors.
Das seit den 70er Jahren heftig umstrittene AKW, bei dessen Bau Stahl verwendet wurde, der schon damals nicht mehr zulässig war.

Auf Grund der vielen Störfälle und nunmehr offenkundigen Mängel hatte die Regionalkonferenz bereits zu des Amtsantritt der neuen Regierung Umweltminister Wenzel im März 2013 eine Liste mit 30 bis dato vom Betreiber nicht erfüllten Anforderungen und Auflagen überreicht. Man sollte erwarten, dass nach Tschernobly und Fukushima die Risiken der Hochrisikotechnologie „Atomkraft“ akzeptiert werden. Die verantwortliche Politik wie auch die Wirtschaft müssen endlich zur Vernunft kommt und nicht im Sinne kurzfristiger Gewinne für Aktionäre und Vorstände das Risiko eines jederzeit möglichen SuperGAUs billigend in Kauf nehmen. Den Schaden haben am Ende Land und Leute, da die Betreiber de facto keine hinreichende Haftpflichtversicherung für die Kraftwerke abgeschlossen haben…

Hier die 30-Punkte ToDo Liste der Regionalkonferenz (PDF).

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