Sofortige Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit

Bürger und die Atomkraftgegner aus der Region rund um das AKW machen sich Sorgen. Die Probleme im AKW reißen nicht ab. Mit jeder Überprüfung werden neue Probleme und Störungen gefunden. Jedes mal scheint es so, dass die Dinge verharmlost werden.
Noch immer sind viele Fragen offen. Die ToDo-Liste der Atomkraftgegner wurde nur sehr oberflächlich bis gar nicht beantwortet. Dabei ist ein AKW keine Kuhwiese, sondern eine extrem gefährliche Hochrisiko-Technologie.

Alle Indikatoren zeigen beim AKW Grohnde auf rot und sollten den EON Managern wie auch den verantworlichen Volksvertretern in Hannover deutlich gezeigt haben:

DAS AKW MUSS SOFORT UND FÜR IMMER STILLGELEGT WERDEN

Die Regionalkonferenz Grohnde abschalten hat heute Herrn Minister Wenzel angeschrieben.

Sofortige Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit im AKW Grohnde nach mel-
depflichtigem Ereignis erforderlich

Sehr geehrter Herr Minister Wenzel,

nach dem Ausfall einer Nachkühlpumpe, festgestellt bei den Revisionsarbeiten in diesem Monat, zeigen sich die Vertreter der Regionalkonferenz sehr besorgt und fordern die unverzügliche Anordnung entsprechender Maßnahmen, die den anlageninternen Notfallschutz im AKW Grohnde zu jeder Zeit sicherstellen.

In ihrem Gutachten „Die Schwachstellen des AKW Grohnde“ vom Januar 2013 verweist die Physikerin Oda Becker auf erhebliche Zweifel der Reaktorsicherheitskommission an den Notfallschutzmaßnahmen in Deutschen Atomkraftwerken nach einer Sicherheitsüberprüfung in 2011. Weiter macht Frau Becker deutlich, dass es auch im AKW Grohnde starke Zweifel gibt an der Funktionsfähigkeit und Durchführbarkeit von
Notfallschutzmaßnahmen, deren Aufgabe die Vermeidung bzw. Verminderung gravierender Auswirkungen auf die Umgebung im Falle auslegungsüberschreitender Ereignisse ist.

Die Vertreter der Regionalkonferenz gehen davon aus, dass der Ausfall einer Nachkühlpumpe, die als Teil der Notkühlung die Aufgabe hat, bei einem Leckschaden eine Kernschmelze zu verhindern, in der Konstellation mit den von Frau Becker skizzierten Mängeln im Falle eines Unfalls schwerwiegende Folgen für die Gesundheit der betroffenen Bevölkerung haben kann. Auf Grund der ständig steigenden Anzahl meldepflichtiger Ereignisse im AKW Grohnde kann man ebenfalls davon ausgehen, dass zu jeder Zeit unbekannte Störungen in der Anlage schlummern, die erst bei den Überprüfungen entdeckt werden. Nicht bekannte Defekte können in einer Notfallsituation eine Eskalation herbeiführen und so das Eindämmen gravierender Auswirkungen entscheidend behindern. Ein solcher Zustand ist für die betroffene Bevölkerung nicht hinnehmbar und muss deshalb mit allen zur Verfügung stehenden Maßnahmen verhindert werden. Dabei reicht es nicht aus, umfangreiche Untersuchungen an der beschädigten Nachkühlpumpe anzuordnen. Es muss das gesamte Notfallschutzkonzept auf den neuesten Stand von Wissenschaft und Technik gebracht werden und ein wesentlich früheres Auffinden von Defekten sichergestellt werden.

Hier das Anschreiben als PDF zum Herunterladen und Verteilen!

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