Braunschweig

In der Arbeitsgemeinschaft „Schacht KONRAD e.V.“ sind juristische und natürliche Personen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zusammengeschlossen, die sich kritisch mit der Lagerung von Atommüll in der Schächten Bartensleben (Endlager Morsleben) und ASSE II und dem geplanten Endlager Schacht KONRAD auseinandersetzen.

Für die meisten unserer Mitglieder ist dies nicht zu trennen von einer grundsätzlichen Kritik an der Nutzung der Atomtechnik und der Forderung nach einem schnellen Ausstieg

Die Arbeitsgemeinschaft wurde im August 1987 gegründet, ist als gemeinnützig anerkannt und hat derzeit rund 35 korporative Mitglieder und an die 150 Einzelmitglieder. Unsere Mitglieder sind kommunale Gebietskörperschaften, Firmen, Interessenvertretungen aus Betrieb, Landwirtschaft und Bildung, Parteigliederungen, Initiativen und Organisationen aus den Bereichen Umwelt und Frieden und natürlich Bürgerinitiativen aus der ganzen Region.

Um das politische Gewicht der Kritik zu erhöhen, wirbt die Arbeitsgemeinschaft unter dem Motto „Eine starke Lobby gegen den Atommüll braucht viele Mitglieder“ dafür, dass noch deutlich mehr Menschen, Organisationen und Firmen eintreten und mitarbeiten oder die Arbeit durch Spenden unterstützen. Wichtig ist dies, um die Breite der Kritik darstellen und die erforderliche Arbeit finanzieren zu können.

Die Arbeitsgemeinschaft informiert, berät und unterstützt ihre Mitglieder und koordiniert deren Arbeit. Sie gibt Informations-Rundbriefe und einen Newsletter heraus.

Seit 2003 sind wir direkt vor Ort in Salzgitter-Bleckenstedt im KONRAD-Haus Bleckenstedter Straße 14a zu erreichen.

Der interessierten Öffentlichkeit bieten wir u.a. eine breite Palette an Informationen, Gutachten, Literatur und Medien, die Vermittlung von Fachkontakten zu wissenschaftlichen und juristischen Fragen, Vorträge, die Gestaltung von Seminaren, Projekten, Schulstunden, usw. an.

Auf Ihre Einladung kommen wir auch gerne zu Ihnen und informieren vor Schulklassen, Vereinen, kommunalen Gremien, usw. über die aktuellen Probleme mit dem Atommüll.

Die Mehrheit der Bevölkerung ist gegen Atomenergie. Die Arbeitsgemeinschaft will für die atomenergiekritische Mehrheit in der Standortregion ASSE II – Bartensleben (Morsleben) – KONRAD Forum und Lobby sein:

  • Als Forum bieten wir Menschen und Organisationen aus ganz unterschiedlichen Arbeits- und Lebensbereichen und mit ganz unterschiedlichen Interessen und Erfahrungen die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen, um die gemeinsamen Interessen an diesem Punkt zu koordinieren.
  • Als Lobby sucht die Arbeitsgemeinschaft die gemeinsame Ablehnung der Atommüll Projekte in der Öffentlichkeit wirksam darzustellen und deren Verhinderung durchzusetzen.

Das Endlager für radioaktive Abfälle in Morsleben und die ASSE II sind gefährliche Altlasten, die in der öffentlichen Auseinandersetzung viel zu wenig beachtet werden. Gerade aber im Umgang mit den Altanlagen, die nur noch Geld kosten und ihren formaljuristischen Wert als Entsorgungsnachweis verloren haben, zeigt sich die Tragfähigkeit der offiziellen Sicherheitsphilosophie. Und da sehen wir ziemlich schwarz. Für beide Anlagen fordern wir ein atomrechtliches Planfeststellungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung über die Sanierung und Stillegung.

Gegen das Endlager-Projekt KONRAD hat sich in drei Jahrzehnten Auseinandersetzung eine breite Kritik, Ablehnung, Protest und Widerstand entwickelt. Über 290.000 Einwendungen, die 1991 bundesweit gegen das Projekt erhoben wurden, zahlreiche Resolutionen und Stellungnahmen von kommunalen Gremien, aus Landwirtschaft, Gewerkschaften, Kirchen und von anderen Trägern öffentlicher Belange in der Region und eine Vielzahl von Aktionen haben dies in den letzten Jahren sehr deutlich gemacht. Unsere Auseinandersetzung ist immer sehr sachlich und argumentativ gewesen, aber wir scheuen auch nicht den Konflikt, wenn versucht wird, die fachliche Kritik und die politische Ablehnung in der Region zu ignorieren. Besonders dann nicht, wenn Oberverwaltungsgericht und Bundesverwaltungsgericht uns und den Kommunen das Recht zu klagen überhaupt absprechen.

Angesichts des vollständigen Scheiterns der Entsorgungspolitik geht es aber nicht nur um die Zustimmung oder Ablehnung zu einzelnen Standorten, sondern um einen grundsätzlichen Neuanfang.

Wir fordern daher,

  • das KONRAD-Projekt zu stoppen
  • wissenschaftliche Kriterien für den Umgang mit dem Atommüll zu entwickeln
  • die der kritischen öffentlichen Diskussion Stand halten
  • bevor man sich auf der Basis genauer Zahlen, welche Mengen Atommüll in Deutschland bis zur endgültigen Stillegung aller Atomanlagen in welcher Zusammensetzung anfallen werden, daran machen kann
  • ein neues Konzept für den nationalen Umgang mit diesen konkreten radioaktiven Altlasten aufzustellen

Verantwortungsvoller Umgang mit Atommüll heißt, keinen neuen zu produzieren.

Erst wenn die Atomkraftwerke stillgelegt und Menge und Zusammensetzung des Atommülls bekannt sind, können für den Umgang mit diesem konkreten Müll sinnvoll Konzepte erarbeitet werden.

Mehr Infos im Internet unter http://www.ag-schacht-konrad.de

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