Zustimmung zum Wiederanfahren erteilt

Atomkraft ist teuerDie Atomaufsicht in Hannover hat ihre Zustimmung zum Wiederanfahren erteilt.

Gem. den Unterlagen steht dem Betrieb des Atomkraftwerk nichts mehr im Weg.
Negativer Beigeschmack: Mit dem so genehmigten Wiederanfahren wird dann auch die zweite Lieferung der MOX-Brennelemente zusammen mit den im letzten Jahr eingesetzten MOX in den Produktionsbetrieb gehen.

Die Pressemeldung des NMU dazu lautet:

Am Freitagabend hat der Betreiber des AKW Grohnde die Fragen der Atomaufsicht zu den umstrittenen Reparaturen beantwortet und nachgewiesen, dass alle Arbeiten ordnungsgemäß ausgeführt und dokumentiert wurden.

Der TÜV hat bestätigt, dass alle Reparaturen und qualitätssichernden Maßnahmen sachgerecht ausgeführt wurden.

Der Betriebsleiter des AKW Grohnde hat zudem in einer eidesstattlichen Versicherung die Vorwürfe bezüglich unzulässiger Reparaturen zurückgewiesen.

Die Atomaufsicht hat gestern die Erklärungen und alle Dokumentationen eingehend geprüft.
Zudem gab es im Verlauf des gestrigen Tages ein Gespräch mit der Staatsanwaltschaft Hannover. Die Staatsanwaltschaft sieht keinen Anfangsverdacht und wird daher kein Ermittlungsverfahren einleiten.

Somit gibt es keinen Grund, die Zustimmung zum Wiederanfahren weiter zurückzustellen.
Am späten Freitagabend wurde dem Betreiber die Zustimmung erteilt.

Der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz Stefan Wenzel: „Die meinem Ministerium und mir unterstellten Vorwürfe der politischen Willkür und des Rechtsbruchs weise ich auf das Entschiedenste zurück. Unsere Vorgehensweise und die von uns veranlassten Maßnahmen waren streng nach Recht und Gesetz ausgerichtet. Für uns steht der Schutz der Bevölkerung an erster Stelle. Wir treten jetzt in eine schwierige Phase ein, weil die Atomkraftwerke an das Ende
ihrer Laufzeit kommen, aber bis zum allerletzten Tag die maximale Sicherheit gewährleistet werden muss“.

Mit seiner Aussage hat der Minister Wenzel absolut Recht, dass wir in Deutschland in eine schwierige Situation kommen. Einmal die Bürger, die Sorge um ihre Sicherheit haben, da die Atomanlagen immer älter werden und damit auch durch z.B. Materialermüdung ein gewisses Sicherheitsrisiko beinhalten. Zum Anderen gibt es die Konzerne, die auch weiterhin im Auftrag der Aktionäre gewinnorientiert handeln. Daraus ergibt sich eine gewisse Pflicht, Kosten zu sparen. Wesentlich ist, dass hier eben durch die nur noch begrenzten Laufzeiten die maximale Sicherheit eingehalten wird. Dann stehen die Behörden und die Politik in ihrer Pflicht, als relevante Instanz, die Sicherheit zu gewährleisten. Dabei darf man sich nicht in die Enge treiben lassen.
Offen für die Atomkraftgegner sind immer wieder zahlreiche Fragen, die wenig bis nicht beantwortet werden. Zuletzt hat das Urteil zu Brunsbüttel gezeigt, dass die angeblich sicheren Atomanlagen kaum gegen die grundlegenden aber großen Gefahrenpotentiale abgesichert sind. Bei den Revisionen werden vermehrt auch Materialprobleme entdeckt, teilweise leider „nur“ zufällig. Schade ist es in diesen Fällen, wenn nur auf Druck der Behörden genauere Prüfungen erfolgen und dann auch wieder neue und weitere Probleme gefunden werden. Dies führt sicherlich zu erhöhter Sorge bei den Bürgern. So ist es nicht verwunderlich, dass Bürger, Mitarbeiter und die Medien genauer hinschauen und auf mögliche Probleme hinweisen.

Aktuelle Medienberichte:
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DEWEZET 21.06.2014

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Eine Antwort zu Zustimmung zum Wiederanfahren erteilt

  1. Chris schreibt:

    Ich sags ja, was macht Niedersachsens Umweltminister? NICHTS.
    Erst hat er seinen Wählern versprochen, die MOX-Elemente zu verhinden, jetzt werden schon wieder neue eingesetzt. Und beim Generator und den Drosselkörpern war es genau das selbe. Viele Sprüche, viel heisse Luft, und dann lässt er das Kraftwerk doch wieder ans Netz, obwohl ihm ein Insider konkrete Hinweise auf schadhafte Armaturen gegeben hat.
    Wenzel steht mit dem Rücken zur Wand und verarscht seine Wähler und die Bürgerinitiativen. Lasst einen anderen ran, der Wenzel kann’s nicht.

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